Umweltverschmutzung Ölteppich auf Seitenarm der Elbe

Bei Parey im Jerichower Land ist Öl in einen Seitenarm der Elbe gelaufen. Inzwischen konnten Einsatzkräfte verhindern, dass sich der Ölteppich ausbreitet. Menschen sind von der Verschmutzung nicht gefährdet, Tiere und Pflanzen aber schon.

Ein Ölteppich auf einem Elbnebenarm bei Parey.
Das Öl war am Sonntag in einem Seitenarm der Elbe ausgelaufen. Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger

Ein Elbarm ist im Jerichower Land durch Öl verunreinigt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist das Öl nahe der Schleuse Parey aus einem alten Schiff in die Elbe gelaufen. Am Sonntag hatte sich der Ölteppich auf 10.000 Quadratmeter ausgebreitet. Einsatzkräfte richteten eine Ölsperre ein.

Dass diese Maßnahme bereits Erfolg zeigte, bestätigte am Montag Lutz Wendt von der Wasserschutzpolizei MDR SACHSEN-ANHALT. Er sagte, dass der Ölteppich mittlerweile zwischen 300 und 500 Quadratmeter groß sei. "Hubschrauber haben Aufnahmen gemacht, um das gesamte Ausmaß zu überblicken", so Wendt. Ebenfalls seien Wasserproben genommen wurden.

Eine Gefährdung für Menschen schließt der Wasserpolizist aus, doch "die Natur – Pflanzen und Tiere – sind natürlich gefährdet". Nun soll eine Firma die betroffene Fläche aufnehmen. Es wurden laut Wendt zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet: wegen der Verunreinigung eines Gewässers und wegen des eventuellen illegalen Betreibens einer Abfallanlage.

Mehr zum Thema

Quelle: MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 26. November 2018 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. November 2018, 20:50 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.