Studierende der Hochschule Harz haben das Spielkonzept zu "nGlow" entwickelt.
Studierende der Hochschule Harz haben das Spielkonzept zu "nGlow" entwickelt. Bildrechte: MDR/UniGlow

Hochschule Harz Studierende für Deutschen Computerspielpreis nominiert

Der Deutsche Computerspielpreis gehört zu den wichtigsten Förderpreisen für Spiele, die in Deutschland entwickelt werden. Insgesamt wird an die Nominierten ein Preisgeld in Höhe von 560.000 Euro vergeben. Zum ersten Mal in diesem Jahr mit dabei: Ein Team der Hochschule Harz mit seinem Konzept für das 3D-Puzzle-Spiel "nGlow".

Studierende der Hochschule Harz haben das Spielkonzept zu "nGlow" entwickelt.
Studierende der Hochschule Harz haben das Spielkonzept zu "nGlow" entwickelt. Bildrechte: MDR/UniGlow

"Ich musste drei Mal schauen, bevor die Info durchgedrungen ist. Ich war voller Freude und total aus dem Häuschen", erinnert sich Projekt-Managerin Melanie Ramsch an die Bekanntgabe der Nominierten. Gemeinsam mit sieben Kommilitonen hat sie das Spielkonzept für "nGlow" an der Hochschule Harz entwickelt. Damit spiegelt sie die Stimmung des gesamten Teams wider, mit einer Nominierung gerechnet hatte es nicht.

Gemeinsam treten die Teammitglieder in der Kategorie "Nachwuchspreis (mit Konzept)" gegen zwei Konkurrenten an. Ein Team kommt von der Hochschule Wirtschaft und Technik Berlin, das andere von der Carl-Hofer Schule in Karlsruhe. Der Erstplatzierte erhält für die Entwicklung seines Spiels 35.000 Euro, der zweite 15.000 Euro. Am 10. April verkündet die Jury auf der dazugehörigen Gala in München die Entscheidung. Sollte "nGlow" ein Preisgeld erhalten, wollen die Studierenden des Masters "Medien- und Spielekonzeption" es für die Produktion, sogenannte "Assets", die innerhalb des Spiels als Elemente gebraucht werden, und für Hardware verwenden.

"nGlow": Das Spiel mit Licht und Schatten

Das nominierte Konzept lässt den Spieler in eine Welt eintauchen, in der er mit Hilfe von Tag und Nacht Rätsel lösen muss. In welcher Tageszeit er sich dabei befindet, kann er selbst bestimmen. "Wir hatten zunächst zwei Ideen. Bei dem einen ging es um ein mystisches Spiel mit Leuchtelementen, bei dem anderen darum, durch Drehung eines Planeten einer Energiespur zu folgen", erklärt Melanie Ramsch. Beides haben sie kombiniert und innerhalb von viereinhalb Monaten ausgearbeitet. "Das Team hat die schöne Grundidee mit dem Spiel von Licht und Schatten extrem gut ausgearbeitet. Das Design, der Charakter, Mechaniken, Sounds und Co. – das passt perfekt zusammen", sagt Professor Dominik Wilhelm. In seinem Kurs "Game Development" haben die Studierenden das Ganze entwickelt.

Ob sie gegen die zwei Konkurrenten eine Chance haben? "Auf jeden Fall. Natürlich ist die Konkurrenz ebenfalls stark, sonst wären sie nicht unter die besten drei gekommen. Aber ich bin da optimistisch", so Wilhelm. Mit "nGlow" ist die Hochschule Harz zum ersten Mal beim Deutschen Computerspielpreis nominiert. Neben ihrer Kategorie gibt es 13 weitere, in denen beispielsweise große Gamestudios wie Ubisoft oder Nintendo of Europe um die besten Plätze kämpfen.

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Quelle: MDR/jd

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 20. März 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. März 2018, 14:41 Uhr

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