Wegeleben im Landkreis Harz 18 Menschen bei Unfall mit Schulbus verletzt

Aufregung am Dienstagmorgen in Wegeleben im Landkreis Harz: Beim Zusammenstoß eines Lkw mit einem Schulbus sind 18 Menschen verletzt worden. Die Kinder waren auf dem Weg in die Sekundarschule in Schwanebeck, als der Unfall passierte. Schon länger gilt die Kreuzung als Unfallschwerpunkt. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Vorharz sieht den Unfall als Anlass, erneut über einen Kreisverkehr nachzudenken.

Bei einem Unfall mit einem Schulbus sind am Dienstagmorgen 18 Menschen leicht verletzt worden – 17 Kinder und der Busfahrer. Das hat ein Polizeisprecher MDR SACHSEN-ANHALT an der Unfallstelle gesagt. Demnach war in Wegeleben im Landkreis Harz ein Lkw mit dem Bus zusammengestoßen. Der Unfall habe sich gegen 6:55 Uhr ereignet.

Lkw hat einen Unfall mit einem Schulbus. Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort.
Der Zusammenstoß ereignete sich am Morgen an einer abbiegenden Hauptstraße in Wegeleben. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Lkw hat einen Unfall mit einem Schulbus. Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort.
Der Zusammenstoß ereignete sich am Morgen an einer abbiegenden Hauptstraße in Wegeleben. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Lkw hat einen Unfall mit einem Schulbus. Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort.
Der Lkw kam aus dem Abzweig in Richtung Dittfurt. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Rettungswagen
Laut Ermittlungen übersah der Laster den Schulbus. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Lkw hat einen Unfall mit einem Schulbus. Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort.
Der Schulbus wurde seitlich erfasst und kam erst auf der entgegengesetzten Fahrbahn zum Stehen. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Lkw hat einen Unfall mit einem Schulbus. Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort.
17 Schulkinder und der Busfahrer wurden durch die Kollision verletzt. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Bus nach einem Unfall
Alle Seitenscheiben gingen zu Bruch. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Bus nach einem Unfall
Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die unverletzten Kinder wurden mit einem Ersatzbus in die Schule gebracht. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Bus nach einem Unfall
Noch am Morgen wurden die Unfalldaten aufgenommen und die Unfallstelle geräumt. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Lkw hat einen Unfall mit einem Schulbus. Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort.
Gegen 10 Uhr konnte die Kreuzung wieder freigegeben werden.

Quelle: MDR/ap

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 04.09.2018 | 08:00 Uhr
Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
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Lkw-Fahrer übersah offenbar den Bus beim Abbiegen

Dem Polizeisprecher zufolge war der Lkw dem Bus an einer Kreuzung in die Seite gefahren. Die gesamte Seite des Schulbusses sei bei dem Unfall eingedrückt worden, hieß es. Die Scheiben seien herausgesprungen. Noch am Morgen wurde der Unfall aufgenommen und die Unfallstelle geräumt. Laut Polizei wurden die Fahrtenschreiber beider Fahrzeuge sichergestellt. Bei dem Lkw handelte es sich dem Sprecher zufolge um einen mit Kies beladenen Sattelschlepper.

Bus nach einem Unfall
Der Schulbus wurde seitlich eingedrückt und schwer beschädigt. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Ersten Ermittlungen zufolge übersah der Fahrer des 40-Tonners den Schulbus beim Einbiegen in die Hauptstraße, so die Polizei Harz. Der 33-jährige Fahrer blieb unverletzt. Am Bus entstand laut Polizei ein Schaden von etwa 120.000 Euro, am Lkw etwa 15.000 Euro.

Wie der Landkreis Harz am Morgen mitteilte, war der Bus mit insgesamt etwa 30 Kindern besetzt, die auf dem Weg in die Sekundarschule Schwanebeck waren. Alle Verletzten kamen in die Krankenhäuser nach Quedlinburg und Halberstadt. Die unverletzt gebliebenen Schüler wurden mit einem Ersatzbus weiterbefördert, hieß es. Den Angaben zufolge ist es den betroffenen Schülern freigestellt, ob sie beim Unterricht mitmachen wollen. Laut Kreis sucht die Schule den Kontakt zu den Eltern.

Kreuzung laut Gemeinde Unfallschwerpunkt

Die Kreuzung in Wegeleben gilt als Unfallschwerpunkt im Ort. Ute Pesselt, die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Vorharz, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Stadt fordere seit Jahren, einen Kreisverkehr zu bauen. "Wir haben hier eine Landesstraße, wir haben dort eine Kreisstraße, und wir haben dort das Kieswerk." Die Straßen seien mit erheblichem LKW-Verkehr belastet. "Es ist natürlich auch ein besonderes Pflaster, was bei Schlechtwetterlagen noch zu größeren Problemen führt". Sie hoffe, dass der Schulbusunfall dazu anrege, noch einmal über das Thema Kreisverkehr nachzudenken.

Quelle: MDR/ld,ap

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 04. September 2018 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. September 2018, 12:31 Uhr