Konzept vorgestellt Magdeburg: So will die neue Hasselmanagerin den Hassel retten

Magdeburg hat gesucht und gefunden: Eine Hasselmanagerin soll ab 2020 am Image des Platzes feilen. Bei ihrer Vorstellung am Dienstag hat Alena Hertrich bereits ein Konzept vorgelegt, wie sie das schaffen will.

Eine Frau und zwei Männer präsentieren sich der Presse im M2 in Magdeburg.
Die neue Hasselmanagerin Alena Hertrich mit dem Ordnungsbeigeordneten Holger Platz (l.) und Peter Lackner (r.) vom Stadtmarketing "Pro Magdeburg" e.V. Bildrechte: MDR/Sören Thümler

Einst war der Hasselbachplatz in Magdeburg das pulsierende Herz der Stadt. Dann geriet er in immer mehr Negativschlagzeilen. Die Folge: Gastwirte schlossen Kneipen, einige Magdeburger trauen sich nachts nicht mehr hin. Um das schlechte Image wieder loszuwerden, hat die Stadt nun eine Hasselmanagerin eingestellt.

Am Dienstag wurde die 31-Jährige Alena Hertrich vorgestellt. Geboren in Oberfranken hat sie 2017 in Magdeburg ihre Wahlheimat gefunden. "Der Hasselbachplatz ist für mich das pulsierende Zentrum Magdeburgs. Wenn man von oben drauf guckt und sich diese Sternförmigkeit ansieht, ist es etwas ganz Besonderes", so Hertrich.

Erfahrungen im Veranstaltungs- und Kommunikationsbereich

Eine rothaarige Frau (Alena Hertrich) steht am Hasselbachplatz in Magdeburg
Alena Hertrich in ihrem neuen Revier, dem Hasselbachplatz. Bildrechte: MDR/Sören Thümler

Überzeugt habe die junge Frau durch ihre klaren Vorstellungen und Konzept-Ansätze, erklärte der Ordnungsbeigeordnete Holger Platz. Außerdem sei sie durch ihre beruflichen Erfahrungen für die neue Stelle qualifiziert. Sie arbeitete als Pressereferentin am Theater Magdeburg, als Theaterpädagogin am Puppentheater Magdeburg und zuletzt für das "Kurt Weill Fest" in Dessau. Was Hertrich nun am Hasselbachplatz plant, hat sie am Dienstag vorgestellt.

Marketing und Kommunikation, aber nicht Sicherheit

Die Hasselmanagerin soll sich hauptsächlich um das Marketing des "Hassels" kümmern, Veranstaltungsreihen entwickeln, Aktivitäten der Gastronomieszene organisieren und den Kontakt zwischen allen Parteien pflegen, so Platz. Das Thema Sicherheit gehöre hingegen nicht zu ihrem Verantwortungsbereich, betonte der Ordnungsbeigeordnete. "Wir als Ordnungsbehörde wie auch die Polizei sind für das Thema Sicherheit zuständig. Und die Zuständigkeit nehmen wir auch wahr", so Platz. Er kündigte des Weiteren eine stärkere Präsenz an.

Fünf Maßnahmen zur Rettung des "Hassels"

Runder Tisch

Ein runden Tisch soll Gastronomen, Einzelhändler, Dienstleister und Immobilienverwalter zusammenbringen, damit alle Beteiligten ihre Sorgen, Nöte und Wünsche äußern können und sie auch geklärt werden können.

Bürgersprechstunde

Zusätzlich soll es eine Sprechstunde für die Bürger geben, bei der sie ihre Belange äußern können. Diese wird die Hasselmanagerin selbst abhalten und als Schnittstelle zwischen ihnen und der Stadtverwaltung agieren.

Veranstaltungskonzepte

Damit der Hasselbachplatz mehr als ein Veranstaltungsort etabliert wird, soll an Veranstaltungskonzepten gefeilt werden.

Wochenmarkt

Ein wöchentlicher Markt soll ebenfalls die Veranstaltungskultur am Hasselbachplatz fördern. Er soll die Anwohner mit regionalen und qualitativ hochwertigen Produkten versorgen.

Illuminations- und Begrünungskonzept

Außerdem sollen ein neues Beleuchtungskonzept sowie mehr Grünflächen den runden Platz attraktiver wirken lassen und die Verweildauer der Besucher fördern.

Vision für die Zukunft

Wenn sich Hertrich schon jetzt etwas für die Zukunft wünschen könnte, dann wäre es: "...dass Menschen, die Magdeburg besuchen, absolut begeistert sind von unserem tollen Zentrum und dass die Magdeburger stolz darauf sind, was wir erreicht haben und wie schön unser Zentrum bis dahin geworden ist."

Die erste Veränderung am Hasselbachplatz ist bereits am 18. Dezember geplant. Von 17 bis 21 Uhr ist hier die "Wohlfühlweihnacht" geplant. Ihre Arbeit wird die Hasselmanagerin ab Januar 2020 aufnehmen.

Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT H– Das Radio wie wir | 10. Dezember 2019 | 16:30 Uhr

7 Kommentare

Mikro vor 25 Wochen

Für was alles so Geld verschwendet wird.Eine Hasselmanagerin.was es alles so für Posten gibt.Der Kampf gegen die pösen Räächten sollte höchste Priorität haben,dann wird alles gut.

Denkschnecke vor 25 Wochen

Es ist zu hoffen, dass damit der Stadt auch solche Komplettentgleisungen von Chaoten erspart bleiben wie am 21. April des letzten Jahres. Der Tag hat allein schon den Großteil der im letzten Jahr am Hassel registrierten Straftaten auf dem Kerbholz.

Frau_Holle vor 25 Wochen

Liebe Alena, ich wünsche dir alles Gute für deinen Job als Hasselmanager. Mach was Tolles draus. Magdeburg schaut ( hoffentlich wohlwollend) auf dich!

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