Absperrungsschilder und ein Baustellenfahrzeug auf Autobahn 2
Die Autobahn war für fast sechs Stunden gesperrt. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Richtung Hannover Verkehr auf A2 rollt wieder

Die Sperrung auf der A2 zwischen Burg und Magdeburg-Rothensee ist aufgehoben. Am Sonntag war die Autobahn in Richtung Hannover für mehrere Stunden für Belastungstests gesperrt. Schuld sind Baufehler aus dem Jahr 1995.

Absperrungsschilder und ein Baustellenfahrzeug auf Autobahn 2
Die Autobahn war für fast sechs Stunden gesperrt. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Auf der Autobahn 2 rollt der Verkehr Richtung Hannover wieder. Am Sonntag war die Schnellstraße zwischen Burg und Magdeburg-Rothensee für etwa sechs Stunden gesperrt worden. Der Verkehr rund um die Sperrung sei reibungslos verlaufen. Das sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei MDR SACHSEN-ANHALT. Auch die Umleitungsstraßen auf der Bundesstraße 1 und im Stadtgebiet Magdburg frei.

120 Risse bemerkt

In der Zeit sind Belastungstests an der Elbbrücke in Hohenwarthe durchgeführt worden. Diese finden im Rahmen einer Probesanierung statt, hieß es. Doch was bedeutet das? Ministeriumssprecher Andreas Tempelhof sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Normalerweise dürften die Stahlträger der Brücke und die Betonfahrbahn nicht starr miteinander verbunden sein. Bei Belastung und Temperaturschwankungen dehnen sich beide Stoffe unterschiedlich aus. Deshalb ist eine flexible Verbindung nötig."

Autobahnbrücke bei Hohenwarthe
1995 wurden beim Bau der Brücken Fehler gemacht. Diese machen sich nun in Form von Rissen bemerkbar. Bildrechte: MDR/Isabell Hartung

Beim Bau der Autobahn 1995 sei aber genau das falsch gemacht worden, erklärt Tempelhof. So seien Verbindungselemente zwischen Stahlträger und Fahrbahn mit einbetoniert worden. Die Folge: Mit der Zeit bildeten sich millimeterkleine Risse in der Fahrbahn. 2015 fielen sie das erste Mal auf. Nichts dramatisches, aber auf Dauer kann die Autobahn erheblichen Schaden nehmen, sagt der Ministeriumssprecher. 120 dieser Risse wurden inzwischen registriert.

Gelenke ersetzen starre Verbindungen

Ein erster Reparaturversuch scheiterte. Nun testen die Experten ein neues Verfahren. An acht Stellen wurden die starren Verbindungselemente zerschnitten und durch bewegliche Gelenke ersetzt. Am Wochenende sind diese nun getestet worden. Dabei sind vier Lastwagen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten – 60 und 90 Kilometer pro Stunde – einzeln und in einer Kolonne immer wieder über das Bauwerk gefahren.

Sensible Messtechnik sollte die Auswirkungen registrieren, sagt Tempelhof. Sind die Tests erfolgreich, sollen die Gelenke, überall an der Brücke eingebaut werden – und auch an der Fahrbahnbrücke Richtung Berlin. Die Testergebnisse sind nich nicht bekannt.

Vier LKW fahrern auf der Elbbrücke auf der Autobahn 2
Für den Belastungstest sind am Sonntag vier Lastwagen immer wieder über die Elbbrücke gefahren. Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. Februar 2019 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2019, 13:56 Uhr

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8 Kommentare

18.02.2019 18:59 Nordharzer 8

@7, ich habe mit meinen Kommentaren niemanden beleidigen wollen und ich habe mich schon bemüht, mich ans Thema zu halten, weil ich weiß, dass der MDR Beiträge ohne Bezug im Regelfall löscht. Was mich stört, ist, dass manche Leute anscheinend keine Zeit haben, ihren Post nochmal durchzulesen und die deutsche Sprache regelrecht verunstalten.
Beim Thema Brückenprüfung ist es in Deutschland klar geregelt, wann und durch wen Brückenneben- oder - hauptprüfungen durchgeführt werden. Natürlich sind Fehler im Bau nicht ganz zu vermeiden - wo Menschen arbeiten, werden auch Fehler gemacht - aber durch das Prüfsystem ist es in Deutschland sehr unwahrscheinlich, dass so etwas, wie in Genua, hier passiert. Da kann/muss man auch mal mit einer Vollsperrung leben.

18.02.2019 16:45 Theo Clüver 7

icch finde es OK wenn unsere Straßen und Brücken auf denen ununterbrochen meist schnell gefaahren wird, kontrolliert werden und falls nötig und möglich repariert wird bevor wie in Italien Schlimmes passiert. Kommentare ohne Bezug zum Thema wie 5+6 die nur andere beleidigen sollte MDR nicht Freischalten

Anmerkung von MDR SACHSEN-ANHALT:
Beide Kommentare beziehen sich auf den Artikel, auch wenn nicht durchgängig.
Dennoch der Hinweis an alle Kommentatoren: Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels.

18.02.2019 13:52 Nordharzer 6

@4, sorry, wenn es Ihnen nur um einen Schreibfehler ging. Der war, als ich den Artikel gelesen habe, schon korrigiert. Passiert aber sowohl hier, als auch in den Printmedien (zu) oft. Man hat den Eindruck, als gehe Tempo vor Qualität. Trifft aber auch auf viele Kommentare zu: hier die 1 bis 3.