Gipfeltreffen Trotz Zwischenfällen: Die Brockenbahn soll weiter fahren

Gleich zweimal blieb die Brockenbahn zuletzt auf dem Weg nach oben stecken. Doch der Winterbetrieb steht trotzdem nicht zur Debatte – erklärten die Harzer Schmalspurbahnen jetzt nach einem Treffen auf dem Brockengipfel. Die Kommunikation mit den Fahrgästen müsse aber verbessert werden.

Der stellv. Aufsichtsratsvorsitzende der harzer Schmalspurbahnen, Matthias Jendricke, befreit ein HSB-Schild von Schnee.
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Harzer Schmalspurbahnen (HSB), Matthias Jendricke, befreit ein HSB-Schild von Schnee. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Der Winterbetrieb der Brockenbahn steht nicht zur Debatte. Das hat der Aufsichtsrat der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) am Donnerstag bei einem Treffen auf dem Brockengipfel klargestellt.

In den vergangenen Tagen waren zwei Züge auf dem Weg zum Brocken im Tiefschnee stecken geblieben und mussten mühsam freigeschaufelt werden. Festsitzende Passagiere wurden per Auto ins Tal gebracht.

Auf dem Brocken Fräsen, fleißige Helfer und ganz viel Schnee

Menschen kämpfen sich auf dem Brocken durch das schlechte Wetter.
Auch am Donnerstag herrschte auf dem Brocken wieder ungemütliches Wetter. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Menschen kämpfen sich auf dem Brocken durch das schlechte Wetter.
Auch am Donnerstag herrschte auf dem Brocken wieder ungemütliches Wetter. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Ein verschneiter Bagger auf dem Brocken.
Schweres Gerät war in letzter Zeit dort zu Gange. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Schneefräsen im Einsatz auf dem Brocken.
Schneefräsen gaben alles, um der Brockenbahn eine Weiterfahrt zu ermöglichen. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Arbeiter befreien Schienen vom Schnee.
Zweimal blieb die Brockenbahn zuletzt auf dem Weg nach oben stecken. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Der Aufsichtrat der Harzer Schmalspurbahnen auf dem Brocken: stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Jendricke, HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener, Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gaffert (v.l.n.r.)
Der Aufsichtsrat der Harzer Schmalspurbahnen – der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Jendricke, HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener und der Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gaffert – trafen sich am Donnerstag zur Beratung auf dem Brockengipfel. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Ein verschneites Schild "Eingeschränkter Winterdienst".
Das Ergebnis: Die Brockenbahn fährt weiter.


Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 17.01.2019 | 17:00 Uhr
Quelle: MDR/dg
Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
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Arbeiter befreien Schienen vom Schnee.
Auf dem Brocken mussten in letzter Zeit ordentlich geackert werden. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Der HSB-Aufsichtsratsvorsitzende, Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos), rief das Unternehmen auf, die Kommunikation mit den Kunden zu verbessern und Fahrgäste künftig eindringlicher vor Schlechtwetterlagen zu warnen.

Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Wichtig ist, sehr frühzeitig zu informieren, wie die Wetterlage auf dem Brocken ist, um dann auch deutlich zu machen, dass die Bahn nicht fährt oder den Passagieren deutlich zu machen: 'Macht Euch auf etwas gefasst, das nicht mit dem vergleichbar ist, was ihr im Vorland findet.'"

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Quelle: MDR/dg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 17. Januar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2019, 20:07 Uhr

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7 Kommentare

18.01.2019 11:27 Sylvio Neumeyer 7

Ich habe selbst am Samstag 12.01.2018 auf dem Brocken festgesessen. Die Kommunikation zwischen Kunden und Gästen war miserabel. Nach einiger Zeit wurden wir dann mit Kleinbussen nach Schierke gefahren. Dort wurden wir an einer Bushaltestelle abgesetzt. Wer zum Bahnhof will soll dahin laufen, das wurde so gesagt. Wir sind mit dem Bus bis Drei Annen Hohne gefahren, dort stand der Zug nach Nordhausen der auf uns gewartet hatte, und die Zugbegleiterin war entsetzt das wir nicht bist dahin gebracht worden.

18.01.2019 10:35 Sr.Raul 6

Nö, nicht mit dem Kunden sondern mit den "Wetterfröschen" hoch drom auffen Berg muss die Kommunikation verbessert werden und nach Deren Einschätzung der Lage wird entschieden ob gefahren wird oder nicht.

18.01.2019 10:32 Leser 5

Die Bahn sollte weder bei Schnee noch Sturm fahren. Dieses Hurra, wir sind Brocken, sollte Verantwortung gegenüber den Besuchern zeigen. Erst recht wollen Unbelehrbare da hoch, wenn der Wetterbericht Ungemach ankündigt. Aber es freut die Bahnbetreiber, finden sich genug Leute, die für die Fahrt fast 50 Euro ausgeben und der Brockenwirt seine Zimmer vermietet und viel Essen und Trinken ausschenkt. Von der Sicht ins Land ganz zu schweigen. Dann noch die Versicherung anklingeln, weil die Züge fahrlässig losgeschickt werden.

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