Verzögerung Baubeginn für Strombrücke in Magdeburg erst Mitte 2019

Die Strombrücke in Magdeburg ist die wichtigste Brücke in der Landeshauptstadt. Sie muss saniert werden, der Baustart hatte sich schon mehrfach verschoben. Nun gibt es eine nochmalige Verzögerung. Inzwischen denkt die Stadt Magdeburg denkt über einen Neustart für den Neubau nach.

Entwurf einer beleuchteten Brücke bei Nacht
Die Strombrücke in Magdeburg wird in den kommenden Jahren komplett umgebaut. Bildrechte: Bauwerksentwürfe Leonhardt, Andrä und Partner und VI-EX Visualisierung

Mit dem Bau des neuen Strombrückenzuges in Magdeburg kann frühestens Mitte 2019 begonnen werden. Das sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper MDR SACHSEN-ANHALT am Donnerstagabend nach einer Stadtratssitzung. Grund dafür ist der Gerichtsstreit um die Vergabe des Millionenauftrages. Die Stadt denke sogar über einen Neustart für den Neubau nach. Stadtsprecherin Kinszorra sagte MDR SACHSEN-ANHALT auf Nachfrage, die Landeshauptstadt prüfe die rechtlichen, terminlichen und finanziellen Folgen einer neuen Ausschreibung. Einzelheiten dazu nannte sie noch nicht.

Eigentlich war geplant, dass ein Gericht in Düsseldorf am 10. Oktober den Fall klären soll. Laut Trümper kam nun die Information, dass der Termin auf Februar verschoben worden ist. Der Oberbürgermeister sagte, diese Nachricht sei "ganz schrecklich". Er empfinde es inzwischen als Drama, dass die Stadt so lange auf rechtliche Klarheit warten müsse. Ändern könne man daran aber nichts, so Trümper.

Mit Glück werde man Mitte bis Ende 2019 anfangen können zu bauen. Die jetzige Strombrücke war 1965 übergeben worden. Der Rechtsstreit um den Umbau zieht sich schon seit Monaten hin. Die Stadt hatte sich für den günstigsten Anbieter Züblin entschieden. Der zweitplatzierte Bieter HOCHTIEF legte dagegen Widerspruch ein und bekam in erster Instanz Recht. Dagegen klagt nun in Düsseldorf Züblin.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Kosten, die nicht direkt mit dem Bau zu tun haben, sind deutlich gestiegen. So muss Trümper zufolge wesentlich mehr für die Entsorgung von Aushub bezahlt werden, weil es in Sachsen-Anhalt keine Deponien gibt, die den Aushub annehmen. "Das kostet einfach ein Schweinegeld." Zudem seien zusätzliche Kosten für den Kampfmittelbeseitigungsdienst angefallen, mit denen vorher nicht gerechnet worden war.

Quelle: MDR/ru

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 21. September 2018 | 07:30 Uhr

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