Ein Polizist hantiert an einem geöffneten Koffer, der auf seinem Einsatzwagen steht
Die Spurensicherung dauerte bis zum frühen Donnerstagmorgen. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Beim Gassi gehen Angriff in Burg: Frau lebensgefährlich verletzt

In Burg im Jerichower Land ist am Mittwochabend eine Frau auf offener Straße angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Vom Täter fehlt jede Spur. Auch das Motiv ist unklar. Die Polizei fahndet nun nach dem unbekannten Mann.

Ein Polizist hantiert an einem geöffneten Koffer, der auf seinem Einsatzwagen steht
Die Spurensicherung dauerte bis zum frühen Donnerstagmorgen. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

In Burg ist am Mittwochabend eine Frau beim Gassi gehen attackiert und lebensgefährlich verletzt worden. Die 39-Jährige war auf der abendlichen Runde mit ihrem Hund, als sie laut Polizeirevier Jerichower Land bemerkte, dass sie von einem Mann verfolgt wird. Er habe ihr gegen 20:45 Uhr unvermittelt in den Oberkörper gestochen – vermutlich mit einem Messer – und sei dann verschwunden.

Selbsthilfe per Notruf

Bevor die 39-Jährige verletzt wurde, soll sie telefoniert haben, sagt Polizeihauptkommissar Falko Grabowski. So hätte sie das Handy noch in der Hand, als sie niedergestochen wurde: "Die Frau hat ihrer Angabe nach, während dieser Attacke telefoniert", so Grabowski. Deshalb konnte sie noch selbst den Notruf wählen.

Krankenwagen und Notarzt stehen im Dunkeln vor einem Wohnhaus
Die 39-Jährige musste notoperiert werden. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Der Notarzt stellte bei der Frau derart schwere Verletzungen fest, dass die 39-Jährige in ein Magdeburger Klinikum gebracht und notoperiert werden musste. Erst am Donnerstagmorgen konnte eine Polizeisprecherin mitteilen, dass die Frau außer Lebensgefahr ist. Vom Angreifer fehlt jede Spur. Ob die Frau und der Mann sich kannten oder ob er wahllos auf jemanden einstechen wollte, ist noch unklar.

Täter etwa 1,70 Meter groß mit Jogginghose

Nun sucht die Polizei dringend nach dem Täter. Die Spurensicherung war zwar am Tatort in der Burger Wilhelm-Kuhr-Straße stundenlang vor Ort und auch ein Fährtenhund kam zum Einsatz – doch der unbekannte Angreifer konnte noch nicht gefunden werden.

Wie Grabowski erläutert: "Die Frau konnte uns eine grobe Täterbeschreibung mitgeben, bevor sie nach Magdeburg gebracht werden musste." Gesucht wird demnach ein Westeuropäer. Er soll ca. 1,65 bis 1,70 Meter groß sein und eine dunkle Jogginghose sowie ein Kapuzenshirt getragen haben. Die Kriminalpolizei habe umfangreiche Ermittlungen eingeleitet.

Die Polizei bittet Zeugen, die zur Tatzeit Verdächtiges beobachtet haben oder einen Mann haben wegrennen sehen, sich bei der Burger Polizei zu melden. Die Telefonnummer lautet 03921 9200.

Polizeiwagen am Tatort in Burg
Angriff auf offener Straße: Ein Unbekannter verletzte am Mittwochabend eine Frau aus Burg schwer. Es folgte ein stundenlanger Polizeieinsatz. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 28. März 2019 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. März 2019, 10:27 Uhr

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13 Kommentare

30.03.2019 07:44 Benutzer 13

29.03.2019 11:56 Mediator

und für leute wie sie. Ist es doch die Dauerrechtfertigung: das gab es früher auch schon...........

Wer anders denkt wird als Hasser blabla beschimpft..............

Sie müssen aber damit leben das man anders denkt. Und sie können garnichts dagegen tun. :)

30.03.2019 07:30 Benutzer 12

29.03.2019 11:56 Mediator

na werden wir wieder populistisch

"Wenn ich ihren Beitrag lese, dann weis ich Bescheid, dass sie nicht sachlich diskutieren und nur hetzen wollen. "

bitte wrfen sie das anderen nicht vor ;)

29.03.2019 19:12 böse-zunge 11

#10) Mit solch salbungsvollem Sermon (..gehört zum Leben dazu und ist wohl geringer als die Chance auf einen 6er im Lotto..) würden Sie an's Krankenbett treten oder bei der Bewältigung der Spätfolgen helfen wollen? Supi..
Präventiv wegsperren ?? Allerwertester, die Zeiten von Sippen- und Schutzhaft sind vorbei!
Aber den Wundkanal untersuchen, Winkel, Tiefe und Partikel bestimmen um feststellen zu können ob und wo das Opfer zusätzlich berührt wurde ... um max. Druck auf den Täter ausüben zu können - wär doch mal n Ansatz, oder?
Da gab es den Fall des "Spritzers", der besprengte Joggerinnen u.a. im Stadtpark - als es Wiederholungen gab, wurde der Druck erhöht.
Hier wurde ein Mensch lebensgefährlich verletzt - da sollte das aus dem Stand geschehn.
Oder wollen Sie Ihre Stochastik verfeinern?

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