Videos zum Stadtgeschehen Haldensleben: Aus dem Rathaus zu Youtube

Mario Köhne
Bildrechte: MDR/Olga Patlan

Haldensleben macht Öffentlichkeitsarbeit im Internet. Auf YouTube wird das "Haldensleben-Magazin" veröffentlicht. Das Team will informieren, unterhalten und berichtet aus der Stadt. Vor allem während des Corona-Lockdowns wurde YouTube zu einem wichtigen Kommunikationskanal.

Eine junge Frau mit Brille und ein Mann in Hemd stehen vor einem Werbeschild für Haldensleben vor der Kamera.
Die Moderatoren Vanessa Bohn und Lutz Zimmermann. Bildrechte: Stadt Haldensleben

Leicht poppige Gitarrenklänge, dazu der Schriftzug: "Das Haldensleben-Magazin". So beginnen die Videos, die seit Beginn der Coronavirus-Pandemie vom Team aus dem Rathaus produziert werden. In der ersten Ausgabe Anfang April sitzen die beiden Moderatoren Vanessa Bohn und Lutz Zimmermann noch etwas ungelenk auf schweren Ledersofas. Doch das ändert sich. In der Pfingst-Folge stehen sie an einem Stehtisch. Das wirkt deutlich lockerer.

Information, Unterhaltung und Kultur

Die Idee, Youtube-Videos zu produzieren, habe es im Rathaus schon länger gegeben, verraten Bohn und Zimmermann. Doch erst mit Beginn der Pandemie und den Einschränkungen für die Menschen sei das auch konkret umgesetzt worden. "Wir haben uns gefragt, wie wir unseren Bürgern nah sein können. Und dann haben wir gedacht, wir machen einen Video-Podcast, zeigen schöne Bilder aus Haldensleben, unterhalten die Leute und bringen ihnen Kultur – also das, was man jetzt nicht konsumieren kann", so Vanessa Bohn.

Das Projekt sei mit Mitteln aus der Verwaltung gestartet, ergänzt Zimmermann. Ganz unbedarft habe man damit begonnen. Entsprechend steil sei auch die Lernkurve gewesen. Und Bohn findet: "Von mal zu mal werden wir natürlich besser. Das erste Video war eben das erste Video. Und jetzt das letzte Video mit der Dokumentation über den Stadthof, die ist richtig gut geworden. Wir werden also immer besser.

Filme aus dem Rathaus und Berichte aus der Stadt

Für die Beiträge verlassen die beiden regelmäßig das Rathaus. In einer Episode wird länger mit der Leiterin des Tierheims in Satuelle gesprochen. Thema dort ist natürlich auch Corona – und wie sich Virus, Pandemie und Einschränkungen auf das Heim und vor allem auf die Tiere auswirken.

Eine junge Frau mit Brille und ein Mann in Hemd stehen vor einem Werbeschild für Haldensleben vor der Kamera.
Das Equipment steht im Rathaus zur Verfügung. Bildrechte: Stadt Haldensleben

In der Folge vor Pfingsten hat Zimmermann seinen Schreibtisch im Rathaus verlassen, eine orange Kluft angelegt, dem Stadthof geholfen und so viele neue Erkenntnisse gewonnen: "Das ist schon schön, auch mal in eine andere Rolle zu schlüpfen und dann im Prinzip durch die Bilder den Leuten etwas zu zeigen. In dem Fall, dass der oft unterschätzte Job beim Stadthof in der Grünanlagenpflege doch durchaus anstrengend sein kann."

"Kultur aus der Dose" bietet regionalen Künstlern die Möglichkeit, trotz Einschränkungen doch noch ein Publikum zu finden. Anfangs gab es Gesundheitstipps. Ein Trainer zeigte Sportübungen für zu Hause. Und dazu dann in jeder Folge Bilder aus Haldensleben oder einem Stadtteil. Da durfte das Schloss Hundisburg natürlich genauso wenig fehlen wie beispielsweise der Blick über Süplingen.

Und weil am Anfang der Coronavirus-Pandemie oberstes Gebot war, das Haus nicht zu verlassen, hatten Bohn und Zimmermann einen "Drin-Tipp" vorbereitet. Er ist mittlerweile durch einen "Draußen-Tipp" ersetzt worden.

Mehr als 500 Menschen abonnieren das Programm

Einige Youtube-Videos haben die Marke von 500 Zuschauern überschritten. Erfolgreicher sind die Clips in den sozialen Medien. Zimmermann berichtet, dass sich dort auch mal mehrere tausend Menschen das Magazin ansehen. "Das Feedback ist völlig überraschend gut", so der Stadtsprecher weiter. Deswegen wolle man auch solange weitermachen, wie man gelassen werde.

Mario Köhne
Bildrechte: MDR/Olga Patlan

Über den Autor Mario Köhne kommt gebürtig aus dem Emsland und arbeitet seit Anfang 2017 als freier Journalist bei MDR SACHSEN-ANHALT. Er ist für den Hörfunk in der Nachrichtenredaktion und als Reporter unterwegs. Für das Studio Magdeburg berichtet er regelmäßig aus dem Landkreis Börde. Er schreibt außerdem für mdrsachsenanhalt.de. Bevor er zu MDR SACHSEN-ANHALT kam, arbeitete er als Radiojournalist im niedersächsischen Lokalfunk. Seine Lieblingsorte in Sachsen-Anhalt sind Schloss Hundisburg mit dem alten Steinbruch und das Elbufer in Magdeburg.

Quelle: MDR/jh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 16. Juni 2020 | 08:30 Uhr

1 Kommentar

Andreas vor 18 Wochen

Man könnte das HALdensleben-MAgazin ja „HAL-MA“ nennen. :-) nur so ne Idee...

Mehr aus Landkreis Börde, Harz und Magdeburg

Mehr aus Sachsen-Anhalt