Fußball-Fans halten ein Plakat in die Höhe, das Mitgefühl mit dem schwerverletzten FCM-Fan Hannes ausdrückt.
Beim Freundschaftsspiel des 1. FC Magdeburg gegen den Hamburger SV hatten viele Menschen ihr Mitgefühl mit dem schwerverletzten 25-Jährigen ausgedrückt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ermittlungen nach Sturz aus Zug FCM-Fan: Entscheidende Videoaufnahme fehlt

 Fußball-Fans halten ein Plakat in die Höhe, das Mitgefühl mit dem schwerverletzten FCM-Fan Hannes ausdrückt.
Beim Freundschaftsspiel des 1. FC Magdeburg gegen den Hamburger SV hatten viele Menschen ihr Mitgefühl mit dem schwerverletzten 25-Jährigen ausgedrückt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bei den Ermittlungen zum Sturz eines FCM-Fans aus einer Regionalbahn bei Haldensleben hat die Polizei einen Rückschlag hinnehmen müssen. Wie ein Sprecher MDR SACHSEN-ANHALT bestätigte, zeigen die Videoaufnahmen aus dem Zug nicht die entscheidende Szene. Der Grund für das Fehlen der Aufnahmen ist noch unklar. Die Polizei will nun weitere Videoaufnahmen sichten.

Weil die Untersuchungen in dem Fall sehr umfangreich sind, ist inzwischen eine spezielle Ermittlungsgruppe gegründet worden. Sie besteht aus sieben Beamten der Polizeidirektionen Süd und Nord sowie der Bundespolizei. Sie sollen klären, wie es dazu kam, dass der Fan des 1. FC Magdeburg am vergangenen Wochenende aus der fahrenden Bahn herausfiel. Dabei hatte der 25-Jährige schwere Kopfverletzungen erlitten und liegt nun im Koma.

Der FCM-Fan soll von gewaltbereiten HFC-Anhängern bedroht worden sein, die auf der Rückreise vom Auswärtsspiel in Köln waren. Nach bisherigen Ermittlungen hatte das Opfer die Zugtür selbst geöffnet - ob bewusst oder aus Versehen, ist unklar. Die Deutsche Bahn teilte daraufhin mit, es sei nicht möglich, die Tür des Zuges während der Fahrt zu öffnen.

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2019, 17:54 Uhr

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22 Kommentare

09.10.2016 15:59 Shazia Celik 22

Jemanden fast umzubringen weil er den falschen Fan-Schal trägt, ist so unglaublich dumm, das ich mich frage, wie die Täter nach so etwas noch in den Spiegel gucken können. Außerdem frage ich mich langsam auch, ob die Vereine die enormen Kosten ihrer Risikospiele tatsächlich weiter auf uns SteuerzahlerInnen abwälzen können, während sie selber ein Milliardengeschäft betreiben!? Die Einsätze mit hunderten Beamten in jedem Bundesland an jedem Wochenende zahlen ausschließlich wir! Und das wegen ein paar frustrierten Deppen, die die Gewalt brauchen, weil sie sonst nichts im Leben haben.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT:
Wir haben einen Satz mit einer Beleidigung entfernt.

09.10.2016 13:32 Floh 21

Einfach nur sehr schade und sehr traurig, was so alles um die doch zweitschönste Sache der Welt passieren kann ... Ich hoffe auch weiterhin unbehelligt meine Fankleidung in der Öffentlichkeit (Zügen, Städten) zeigen zu können, ohne einmal einen solchen Vorfall mitzuerleben - unabhängig dessen wie intensiv nun die Auseinandersetzung und der Tathergang war ... Und da gebe ich @2 recht ... Ich freue mich immer wieder, wenn ich in Zügen mit anderen Fans ins Gespräch komme, ohne dass beleidigende Worte fallen müssen ... Beste Genesungswünsche aus Erfurt ... RWG ...

09.10.2016 08:48 Altmärker 20

Jetzt auf die HFC Fans loszugehen ist einfach nur ein verschliessen der Augen gegenüber der derzeitigen Situation. Auch in Reihen der Club Ultras gibt es solche Klappspaten. Es hätte auch einen Anhänger vom HFC, RBL... passieren können. Wo bleiben die Sanktionen der Vereine wenn die "Fans" durchdrehen? Keine Reaktionen der Vereine auf dem RB Hass... Dem Opfer wünsche ich gute Besserung!