Das Logo der AfD auf einem Flyer
Die AfD hat auf Kinderpornografie-Vorwürfe gegen ein Mitglied im Nordharz reagiert. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Nordharz Nach Kinderporno-Vorwürfen: AfD-Mitglied verlässt Partei

Ein AfD-Mitglied im Nordharz ist nach Kinderpornografie-Vorwürfen am Montag aus der Partei ausgetreten. Die AfD verlangt, dass der Beschuldigte auch sein Kommunalwahl-Mandat der Gemeinde Nordharz nicht annimmt.

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Die AfD hat auf Kinderpornografie-Vorwürfe gegen ein Mitglied im Nordharz reagiert. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Ein AfD-Mitglied im Landkreis Harz hat am Montag die Partei verlassen, nachdem auf seiner Festplatte Kinderpornografie gefunden wurde. AfD-Kreischef Christian Brandt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Beschuldigte habe in einem Zweizeiler seinen Parteiaustritt erklärt. Dieser sei bereits wirksam geworden.

Die AfD verlange aber auch, dass der Beschuldigte sein für die AfD gewonnenes Kommunalwahl-Mandat in der Gemeinde Nordharz nicht annimmt. Sollte er das Mandat nicht antreten, würde es unbesetzt bleiben. Die AfD hat keinen Kandidaten, der nachrücken könnte. Kreischef Brandt sprach von persönlichem Fehlverhalten des Beschuldigten und einem Imageschaden, der die AfD im Harz noch lange beschäftigen werde. Brandt hat auch AfD-Landeschef Martin Reichardt über den Vorfall informiert.

AfD hofft auf schnelle Ermittlungsergebnisse

Der Harzer AfD-Abgeordnete Mario Lehmann sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es sei derzeit nicht auszuschließen, dass die Kinderpornos durch Manipulation auf die Festplatte gelangt seien oder der Beschuldigte einen gebrauchten Datenträger erworben habe, auf dem das Material bereits vorhanden gewesen sei. Lehmann sagte, er hoffe, dass es im Interesse der Öffentlichkeit und des belasteten Betroffenen in den nächsten Tagen ein Ergebnis des Landeskriminalamts gebe.

Der AfD-Landesverband teilte am Montag mit, dass bis zur Urteilsverkündung eine Unschuldsvermutung bestehe. Landes- und Kreisvorstand seien sich jedoch einig, dass bei einer Verurteilung ein Parteiausschluss unausweichlich gewesen wäre. Dem sei der Beschuldigte mit dem Parteiaustritt zuvor gekommen.

Kinderpornografie auf Festplatte gefunden

Die Polizei hatte am Freitag im Nordharz im Zuge einer Hausdurchsuchung kinderpornographisches Material bei dem Verdächtigen gefunden. Zuvor hatte der 41-Jährige seine Festplatte zur Instandsetzung einem Studenten aus Wernigerode gegeben. Der war auf kinderpornographisches Material gestoßen und hatte daraufhin die Polizei informiert.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 24. Juni 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2019, 16:48 Uhr

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72 Kommentare

26.06.2019 15:25 Werner 72

Die Panik nimmt sichtbar pathologische Strukturen an, oder es ist die Wärme draußen, die zur Verwirrung und Gedächtnis-Totalausfällen führt. Viel trinken - aber keinen Alkohol, denn der dreht jetzt besonders schnell und viel. Bei mir läuft ne "Klima", und da darf ich - selbstverständlich nur nach Feierabend - Prost schon mal.

26.06.2019 12:31 Pattel 71

Für mich nicht nachvollziebar,das Parteiengeqatsche.
Unsere Mitmenschen sind so veranlagt zumindest ein teil.

26.06.2019 12:00 Mediator an Mikro(66) 70

Lieber Mikro, sie geben sich ja schon mit sehr wenig zufrieden um der AfD eine kompetente Arbeit zu bescheinigen. Was soll die Todesstrafe für Kinderschänder Partei denn sonst fordern als die Niederlegung des Mandats? Die angeblichen Saubermänner haben ja nicht nur einen Mandatsträger der von Kindersex träumt. Siehe ex AfD Vize Arpppe in MV der von engen Polöchern Zehnjähriger in Chats geschwärmt hat oder der saarländische AfD Politiker Johannes Biesel, der in einem Tweet äußert, dass er sich ärgern würde, wenn er beim Faschingstreiben statt an ein 14 jähriges Kind an eine 18 jährige geraten würde.

Sorry, bei mir stärkt das kein Vertrauen in die AfD sondern nur die Überzeugung dass sich unter dem Banner der Ausländerfeindlichkeit allerhand zwielichtige Gestalten gesammelt haben und das die AfD es nicht schafft zu verhindern, dass solche Leute es in Spitzenpositionen schaffen.

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