Unwetterwarnung Orkanböen - Schmalspurbahn stellt Fahrt zum Brocken ein

Landesweit sorgen Plusgrade für Tauwetter, doch den Brocken hat der Winter noch fest im Griff. Wegen Orkanböen mit 140 Kilometern pro Stunde mussten die Harzer Schmalspurbahnen ihre Fahrten bis auf Weiteres zwischen Schierke und Gipfel am Samstag erneut einstellen.

 Ein Zug der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) rangiert im Bahnhof Schierke.
Wanderer warten in Schierke derzeit vergeblich auf die Bahn zum Brockengipfel. Bildrechte: dpa

Stürmisches Winterwetter hat dem Brocken am Wochenende ungemütliche Orkanböen beschert. Nach Angaben der Wetterwarte auf dem Brocken wehte der Wind am Sonntag auf dem höchsten Gipfel des Harzes mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde. Zudem wuchs die Schneedecke um zwanzig Zentimeter auf 1,85 Meter an. In Verbund mit den starken Orkanböen führte das zu einer Sichtweite auf dem Gipfel-Plateau, die nur bei wenigen Metern lag. Wegen der widrigen Bedingungen stellten die Harzer Schmalspurbahnen ihre Fahrten zwischen Schierke und dem Brockengipfel am Samstag zum wiederholten Male in dieser Saison ein.

Wann die Dampfloks wieder bis zum Gipfel fahren werden, war nach Angaben von Bahnsprecher Dirk Bahnsen am Sonntag noch offen. Am Montag soll die Strecke zunächst mit Hilfe einer Schneefräse geräumt werden. Danach würden Mitarbeiter die Lage einschätzen. Bahnsen betonte jedoch, dass die Sicherheit vorgehe.

Impressionen vom Mittwoch Schönstes Winterwetter auf dem Brocken

Der Brocken hat sich am Mittwoch von seiner wohl schönsten Seite gezeigt. Die Morgensonne tauchte die schneeweiße Winterpracht in ein warmes Rot. Doch das Winterwunderland ist nur von kurzer Dauer.

verschneite Brockenkuppe im Sonnenschein
Der Brocken hat sich am Mittwochmorgen von seiner schönsten Seite gezeigt. Bildrechte: Matthias Strauß
verschneite Brockenkuppe im Sonnenschein
Der Brocken hat sich am Mittwochmorgen von seiner schönsten Seite gezeigt. Bildrechte: Matthias Strauß
verschneite Brockenkuppe im Sonnenschein
Pünktlich zum Sonnenaufgang um kurz vor 8 Uhr hatten sich die Nebelschwaden verzogen... Bildrechte: Matthias Strauß
verschneite Brockenkuppe im Sonnenschein
... und die Sonne tauchte den Schnee ins morgendliche Rot. Bildrechte: Matthias Strauß
verschneite Brockenkuppe im Sonnenschein
Der Ausblick war toll. Bis zu 80 Kilometer betrug die Sichtweite ins Tal, berichtete ein Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT. Bildrechte: Matthias Strauß
verschneite Brockenkuppe im Sonnenschein
Auch wenn die Bilder einen deutlich kälteren Eindruck erwecken: Das Thermometer am Bahnhofsgebäude zeigte gerade mal Minus 3,7 Grad Celsius an. Bildrechte: Matthias Strauß
verschneite Brockenkuppe im Sonnenschein
Der tiefgefrorene Schnee hat Bäume und Büsche in wahre Eisskulpturen verwandelt. Bildrechte: Matthias Strauß
verschneite Brockenkuppe im Sonnenschein
Einen so schönen Start in den Morgen gab es wegen Nebels in den vergangenen Wochen nicht – es es wird ihn in den kommenden Tagen wohl auch nicht erneut geben: Es werden Regen und Schneeschauer mit starken Böen erwartet.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06.02.2019 12:30

Quelle: MDR/sp
Bildrechte: Matthias Strauß
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Plusgrade sorgen für Tauwetter

Der 1.141 Meter hohe Gipfel ist laut Wetterdienst das letzte frostige Schneerefugium im Harz. Ansonsten sorgten Plusgrade für Tauwetter. In Braunlage im Westharz lagen am Nachmittag zwar noch mehr als 20 Zentimeter Schnee, allerdings mit abnehmender Dicke. Stiege und Harzgerode meldeten null Zentimeter. Auch fern der Berggipfel wehte der Wind am Samstag kräftig mit stürmischen Böen bis zu 85 Kilometern pro Stunde. Nach Angaben eines Wetterwarten-Sprechers vom Deutschen Wetterdienst (DWD) schwächt sich der heftige Sturm auf dem Brocken zum Wochenstart nur leicht ab. Zudem sei mit weiteren Schneefällen zu rechnen.

 Typisches Winterwetter

In den kommenden Tagen müssen sich die Sachsen-Anhalter auf wechselhaftes Wetter einstellen. Zum Wochenstart sinkt der Wert auf dem Thermometer wieder deutlich, bevor es zur Wochenmitte wieder mild wird.

Dieses Hin- und Hergewackel ist typisches Winterwetter, wie es in unsere Region gehört. Das ist in den vergangenen Jahren nur in Vergessenheit geraten, als regelmäßig zu milde Temperaturen oder stabiler Frost vorgeherrscht haben.

Florian Engelmann, Meterologe Deutscher Wetterdienst

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 09. Februar 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2019, 08:47 Uhr

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2 Kommentare

10.02.2019 22:01 Enrico Pelocke 2

Der vorletzte Absatz bricht so plötzlich ab. Mit dem Wort "Der" wird ein neuer Satz begonnen, der nicht fortgesetzt wird.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT:
Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben die entsprechende Stelle korrigiert.

09.02.2019 16:37 Leser 1

Eine vernünftige Entscheidung. Hoffentlich sind die Touristen auch vernünftig und suchen trotz Warnung nicht mit Kind und Kegel den Kick.