Eine Schneefräse auf dem tief verschneiten Brockengipfel.
Der tief verschneite Brockengipfel am Dienstagnachmittag. Mehr als 80 Zentimeter Schnee lagen dort. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Schnee im Harz Behinderungen durch glatte Straßen – Brockenbahn steckt weiter fest

Im Harz sorgen Straßenglätte und Schnee zum Teil für Behinderungen. Am Mittwochmorgen stellten sich bei Wendefurth, Mägdesprung und in Hasselfelde Lkw quer. Die Unwetterwarnung für den Oberharz wurde aufgehoben. Für Teile des Harzes gelten jedoch weiterhin Warnungen vor Sturmböen, Schneefall und Schneeverwehungen. Warnungen gibt es auch für den Rest des Landes.

Eine Schneefräse auf dem tief verschneiten Brockengipfel.
Der tief verschneite Brockengipfel am Dienstagnachmittag. Mehr als 80 Zentimeter Schnee lagen dort. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Im Harz haben Schnee und Straßenglätte am Mittwoch zum Teil für Behinderungen gesorgt. Auf der B81 bei Wendefurth, B185 bei Mägdesprung und B242 auf der Ortsdurchfahrt Hasselfelde stellten sich am Morgen mehrere Lkw quer. Auch auf der B27 zwischen Elbingerode und Königshütte sorgte Schnee für Probleme.

Eine Unwetterwarnung hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) aufgehoben, für Teile des Harzes gelten jedoch noch bis zum Donnerstag amtliche Warnungen vor Schneefall, Schneeverwehungen und schweren Sturmböen. Erst am Dienstag war ein Zug der Harzer Schmalspurbahnen auf dem Weg zum Brocken im Schnee steckengeblieben.

Bis zum Mittwochabend konnte die Brockenbahn noch nicht komplett aus der Schneewehe befreit werden. Nach Unternehmensangaben haben Mitarbeiter den ganzen Tag versucht, Gleise und Bahnübergänge von Schnee zu befreien sowie Zugmaschine und drei Waggons freizuschaufeln. Laut Unternehmenssprecher Bahnsen zieht sich die Befreiungsaktion jedoch bis Donnerstag. Ein regulärer Bahnbetrieb zum Gipfel und zurück sei solang noch nicht möglich.

Schneegestöber Eingeschneit: Brockenbahn-Befreiung dauert an

Die im tiefen Schnee versunkene Brockenbahn
Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn hat sich am Dienstag auf dem Weg zum Gipfel des Brockens in einer Schneeverwehung festgefahren. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Die im tiefen Schnee versunkene Brockenbahn
Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn hat sich am Dienstag auf dem Weg zum Gipfel des Brockens in einer Schneeverwehung festgefahren. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Die im tiefen Schnee versunkene Brockenbahn
Auch am Tag danach war das Unternehmen noch dabei, einen Teil des Zuges zu befreien. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Die im tiefen Schnee versunkene Brockenbahn
Unternehmenssprecher Dirk Bahnsen sagte MDR SACHSEN-ANHALT, seit dem frühen Mittwochmorgen waren Mitarbeiter mit der Schneefräse im Einsatz. Bis zum Abend konnte der Zug noch nicht komplett aus der Schneewehe befreit werden.  Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Die im tiefen Schnee versunkene Brockenbahn
Die Lok und drei Waggons sollen nacheinander ausgegraben und einzeln vom Berg heruntergefahren. Die Mitarbeiter müssen dafür auch Bahnübergänge und Gleise von Schnee befreien. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Die im tiefen Schnee versunkene Brockenbahn
Laut Sprecher Bahnsen dauert die Aktion noch bis mindestens Donnerstag. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Schnee ist in ein Zugabteil der Brockenbahn eingedrungen
Ein zweiter Teil des Zuges konnte bereits am Dienstag befreit werden. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Die im tiefen Schnee versunkene Brockenbahn
Den Angaben der Schmalspurbahn zufolge hatte eine Ersatzlok aus dem Tal eine Schneefräse bergauf geschoben, um den Weg freizuräumen. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Die im tiefen Schnee versunkene Brockenbahn
Die Ersatzlok habe dann den einen Zugteil mit allen Passagieren, die sich zum Zeitpunkt in dem festgefahrenen Zug befanden, ins Tal gebracht, erklärte Sprecher Bahnsen. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Der eingeschneite Brocken-Bahnhof.
Die Schneedecke auf dem Brocken wuchs laut Deutschem Wetterdienst binnen eines Tages von 75 auf 103 Zentimeter. Kräftiger Wind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 126 Kilometern pro Stunde führte zu bis zu zwei Meter hohen Schneeverwehungen.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 09.01.2019 | 8:00 Uhr

Quelle: MDR/cw
Bildrechte: Danilo Hartung
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Im ganzen Land: Warnung vor Glätte und leichtem Schneefall

Für den Kreis Mansfeld-Südharz galten bis zum Mittag Warnungen vor Windböen und leichtem Schneefall. Oberhalb von 400 Metern wird bis Donnerstagmittag vor Schneefall gewarnt – 30 bis 40 Zentimeter könnten laut DWD liegenbleiben. Zudem wird es glatt. Ganz im Süden von Sachsen-Anhalt gelten auch für den Burgenlandkreis Warnungen bis zum Donnerstag. Dort könnte es glatt werden und 15 Zentimeter Schnee liegenbleiben. Im Rest von Sachsen-Anhalt warnt der Wetterdienst flächendeckend vor Glätte und leichtem Schneefall.

Auf der B190 zwischen Kläden und Binde in der Altmark verunglückte in der Nacht zu Mittwoch ein Traktorfahrer. Laut Polizei fuhr er gegen einen Baum und kippte um. Für die Bergungsarbeiten war die Bundesstraße in dem betreffenden Abschnitt bis etwa 9 Uhr gesperrt. Diesel sei ebenfalls ausgelaufen.

In der Nacht zum Freitag wird es sehr frostig, da kann es noch einmal glatt werden.

Diana Weise MDR Wetterstudio

Das MDR Wetterstudio sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass der Schnee in Sachsen-Anhalt kaum liegenbleiben wird. Am Freitag käme jedoch noch ein Schneefallgebiet. "In der Nacht zum Freitag wird es sehr frostig, da kann es noch einmal glatt werden. Aber tagsüber wird es am Freitag wieder milder bis 7 Grad Celsius. Da geht der Schnee in Regen über", so Diana Weise vom MDR Wetterstudio. Der Winter hält sich demnach nur in den Bergen.

Aktuelle Temperaturen in Sachsen-Anhalt

Quelle: dpa, MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 09. Januar 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Januar 2019, 11:32 Uhr

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1 Kommentar

09.01.2019 12:23 INFO 1

Schnee im Winter und dann noch in Bergen geht gar nicht. Damit konnte niemand rechnen und die Erfolgsmeldung seit 1970: DER WINTERDIENST HAT ALLES IM GRIFF wenn nichts mehr geht erfreut alle im chaos frierend stecken gebliebenen.

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