Schrauben im Fleisch Polizei warnt vor Hundeködern in der Börde

Bei Marienborn sind zuletzt mehrere Hundeköder gefunden worden, die für die Vierbeiner zur tödlichen Gefahr werden können. Denn: In die Fleischstücke waren mehrere Metallschrauben eingearbeitet. Die Polizei mahnt zur Vorsicht und will jetzt verstärkt Streife fahren.

In Teilen des Landkreises Börde warnt die Polizei vor gefährlichen Hundeködern. Wie Hans-Werner Heidecker von der Polizei MDR SACHSEN-ANHALT sagte, sind zuletzt am Schloss Sommerschenburg in der Verbandsgemeinde Obere Aller zwei Köder entdeckt worden – beide gespickt mit mehreren Metallschrauben. "Der erste Fund war ein Bratwurststück, der die Größe eines Tischtennisballes hatte", sagte Heidecker. Auch habe man ein Gehacktesbällchen mit Schrauben gefunden.

Den Angaben zufolge wurden die Köder jedoch rechtzeitig entdeckt, kein Hund habe sie gefressen. Oft würden die Köder an ähnlichen Stellen ausgelegt, etwa in Parks oder auf anderen Wiesen. Rechtspsychologe Steffen Dauer geht davon aus, dass der oder die Täter immer wieder zuschlagen könnten. "Diese Serie wird erst unterbrochen, wenn derjenige festgestellt wird", sagte Dauer MDR SACHSEN-ANHALT.

Die Polizei sensibilisiert Hundebesitzer deshalb, ihre Hunde beim Spaziergang genau zu beobachten. Wenn Verdächtiges entdeckt werde, solle man die Dienststelle informieren, sagte Heidecker. Eine heiße Spur gib es demnach bislang nicht. Die Polizei hat aber angekündigt, künftig mehr Präsenz in der Gemeinde zeigen zu wollen.

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 06.02.2018 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/ld

Zuletzt aktualisiert: 07. Februar 2018, 06:22 Uhr

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