Pfotenabdrücke auf einer leicht von Schnee bedeckten Eisfläche
Die Eisflächen, wie hier auf dem Adolf-Mittag-See in Magdeburg, tragen noch nicht. Bildrechte: MDR/André Plaul

Zugefrorene Seen und Flüsse Eis betreten noch zu gefährlich

Anhaltende Kälte und Sonnenschein locken zum Eislaufen auf zugefrorenen Seen oder Flüssen. Aber das kann sehr gefährlich werden, denn die Eisdecken sind noch dünn.

Pfotenabdrücke auf einer leicht von Schnee bedeckten Eisfläche
Die Eisflächen, wie hier auf dem Adolf-Mittag-See in Magdeburg, tragen noch nicht. Bildrechte: MDR/André Plaul

Seit Tagen herrschen in Sachsen-Anhalt Minusgrade. Auf manchen Seen und Flüssen hat sich eine Eisschicht gebildet. Besonders für Kinder können die Flächen verlockend sein. Aber noch ist Vorsicht geboten: Für Gewässer gilt ein Betretungsverbot. Die Eisfläche sei noch zu dünn, sagt der Kreisbrandmeister im Jerichower Land, Walther Metscher. Nur freigegebene Flächen sollten betreten werden, warnt er. Bislang gebe es in der Region noch keine Freigaben und das sei auch eher unwahrscheinlich.

Falls gefrorene Gewässer betreten werden dürfen, geben das Städte und Kommunen bekannt. Metscher empfiehlt, nur künstlich angelegte Eisbahnen zum Schlittschuhfahren zu nutzen. In Sachsen-Anhalt gibt es beispielsweise Eisbahnen in Halle und Schierke.

Einbruch im Eis kann lebensgefährlich sein

Gräser ragen aus einem gefrorenen Gewässer
Nur freigegebene Eisflächen dürfen betreten werden – auch wenn andere mit schlechtem Beispiel vorangegangen sind. Bildrechte: MDR/André Plaul

Auch der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) warnt vor dem Betreten der Eisflächen. Im Eis einbrechen kann lebensgefährlich sein. "Innerhalb weniger Minuten in rund vier Grad kaltem Wasser erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht unter", erläutert DFV-Vizepräsident Hermann Schreck. Wenn der Körper zu sehr auskühlt, setzen Herzversagen und Atemstillstand ein.

Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen, rät der DFV. Wenn das Eis dabei weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 23. Januar 2019 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2019, 14:21 Uhr

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