Hasseröder
Die Verkaufszahlen für Hasseröder-Bier sinken seit 2016. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach langen Verhandlungen Brauerei Hasseröder geht an Finanzinvestor

Die Hasseröder-Brauerei in Wernigerode hat einen Käufer gefunden. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT geht das Unternehmen an den Finanzinvestor CK Corporate Finance. Welche Pläne er mit Hasseröder hat, ist unklar. Seit 2016 hat die Brauerei mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen.

Hasseröder
Die Verkaufszahlen für Hasseröder-Bier sinken seit 2016. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Hasseröder-Brauerei in Wernigerode soll an einen deutschen Finanzinvestor verkauft werden. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT übernimmt das Unternehmen CK Corporate Finance aus Kronberg in Hessen die Brauerei. Die Höhe der Kaufsumme ist unklar. Am Dienstag sollen die rund 260 Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung informiert werden.

Das Unternehmen hatte zuletzt mit sinkendem Umsatz zu kämpfen. Zu großen Teilen wurden die Biere zuletzt über Angebote verkauft – vor allem im Pilssegment, das das Hauptprodukt der Marke ist. Die Brauerei konnte sich nach eigenen Angaben nach mehreren Wachstumsjahren dem allgemeinen Trend des sinkenden Bierabsatzes nicht mehr entziehen.

Landrat Martin Skiebe sagte am Montagabend MDR SACHSEN-ANHALT, es gebe wirtschaftliche Entscheidungen von Unternehmen, die man akzeptieren müsse. Es gebe in der Region aber auch künftig genug Potential.

Der SPD-Politiker Andreas Steppuhn sagte, Finanzinvestoren hätten natürlich ein besonderes Interesse an einer hohen Rendite. Die Politik werde deshalb genau hinschauen, wie es mit den Arbeitsplätzen in der Region weitergehe.

Auch Wernigeröder zeigten Interesse

Ende Oktober vergangenen Jahres hatten auch drei Unternehmer aus Wernigerode ihr Interesse an "Hasseröder" geäußert. Einer der Kaufinteressenten, Rainer Schulze, sagte, dass die Brauerei und ihre Mitarbeiter erhalten werden müssten. Außerdem sei das Engagement der Brauerei für die Stadt sehr bedeutend.

"Hasseröder" hat in Wernigerode rund 260 Mitarbeiter. Im Jahr 2016 verkaufte die Brauerei nach eigenen Angaben 2,1 Millionen Hektoliter Bier. Vier Jahre zuvor waren es noch 2,4 Millionen. Der bisherige Inhaber Anheuser-Busch Inbev ist die weltweit größte Brauereigruppe. Zu ihr gehören unter anderem auch Beck's, Franziskaner und Corona.

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Quelle: MDR,dpa/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. Januar 2018 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2018, 23:12 Uhr

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6 Kommentare

17.01.2018 18:19 Hasseröder Trinker 6

Hoffentlich ist der Unvestor keine Heuschrecke!

16.01.2018 17:40 Steffen 5

Die Marke ist sowieso nichts mehr wert! Hasseröder verkauft sich nur noch über Werbeangebote. Entweder man zieht die Schiene konsequent durch, und versucht Oettinger was vom Billigmarkt wegzunehmen oder die Harzer Brauerei geht komplett den Bach runter. Aber eine Premiummarke wird's nie wieder.

16.01.2018 12:41 Hans W 4

CK Corporate Finance, wenn das man gut geht.

Erst mal kaufen dann wieder verkaufen und die Beschäftigten bleiben meistens auf der Strecke.

Viel Glück und Prost !!!