Dieb hinterlässt Botschaft Dach vom Modell des Magdeburger Doms wieder aufgetaucht

Erleichterung in Magdeburg: Das gestohlene Dach des Holzmodells des Magdeburger Doms ist wieder aufgetaucht. Der Dieb hat auch noch eine anonyme Botschaft hinterlassen.

Ein Holzmodell der Magdeburger Altstadt ohne Dom
Die Festungsanlage von Magdeburg um 1850 aus Eichenholz nachgebaut (Archivbild). Bildrechte: MDR/André Plaul

Das Anfang Mai gestohlene Dach vom Holzmodell des Magdeburger Doms ist wieder da. Die Hersteller und Betreiber des Modells – die Mitarbeiter der Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft AQB in Magdeburg – sind erleichert: Ein anonymer Anrufer hatte mitgeteilt, dass das Dach vom Dom bei der Gesellschaft vor der Tür steht. Als die AQB-Mitarbeiter das Holz-Modell vorfanden, lag auch noch ein Zettel bei. Auf dem anonymen Schreiben steht: "Hier ist euer Dom wieder! Wenn der so scheiß wichtig ist! SORRY".

Ein zerknüllter Zettel, auf einem Computer geschrieben.
anonymes Schreiben Bildrechte: AQB Magdeburg

Da hatte wohl jemand doch ein schlechtes Gewissen, freut sich AQB-Geschäftsführerin Alexandra Rießler. Sie hatte sich sehr geärgert, als Anfang Mai das Dach des Magdeburger Doms verschwunden war. Die gestohlenen Teile müssten nun repariert werden. Sie sind zum Glück nicht großartig beschädigt.

Festungsanlage von Magdeburg um 1850

Zwei Jahre hatten Mitarbeiter an dem Modell im Maßstab 1:100 gearbeitet. Die Beschäftigungsgesellschaft hatte 2009 die Festungsanlage von Magdeburg um 1850 aus Eichenholz nachgebaut. Es steht im freigelegten Bereich der Bastion Cleve und lockt Magdeburger und Touristen an. Die Bastion stellt den südöstlichen Abschluss der ehemaligen Festung Magdeburg dar.

Die Festungsanlage von Magdeburg um 1850 aus Eichenholz nachgebaut.
Anfang Mai wurde das Dach des Holz-Modells des Magdeburger Doms entwendet (Archivbild). Bildrechte: AQB Magdeburg

Quelle: MDR/jw,jr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. Mai 2019 | 17:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2019, 18:56 Uhr

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3 Kommentare

15.05.2019 19:36 Oswald 3

@1
Na klar, beim Dieb Danke sagen. Am besten noch den Kopf streicheln.. Wo kommen wir denn hin? Früher gab's welche an den Ballon...

15.05.2019 14:49 böse-zunge 2

Bei dem Wortlaut des Zettels von 'schlechtem Gewissen' reden zu wollen ... gewagt.
Das kann auch als trotzig (oder auch ohne erstes "t") verstanden werden.
Schon um an dieser Stelle präventiv (ja vorbeugen is nich so im Lande - eher hinterher regulieren) tätig zu werden - wäre es angeraten gewesen von Anlage auf der entwendet wurde bis Zettel und zurückgegebenem Dachaufbau das volle Spektrum kriminaltechn. Möglichkeiten abzuarbeiten.
"Nett" wäre gewesen, sich steuern zu können, 'richtig und falsch' bzw. 'mein und dein' nicht aus dem Bewusstsein zu verlieren - und danach zu handeln.

15.05.2019 09:23 marc 1

"Da hatte wohl jemand doch ein schlechtes Gewissen, freut sich AQB-Geschäftsführerin Alexandra Rießler. "

Sehe ich nicht so. Der Dieb oder die Diebin hat sich als nett und kooperativ erwiesen. Fr. Rießler kann doch froh sein, dass das Dach wieder da ist und sich mal dafür bedanken.