Zehn Prozent mehr Fahrgäste Rekordumsatz bei den Harzer Schmalspurbahnen

Die Harzer Schmalspurbahnen hatten 2018 mehr Umsatz und mehr Fahrgäste als je zuvor. Trotzdem sollen ab Freitag die Ticketpreise steigen, weil das Unternehmen für 2019 viele Investitionen geplant hat. Außerdem wird Personal gesucht.

Mit 14 Millionen Euro haben die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) 2018 den nach eigenen Angaben größten Umsatz der Unternehmensgeschichte eingefahren. Mehr als 1,1 Millionen Reisende seien im vergangenen Jahr mit Brocken-, Harzquer- oder Selketalbahn sowie den verschiedenen Sonderzügen gefahren, hieß es am Mittwoch. Wie das Unternehmen mitteilte, sind das zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Fahrten mit den Schmalspurbahnen werden ab Freitag erneut teurer. Laut HSB kostet dann beispielsweise eine Hin- und Rückfahrt mit der historischen Brockenbahn 45 statt 43 Euro. Gleichzeitig soll es vergünstigte Online-Tickets geben.

Viele Investitionen für 2019

HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener begründete die steigenden Preise gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT damit, dass die Gleise, Anlagen und zum Teil historischen Fahrzeuge aufwendig erhalten werden müssen. Außerdem seien in diesem Jahr mehrere Neuerungen geplant: 1.500 Meter Gleise und zwei Brücken sollen erneuert sowie mehrere Bahnübergänge umgestaltet werden. Mit dem Bau der gläsernen Werkstatt, die in Wernigerode entstehen soll, will Wagener noch 2019 beginnen. Außerdem will die HSB in ein Kollisionswarnsystem investieren.

Die HSB betreibt im Harz mit 140,4 Kilometern das längste zusammenhängende Schmalspurstreckennetz Deutschlands. Aktuell arbeiten 260 Männer und Frauen für das kommunale Bahnunternehmen. Allerdings gibt es einige offene Stellen. Gesucht werden laut HSB-Chef Wagener die "klassischen Eisenbahnerberufe": Zugführer, Schaffner, Heizer, Kesselwärter, Triebwagenführer und Dampflokführer.

Quelle: MDR/aso

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 27. Februar 2019 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2019, 17:39 Uhr

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6 Kommentare

28.02.2019 22:19 Dorfbewohner 6

“Stefan 5

...Man lässt sich halt gern in die Viehwagen verfrachten. Wer Natür pur erleben will lässt sich nicht auf High-Heels den Berg hoch fahren. Nur um sagen zu können: ich war auch schon auf dem Brocken…”

Wir sind schon etwas älter, kommen aus südlicher Richtung und steigen in Nordhausen mit dem Ziel 'Brocken’ ein. Betrachte ich unter diesem Aspekt Ihre wörtliche Äußerung und wollte es hier kommentieren, so wäre es ein sinnloses Unterfangen. Kein einziges Wort käme auch nur durch die Vorbemerkungen der hiesigen Netiquette, höflich ausgedrückt.

28.02.2019 14:07 Stefan 5

Auf Gedeih und Verderben...
muss Umsatz eingefahren werden.
Es ist nicht mehr zeitgemäss bei den Diskussionen die um Autofahren gefűhrt werden, warum so eine stinkende, NOX und Kohlenmonoxid ausstossende Lok überhaupt noch durch die Harzbotanik rauschen muss. Klar, überteuertes Angebot und Nachfrage, beides vorhanden. Man lässt sich halt gern in die Viehwagen verfrachten. Wer Natür pur erleben will lässt sich nicht auf High-Heels den Berg hoch fahren. Nur um sagen zu können: ich war auch schon auf dem Brocken...

28.02.2019 05:23 optinator 4

Wer gut zu Fuß ist sollte die Natur so erkunden. In ganz bequemen 5 -- 6 Stunden ist man auf den Brocken und zurück.
Und so anstrengend ist es nicht.
Die Bahn ist etwas für Menschen die wirklich nicht mehr mobil sind.
Abgesehen vom Preis, der ja nun wieder steigt, ist das bei vollen Zügen nicht die Art von Entspannung die der Tourist sucht.

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