Krankenwagen mit Blaulicht
Eine Pflegerin fand die 87-Jährige am Neujahrsmorgen tot in ihrem Bett (Symbolbild). Bildrechte: IMAGO

Ermittlungen laufen Offenbar Familiendrama in Magdeburg

Eine Rentnerin ist in Magdeburg erschossen in ihrem Bett aufgefunden worden. Als Täter wird der Sohn der Frau vermutet. Er ist ebenfalls tot und soll sich selbst umgebracht haben.

Krankenwagen mit Blaulicht
Eine Pflegerin fand die 87-Jährige am Neujahrsmorgen tot in ihrem Bett (Symbolbild). Bildrechte: IMAGO

In Magdeburg hat sich offenbar ein tödliches Familiendrama abgespielt. Dabei sind eine 87-jährige alte Frau und ihr Sohn gestorben. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hat eine Pflegedienstmitarbeiterin die Rentnerin am Neujahrsmorgen tot in deren Bett entdeckt. Bei der späteren Untersuchung der Leiche seien Schussverletzungen am Kopf festgestellt worden. Die mutmaßliche Tatwaffe, eine Pistole, habe sich in der Wohnung der Frau befunden.

Täter soll der 58 Jahre alte Sohn der Frau sein. Er war am Silvesterabend tot auf dem Gelände der Uniklinik Magdeburg gefunden worden. Wie eine Polizeisprecherin MDR SACHSEN-ANHALT weiter mitteilte, hatte er sich dort nach der Tat vermutlich aus einem Fenster gestürzt.

Spuren wurden gesichert

Die Polizei geht von einem sogenannten erweiterten Suizid aus. Davon ist die Rede, wenn ein Mensch sich töten will, zuvor aber andere umbringt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat laufen. Die Polizei hat Hinweise und Spuren in der Wohnung der Rentnerin gesichert. Sie werden nun ausgewertet. Außerdem sollen Menschen aus dem Umfeld der beiden befragt werden, um den Fall aufzuklären.

Bestätigt sich der Verdacht, dass der Sohn seine Mutter und dann sich selbst umbrachte, werden die Ermittlungen eingestellt. Denn dann gibt es keinen Beschuldigten mehr.

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Quelle: dpa, MDR/kb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 02. Januar 2018 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Januar 2018, 16:21 Uhr

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