B6 Symbolbild
Bildrechte: dpa/MDR.DE

Harz hofft auf Impulse B6 wird zur Autobahn hochgestuft

Seit Jahren setzt sich Sachsen-Anhalt dafür ein, dass die B6 den Status einer Autobahn erhält. Nun wurde die Bundesstraße vom Verkehrsministerium des Bundes hochgestuft. Sie wird zur A36. Die Region erhofft sich Impulse für den Tourismus, aber auch für die Wirtschaft.

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Die Bundesstraße 6 von Bernburg nach Niedersachsen wird zur Autobahn hochgestuft. Das teilte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Donnerstag mit. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) habe die Staatskanzlei in einem Schreiben über diesen Schritt informiert. Demnach soll die Straße in Kürze offiziell aufgewertet werden, sobald letzte Abstimmungen zwischen dem Bundesministerium und dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalts erfolgt sind.

Lückenschluss zur A9 wird derzeit auch gebaut

Die B6 verläuft vom A14-Autobahnkreuz Bernburg nördlich des Harzes entlang bis zur A395 bei Vienenburg (im Landkreis Goslar in Niedersachsen). Haseloff zeigte sich über die Entscheidung erfreut. Er sagte, die Bemühungen der Landesregierung hätten Erfolg gehabt. Die Aufstufung der B6 zur Autobahn sei eine Aufwertung für die ganze Region. Sie bringe zusätzliche Impulse für Wirtschaft und Tourismus. Die Kommunalpolitik hatte sich in den vergangenen Jahren immer wieder für die Aufwertung der B6 zur Autobahn stark gemacht.

Auch Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) begrüßte die Entscheidung. Webel sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Umwidmung sei "ein Segen für den Harz". Eine Autobahn werde bei Entfernungen anders betrachtet als eine Bundesstraße, die Menschen seien lieber auf Autobahnen unterwegs.

Vor einem Jahr hatte der Kreistag im Landkreis Harz dazu einen Beschluss gefasst. Auch für den Bundesverkehrswegeplan wurde eine entsprechende Änderung angekündigt. Ursprünglich war die Trasse als vierspurige Bundesstraße ausgebaut worden, der Anschluss an die A14 besteht bereits seit Dezember 2011. Derzeit laufen auch Bauarbeiten für einen Lückenschluss mit der A9.

Für die Aufwertung seien keine weiteren Bauarbeiten nötig, hieß es weiter. Der Bund werde die Kosten für den Austausch der Schilder übernehmen, hieß es weiter.

Dieses Thema im Programm: • MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 30.03.2017 | 14:00 Uhr

Quelle: MDR/mg

Zuletzt aktualisiert: 30. März 2017, 19:46 Uhr

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10 Kommentare

20.09.2018 20:25 Elbeschwimmer 10

@ 1 Nordharzer: Nur mal so als Frage: Wer hat denn damals den Bau verboten (bitte Namen und Beschlüsse)?
Ansonsten die Frage: Was ist mit dem Rest von Bernburg bis zur A9?

31.03.2017 21:56 9

@8
Du hast in einem Punkt unrecht. Für die B6 ist nicht die Autobahnpolizei Börde zuständig sondern es sind die Straßenverkehrsbehörden des Salzlandkreises und des Landkreises Harz.

31.03.2017 13:01 Nordharzer 8

@6, der Bund zahlt sowohl bei B, als auch bei BAB, da ändert sich überhaupt nichts. Auch polizeilich ist schon die Bundespolizei der Börde zuständig. Einen Vorteil bei der Navigation sehe ich nicht; man gibt das Ziel ein und wenn man nicht Bundes- und Landesstraßen ausgeschlossen hat, werden diese auch in die Routenberechnung mit einbezogen. Der Touri kommt in den Harz, weil er das so im Navi oder Reisebüro angegeben hat. Keiner gibt ein: Ich möchte an der BAB Urlaub machen.