Landesfest ab 31. Mai Wie sich Quedlinburg auf den Sachsen-Anhalt-Tag vorbereitet

Es dauert keine sechs Wochen mehr, bis in Quedlinburg der Sachsen-Anhalt-Tag eröffnet wird. Die Vorbereitungen laufen, das Fest wird eine logistische Herausforderung. Punkten will die Stadt vor allem mit ihrem Welterbe.

Marktplatz Quedlinburg mit Kirche St. Blasii und Fachwerkhäusern.
Der Marktplatz von Quedlinburg ist malerisch schön. (Archivfoto) Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

In der Welterbestadt Quedlinburg laufen die Vorbereitungen für den Sachsen-Anhalt-Tag. Schließlich dauert es nur noch rund sechs Wochen, bis am 31. Mai das Landesfest Sachsen-Anhalts eröffnet wird. Und weil es 2018 keinen Sachsen-Anhalt-Tag gab, ist die Freude bei so manchem doppelt groß. Auch Quedlinburgs Oberbürgermeister Frank Ruch (CDU) freut sich auf das, was der Stadt da bevorsteht.

Eine Gasse mit Fachwerkhäusern in Quedlinburg
Quedlinburg ist bekannt für seine historischen Fachwerkhäuser. Bildrechte: MDR/Florian Leue

Und natürlich, daran lässt der Rathauschef gar keinen Zweifel, will Quedlinburg sich von seiner besten Seite präsentieren. "Wir firmieren ja unter den drei Ws", sagt Ruch. "Wirtschaft. Welterbe. Wohlfühlen. Es gibt bei uns keine wirtschaftliche Entwicklung ohne das Welterbe. Und das Welterbe kann nicht ohne wirtschaftliche Entwicklung", betont Ruch. Ihm sei deshalb wichtig, Quedlinburgs Welterbe-Titel in den Mittelpunkt zu stellen. Dafür dürfte allein wegen der historischen Fachwerkhäuser gesorgt sein.

Wenig überraschend also, dass der Sachsen-Anhalt-Tag vom 31. Mai bis 2. Juni unter dem Motto "Welterbe. Weltoffen. Willkommen." stehen wird. Und obwohl die Stadt nicht zuletzt wegen ihres Welterbe-Titels Besuchermassen gewöhnt ist: Der Sachsen-Anhalt-Tag wird eine Herausforderung. Rund 150.000 Gäste erwarten die Planer an den drei Festtagen. Das ist eine Dimension, die – so viel ist im Rathaus klar – nicht ohne ist.

12.000 Parkplätze auf dem Acker

Der städtische Wirtschaftsförderer Henning Rode spricht deshalb auch davon, dass Parkplätze für die Besucher nach seinem Wissen zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt nach außerhalb verlagert werden – also "auf den Acker", wie Rode sagt. Etwa 12.000 Parkplätze plus X seien geplant, sagt Rode. Die Vorbereitungen laufen.

Trotzdem: Natürlich freut sich nicht jeder Quedlinburger auf das Fest. Eine solch große Veranstaltung auszurichten, bedeutet naturgemäß Einschränkungen für Anwohner. Straßen werden gesperrt, Parkplätze fallen weg. Am ersten Juni-Wochenende wird in der Stadt Ausnahmezustand herrschen.

Die Stadtverwaltung in Quedlinburg hofft allerdings, vom Besucherzustrom zu profitieren. Schließlich sind auch Touristen aus Sachsen-Anhalt immer willkommen in der Welterbe-Stadt.

Sachsen-Anhalt-Tag nur noch alle zwei Jahre Seit 1996 war der Sachsen-Anhalt-Tag jedes Jahr in einer anderen Stadt ausgerichtet worden. Damit ist seit 2017, als in der Lutherstadt Eisleben gefeiert wurde, Schluss – und zwar aus Kostengründen. Darauf hatte die Landesregierung sich 2017 geeinigt, nachdem die Hansestadt Tangermünde als Ausrichter für das Landesfest 2018 abgesprungen war.

Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 20. April 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. April 2019, 15:04 Uhr

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