Burg und Stendal Falsche Fünfziger im Umlauf

Mehrere gefälschte 50-Euro-Scheine sind in Stendal und Burg entdeckt worden. Ein Verdächtiger wurde bereits festgenommen. Die Polizei rät vor allem Besitzern kleinerer Läden dazu, aufmerksam zu sein.

In Burg und Stendal sind mehrere gefälschte 50-Euro-Scheine aufgetaucht. In Stendal wurde bereits ein Verdächtiger festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein 19-Jähriger am Dienstag an einem Obststand mit einem 50-Euro-Schein bezahlt. Als der Verkäufer seine Tageseinnahmen zählte, fiel ihm die gefälschte Banknote auf. Später erkannte er den 19-Jährigen an einer Tankstelle wieder und rief die Polizei. Die Beamten fanden bei dem jungen Mann weitere falsche Fünfziger.

Auch in Burg sind mehrere gefälschte Banknoten entdeckt worden. Laut Polizei hatten mehrere Geschäftsleute ihre Tageseinnahmen bei der Bank einreichen wollen, als sich herausstellte, dass einige Scheine gefälscht waren. Bereits am vergangenen Wochenende war in einer Eisdiele in Niegripp – ein Ortsteil von Burg – mit einem falschen Fünfziger bezahlt worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen gibt, ist bislang nicht bekannt.

Tipps zum Erkennen von Falschgeld

Die Polizei im Jerichower Land hat Ladenbesitzer dazu aufgerufen, aufmerksam zu sein. An einem einfachen Test – Fühlen-Sehen-Kippen – ließen sich gefälschte Noten leicht erkennen:

  • Fühlen: Am linken und rechten Rand jedes 50-Euro-Scheins befindet sich ein spürbares Relief. Mit den Fingern können erhabene Linien ertastet werden.

  • Sehen: Jeder Schein trägt ein Wasserzeichen.  Wird der Fünfziger gegen das Licht gehalten, erkennt man das Porträt der mythologischen Gestalt Europa und die Zahl "50".

  • Kippen: Unten links ist die 50 klein abgebildet. Beim Kippen des Scheins reflektiert das Licht: Ein Lichtbalken wandert auf der Zahl hoch und runter. Zudem ändert sich die Farbe von grün zu blau.

Ein weiterer Hinweis der Polizei: Bei vielen unechten Scheinen sei der Sicherheitsfaden – der dunkle, senkrechte Strich hinter der Zahl 50 – nicht deutlich zu erkennen. Auch der Silberstreifen sei schwer zu kopieren. Ausführlich informiert auch die Deutsche Bundesbank über die Erkennungsmerkmale gefälschter Banknoten.

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Quelle: MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 16. Mai 2018 | 17:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Mai 2018, 20:53 Uhr

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8 Kommentare

17.05.2018 23:46 Manistbestandteildesmediensystems (Haseloff) 8

@16.05.2018 19:32 Leon

(Ich dachte, die falschen Fünfziger sitzen alle im Bundestag? Hatten die jetzt einen betreuten Gruppenausflug? Und wieso warnt man uns nicht?)

Was soll es für einen Sinn haben, in Stendal vor falschen Fuffzigern zu warnen? Das ergäbe nur eine Tautologie.

17.05.2018 16:59 der Uwe 7

Ein mir bekannter Ladenbesitzer, hat seine Tageseinnahmen gutgläubig bei der Bank am Abend eingezahlt. Sämtliche Scheine wurden erstmal in den Zählautomat gegeben und gingen ohne weiteres "durch" ( normalerweise "spuckt" dieser evtl. Fälschungen gleich wieder aus) . Erst ( irgendwie ) später erkannte man die Fälschung und am nächsten Morgen stand die Polizei im Laden. Den " Schwarzen Peter" hatte in dem Fall die Bank- weil sie ihn " angenommen" hatte .

17.05.2018 15:24 Max W. 6

@17.05.2018 09:59 colditzer (Nicht nur 50 Euro Scheine werden gefälscht. Auch alle anderen.
Bei jedem Schein, den ich an der Kasse erhalte
-fühle ich ausführlich, -sehe ich und halte die Scheine gegen das Licht, dauert manchmal länger, da Licht schlecht, -kippe ich ganz genau und ausführlich und -dann überprüfe ich den Silberfaden ganz genau. Mein Kassenaufenthalt dauert dann meist 15 Minuten, entsprechend der Anzahl erhaltener Scheine.)

Da freuen sich ihre Mitbürger im Supermarkt natürlich - wer würde gründliche Arbeit nicht wertschätzen und auch die Kassiererin hat sich eine Pause redlich verdient. Ich mache das wg. der Luftverschmutzung durch die deutsche KFZ-Industrie inzwischen beim Einatmen ähnlich: Bevor ich Luft hole, prüfe ich ganz genau, welches Gasgemisch, Sauerstoff- und Staubgehalt, Herkunft und Windrichtung. Wenn ich aus dem Sauerstoffzelt wieder 'raus bin, erkläre ich das Verfahren mal genauer...