Regionalladen in Ilsenburg Einkaufen in Wohnzimmeratmosphäre

Claudia Kemmerling betreibt in Ilsenburg im Harz einen Regionalladen. In Wohnzimmeratmosphäre können dort Einheimische und Touristen regionale Produkte einkaufen. So bunt wie Kemmerlings Leben ist auch ihr Laden.

Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
Ihre tägliche Arbeit im Laden bezeichnet Claudia Kemmerling als Arbeiten in Wohnzimmeratmosphäre. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Für viele Dinge muss man auf dem Land lange Wege zurücklegen. Für Ärzte zum Beispiel oder auch für ganz alltägliche Sachen wie den Lebensmitteleinkauf. Früher hatte jeder noch so kleine Ort seinen eigenen Dorfkonsum. Heute sind diese häufig durch große Supermarktketten verdrängt worden. Aber es gibt ihn noch: den kleinen Tante-Emma-Laden um die Ecke, der nicht nur Lebensmittel bietet.

Ich bin viel gereist und habe gesehen, dass in anderen Kulturen und anderen Ländern die Arbeit gelebt wird. Man lebt in seinem Laden: essen, trinken, die ganze Familie ist mit da.

Claudia Kemmerling

Ein Einkaufsladen als Begegnungsort

Claudia Kemmerling betreibt einen Regionalladen in Ilsenburg im Harz. In Wohnzimmeratmosphäre kaufen Einheimische wie Touristen frisches Obst und Gemüse in Bio-Qualität aus Dingelstedt, Käse aus Westerhausen, Marmelade aus Schladen oder Wild aus dem Nationalpark Harz.

Sie kennt all ihre Produzenten höchstpersönlich. So auch Christian Niehoff, der regelmäßig frisches Wild vorbeibringt. Außerdem hat der Jäger immer etwas zum Verkosten dabei: zum Beispiel neuen Kochschinken.

Einkaufen in Wohnzimmeratmosphäre

Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
Claudia Kemmerling betreibt den "Ilsenburger Laden" im Harz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
Claudia Kemmerling betreibt den "Ilsenburger Laden" im Harz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
Einheimische und Touristen können dort frisches Obst und Gemüse in Bio-Qualität aus Dingelstedt einkaufen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
Käse aus Westerhausen und Marmelade aus Schladen hat sie ebenfalls im Sortiment. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
Und sie bietet Wild aus dem Nationalpark Harz an. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
Die Lebensmittel sind weitesgehend unverpackt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
Die 56-Jährige hat viele Jahre ein Aussteigerleben geführt. Bis sie im Harz sesshaft wurde. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
So bunt wie Kemmerlings Leben ist auch ihr Laden. Voll von Dingen, die sie in Spanien, Ecuador oder Nepal kennengelernt hat. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
Diana Schacht kauft regelmäßig bei Claudia Kemmerling ein: "Es ist ein Laden, wo viel Begegnung stattfindet." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Regionalladen in Ilsenburg im Harz
Für den Jäger Christian Niehoff ist der Ilsenburger Laden wichtig: "Das ist ein Laden, wo wir tatsächlich unsere Waren los werden. Alle sind dankbar und freuen sich."

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 10.01.2020 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/jr
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Die Lebensmittel werden weitgehend unverpackt angeboten, zum Sehen, Riechen und Anfassen. Stammkunden bringen ihre Jutebeutel mit. Das Angebot im Laden umfasst noch einiges mehr: Bücher, Schmuck, Kleidung und Klangschalen aus Nepal und Ilsenburger Kunstguss.

Ihr Laden ist so bunt wie ihr Leben

In dem "Ilsenburger Laden" soll der Kunde gemütlich und entspannt einkaufen können: Für Alt-Hippie Claudia, gebürtig aus der Eifel, gehören dazu eben auch die Klangschalen.

Ich habe noch nie eine Stadt erlebt, in der die Leute einen durchweg so gut und herzlich aufgenommen haben.

Claudia Kemmerling

So bunt wie Kemmerlings Leben ist auch ihr Laden. Voll von Dingen, die sie in Spanien, Ecuador oder Nepal kennengelernt hat. Die heute 56-Jährige hat viele Jahre ein Aussteigerleben geführt. Bis sie im Harz sesshaft wurde.

Quelle: MDR/jr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 10. Januar 2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2020, 16:01 Uhr

1 Kommentar

part vor 5 Wochen

Zum Erhalt und zur Förderung solcher>> Tante- Emma- Läden << sollte es bundesweit nicht nur eine fiskalische Teilbefreiung sondern auch Förderung aus Fördertöpfen geben, wenn möglich vom Bund. Postfilialie, Kiosk, Fahrkartenverkauf u. a. könnten das Bild abrunden, von dem heutige Lädchen kaum existieren können, die aber notwendig sind um die Abwanderung vom Land zu begrenzen. Wenn dann noch regionale Erzeuger ihre Erzeugnisse im Verbund mit vermarkten könnten um so besser. Alle Bundesländer möchten touristischen Besonderheiten prahlen, doch gänzliche Abgeschiedenheit und übergroße Windräder sind ausladent.

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