Harzgipfel Rekordwanderer "Brocken-Benno" erinnert an Brockenöffnung vor 31 Jahren

Zahlreiche Menschen haben am Donnerstag an die Öffnung des Brockengipfels im Winter 1989 erinnert. Mit dabei, Rekordwanderer "Brocken-Benno". Für den 88-Jährigen ist der 3. Dezember auch nach 31 Jahren noch ein besonderer Tag.

Brocken-Benno feiert den Gedenktag zur Öffnung des Brockens.
Brocken-Benno feiert den Gedenktag zur Öffnung des Brockens. Bildrechte: MDR/Carsten Reuss

Normalerweise wandern am 3. Dezember hunderte Menschen aus allen Richtungen zum Brocken, um an die Öffnung des Harzgipfels im Jahr 1989 zu erinnern. Vor 31 Jahren fiel die Mauer auf dem Brockengipfel. Hunderte Wandernde erzwangen vor dem Brockentor mit Transparenten, Gesängen und Sprechchören die Öffnung des Gipfels, der damals militärisches Sperrgebiet und von einer hohen Mauer umgeben war. Seither ist der Berg wieder frei zugänglich.

Pflichttermin für Brocken-Benno

Diesmal wurde die traditionelle Sternwanderung vom organisierenden Harzklub wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Einige der damals dabei Gewesenen ließen es sich dennoch nicht nehmen, den Gipfel zu erklimmen. Darunter war auch Rekordwanderer Benno Schmidt – besser bekannt als "Brocken-Benno", der schon mehr als 8.900 mal zum Gipfel gewandert ist.

Der 88-Jährige betonte, welche Bedeutung der Berg für die Menschen im Harz und weit darüber hinaus habe. Zu DDR-Zeiten war der Brocken gesperrt und wurde deshalb zum Sehnsuchtsort. Nach der Wiedervereinigung sei der Brocken als "deutschester aller Berge" zu einem Symbol der Einheit geworden, erklärt Schmidt.

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 03. Dezember 2020 | 19:00 Uhr

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