Demonstranten mit Transparenten auf dem Marktplatz in Quedlinburg
Knapp 40 Teilnehmer hatte die Protestaktion auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Innenministerkonferenz Protest in Quedlinburg gegen Ankerzentren

Die Innenministerkonferenz tagt zur Zeit in Quedlinburg. Am Donnerstag wurden die Minister von einer lautstarken Protestkundgebung begrüßt. Das Motto der Aktion: "Anker lichten – Bleiberecht, volle Kraft voraus!"

Demonstranten mit Transparenten auf dem Marktplatz in Quedlinburg
Knapp 40 Teilnehmer hatte die Protestaktion auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

In Quedlinburg hat es am Donnerstag eine Protestaktion gegen die Einrichtung von Ankerzentren für Flüchtlinge gegeben. Dazu aufgerufen hatte unter anderem die Organisation "Jugendliche ohne Grenzen". Die Aktivisten wollen damit Druck auf die Teilnehmer der Innenministerkonferenz ausüben, die in Quedlinburg tagt.

Rola Saleh, Sprecherin der Organisation, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man fordere von der Bundesregierung, für Jugendliche andere Lösungen zu finden als Ankerzentren und ein Bleiberecht für alle. Die Demonstration hatte knapp 40 Teilnehmer. "Jugendliche ohne Grenzen" ist ein Zusammenschluss junger Geflüchteter und ihrer Unterstützer aus ganz Deutschland.

Demonstration auch in Halle

Bereits Mittwoch hatten rund 350 Aktivisten in Halle gegen den Bau von Ankerzentren protestiert. Zu der Demonstration hatten noch weitere Organisationen aufgerufen, darunter der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der Polizei war bei der Demo alles friedlich geblieben. An einer Gegendemonstration nahmen rund 25 Personen teil. Auch dabei blieb es weitgehend friedlich.

Halle ist Veranstaltungsort einer Jugendkonferenz unter dem Motto "Anker lichten – Bleiberecht, volle Kraft voraus!", die ein Aktionsprogramm parallel zur laufenden Innenministerkonferenz zusammengestellt hat. Die Demonstration am Donnerstagvormittag in Quedlinburg war ein Teil davon.

Demonstranten mit Transparenten auf dem Marktplatz in Quedlinburg
Transparente auf dem Marktplatz in Quedlinburg. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

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Quelle: MDR/mg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 07. Juni 2018 | 13:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Juni 2018, 16:43 Uhr

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57 Kommentare

09.06.2018 17:35 Beobachter 57

Ex-Thüringerin:
Die Übergriffe auf junge Frauen durch Migranten haben ihre Ursache in den frauenfeindlichen archaischen Kulturen, aus denen sie kommen. In der Krone-Zeitung stand, dass ein Vergewaltiger aus Afghanistan vor Gericht auf die Frage nach dem warum erklärte, es war doch nur eine Frau.

09.06.2018 16:51 Karl-Heinz 56

Ich wat vor Ort und musste gezwungener Maßen alles mitbekommen.
Generell: Proteste und Diskussionen sind gut und nötig.
Aber nicht, wie in QLB geschehen, mit Megafon und eingeübten Schlagwörtern. Schon der normale Herr sah mit dem Megafon nicht gerade vertrauenserweckend aus. Und als dann eine der betroffenen Damen dadurch sprach war, obwohl laut genug, einfach kein Wort zu verstehen. Doch alle anderen 20-30 wussten trotzdem was sie schreien sollten. Das sah jedenfalls genau so aus. Eingeübt und auf Zeichen dann...
Wer genau zuhörte (Ich war nur ein paar Meter entfernt) bemerkte das nicht mal alle dieser "Teilnehmer" überhaupt Deutsch konnten. Aber Bleiberecht einfordern wollen.

Nein. Für mich sieht Diskussion zu wichtigen Themen völlig anders aus.
Mal abgesehen davon das eine Volkswirtschaft solche Forderungen auch verkraften muss. Zumal es genug hilfebedürftige in Deutschland gibt.

09.06.2018 11:18 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 55

@ 46:
Es ist schon sehr offensichtlich, wer genau hier intolerant ist.