Brand in Klein Wanzleben Verbrannte Ferkel: PETA zeigt Besitzer der Schweinezuchtanlage an

Die Tierrechtsorganisation PETA hat den Besitzer einer Schweinezuchtanlage im Landkreis Börde angezeigt. PETA wirft ihm unzureichende Brandschutzmaßnahmen vor. In der Anlage waren am Ostersonntag 2.000 Ferkel verbrannt.

Rauch steigt aus zwei Ställen in der Schweinezuchtanlage Klein Wanzleben auf.
Nach dem Brand in einer Schweinezuchtanlage in der Börde hat PETA Anzeige erstattet. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Nach dem Brand einer Schweinezuchtanlage in Klein Wanzleben in der Börde geht die Tierrechtsorganisation PETA nun gegen den Besitzer der Anlage vor. PETA hat am Donnerstag Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Magdeburg erstattet. Die Tierrechtsorganisation geht davon aus, dass die Brandschutzmaßnahmen in den Ställen unzureichend waren. Die Polizei und das Landeskriminalamt (LKA) wollten auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT keinen Kommentar dazu abgeben.

Lisa Kainz, PETA-Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie, sagt: "Jedes Tier, das bei einem Stallbrand stirbt, wird grob fahrlässig getötet." Es sei unmöglich, Soforthilfe zu leisten, wenn Tausende Tiere in einen Stall gesperrt seien. Dieses Risiko sei den Betreibern bewusst. PETA kritisiert darüber hinaus bestehende Brandschutzverordnungen. In ihnen sei der Schutz von Tieren nicht ausreichend geregelt.

PETA erstattet regelmäßig Anzeige nach Bränden

Die Tierrechtsorganisation erstattet seit 2015 nach Bränden in Ställen Anzeige. Damit wolle die Organisation auf fehlende Brandschutzbestimmungen hinweisen, sagte Kainz MDR SACHSEN-ANHALT. Etwa 100 Anzeigen seien seit 2015 verschickt worden, vier davon nach Bränden in Sachsen-Anhalt. Juristische Folgen habe bislang keine der Anzeigen gehabt.

Tausende Tiere verbrannt

Bei dem Brand am Ostersonntag in Klein Wanzleben waren 2.000 Ferkel in den Flammen gestorben. Etwa 45.000 Tiere befanden sich am Sonntag in der Anlage. Vier der insgesamt neun Ställe hatten gebrannt. Ursache für das Feuer war den Ermittlern zufolge ein technischer Defekt an einer Lüftung. Brandstiftung konnte ausgeschlossen werden.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 25. April 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. April 2019, 19:47 Uhr

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10 Kommentare

27.04.2019 12:18 Sachse43 10

Als ob der Betrieb nicht schon genug Schaden hätte, kommen diese PETA Leute an, die in ihrem Leben noch nie was produktives geleistet haben.

26.04.2019 20:47 Bratwurschtfan 9

@ Martha, Martina, SINAMAUS: Ich hoffe ja innständigtst, daß Sie das nächste Steak, die nächste Bratwurscht welche Sie auf den Grill legen, nicht beim Discounter um die Ecke gekauft wurde. Ansonsten wären ihre Kommentare mehr als scheinheilig.
Sogar auf dem Grill sollte die Sau noch geehrt werden und wir deren Geschmack geniesen.
Schönes Wochenende
Ach der Sylter: Sie haben ja auf ihrer Insel unheimlich Erfahrung mit Fisch. Aber mit Wurscht und Wild? Kommen die Hirsche und Wildschweine jetzt über die "Deutsche Bucht" geschwommen?

26.04.2019 15:26 Sylter 8

@26.04.2019 11:23 Martina
Sie sollten auf Wild vom Jäger umschwenken. Artgerechter kann ein Tier bis zum Tod nicht leben.