Feuerwehrgroßeinsatz nach einem Chemieunfall in Ilsenburg
Gut 180 Feuerwehrleute musten nach einem Chemie-Unfall in Ilsenburg ausrücken. Bildrechte: MDR/ Tom Wunderlich

Schwefelsäure ausgelaufen Großeinsatz nach Chemie-Unfall in Ilsenburg

Nach einem Chemie-Unfall im Harz waren am Sonntag rund 180 Feuerwehrleute im Einsatz. In der Nacht zum Sonntag war in einem Ilsenburger Gewerbegebiet Schwefelsäure ausgelaufen.

Feuerwehrgroßeinsatz nach einem Chemieunfall in Ilsenburg
Gut 180 Feuerwehrleute musten nach einem Chemie-Unfall in Ilsenburg ausrücken. Bildrechte: MDR/ Tom Wunderlich

Austretende Schwefelsäure hat in der Nacht zum Sonntag in Ilsenburg zu einem Feuerwehr-Großeinsatz geführt. Bei einer Havarie im Gewerbegebiet Bakenröder Straße waren zwischen 2.000 und 4.000 Liter Schwefelsäure ausgelaufen, erklärte Einsatzleiter Thomas Golinowski. Etwa 180 Spezialkräfte der Feuerwehr waren vor Ort, um die Säure einzudämmen. Am Nachmittag dann die Entwarnung: Die ätzende Chemikalie sei mit einem Bindemittel entfernt worden, hieß es von den Behörden

25 Mitarbeiter untersucht

Eine Sprecherin des Landkreises sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass 25 Mitarbeiter der betreffenden Firma vorsorglich in Krankenhäuser gebracht wurden. Alle seien wieder zu Hause. Niemand sei verletzt worden.

Weil es im Umkreis des Betriebs keine Wohnhäuser gibt, habe auch keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Dennoch seien die Menschen in Ilsenburg vorsorglich gebeten worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten, so Golinowski. Nach einigen Stunden wurde die Warnung aufgehoben.

Schwefelsäure ist stark ätzend. Sie wird unter anderem zur Herstellung von Dünger und Farbstoffen und auch in Autobatterien verwendet. Warum die Säure in dem Autozuliefererbetrieb ausgelaufen ist, wird derzeit noch untersucht.

180 Feuerwehrleute vor Ort ABC-Einsatz in Ilsenburg

Feuerwehr-Großeinsatz in Ilsenburg: Bei einem Autozulieferer war am Sonntagmorgen Schwefelsäure ausgelaufen.

Feuerwehrgroßeinsatz nach einem Chemieunfall in Ilsenburg
Die Feuerwehr musste am Sonntagmorgen in Ilsenburg zu einem Großeinsatz ausrücken. Bildrechte: MDR/ Tom Wunderlich
Feuerwehrgroßeinsatz nach einem Chemieunfall in Ilsenburg
Die Feuerwehr musste am Sonntagmorgen in Ilsenburg zu einem Großeinsatz ausrücken. Bildrechte: MDR/ Tom Wunderlich
Feuerwehrgroßeinsatz nach einem Chemieunfall in Ilsenburg
Bei einem Autozulieferer war Schwefelsäure ausgelaufen. Einsatzleiter Thomas Golinowski sprach von 2.000 bis 4.000 Litern. Zudem seien giftige Dämpfe ausgetreten. Bildrechte: MDR/ Tom Wunderlich
Feuerwehrgroßeinsatz nach einem Chemieunfall in Ilsenburg
Deshalb wurde auch das ABC-Team der Feuerwehr eingesetzt. Bildrechte: MDR/ Tom Wunderlich
Menschen in Schutzanzügen bei ABC-Einsatz
Mit Hilfe von Bindemitteln wurde die Chemikalie aufgesaugt. Die Ursache für das Auslaufen der Säure ist noch unklar. Bildrechte: MDR/ Tom Wunderlich
Feuerwehrgroßeinsatz nach einem Chemieunfall in Ilsenburg
Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Einsatzleitung nicht. Trotzdem habe man in den Morgenstunden sicherheitshalber dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Bildrechte: MDR/ Tom Wunderlich
Feuerwehreinsatz Ilsenburg
Insgesamt waren etwa 180 Feuerwehrleute im Einsatz. 25 Mitarbeiter des Unternehmens wurden untersucht und konnten anschließend nach Hause.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 04.08.2019 07:00 Uhr

Quelle: MDR/olei
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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 04. August 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. August 2019, 19:49 Uhr

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