Ein Stempel wirbt für Magdeburg als Kulturhauptstadt
Magdeburg möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas sein (Symbolbild). Bildrechte: Andrea Jozwiak/Kulturhauptstadt-Büro

Chronologie Kulturhauptstadt 2025: Magdeburgs langer Weg zum möglichen Titel

Viele Besucher und die Chance, die Stadt nachhaltig zu entwickeln – das erhofft sich Magdeburg vom Titel "Kulturhauptstadt Europas". Im Herbst 2019 muss das erste Bewerbungsbuch fertig sein. Die Vorbereitungen laufen seit Jahren – und es gibt einige Konkurrenten.

Ein Stempel wirbt für Magdeburg als Kulturhauptstadt
Magdeburg möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas sein (Symbolbild). Bildrechte: Andrea Jozwiak/Kulturhauptstadt-Büro

November 2018: Dommuseum wird eröffnet

Das neue Dommuseum "Ottonianum" wird eröffnet. Gezeigt werden mehr als 100 Ausstellungsstücke. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Entwicklung der Kathedrale in den vergangenen Jahrhunderten. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bezeichnet das neue Museum als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas bezeichnet. Es betone den Rang der ersten gotischen Kathedrale auf deutschem Boden.

November 2018: Grünes Licht für 20 Millionen

Der Stadtrat beschließt, dass weiteres Geld fließen soll, wenn Magdeburg als Kulturhauptstadt ausgewählt wird. In Vorbereitung und Umsetzung des Titeljahres sollen 20 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt fließen. Das Geld ist für die Jahre 2021 bis 2026 eingeplant.

Oktober 2018: Austausch in Berlin

Die acht deutschen Bewerberstädte treffen sich in der Hauptstadt, um sich über die Bewerbung auszutauschen. Auch Vertreter der EU-Kommission sind vor Ort, ebenso wie Menschen aus Städten, die den Titel bereits getragen haben.

September 2018: Geld für Kulturprojekte

Die Stadt ruft dazu auf, sich in die Bewerbung einzubringen. Es gehe darum, Ideen zu entwickeln, die die Bewerbung um den Titel stärken. Das Bewerbungsbüro stellt für die Projekte insgesamt 75.000 Euro zu Verfügung, für jedes Einzelprojekt gibt es maximal 5.000 Euro.

September 2018: Bewerbungsphase beginnt offiziell

Magdeburg hat nun gut ein Jahr Zeit, ein erstes Bewerbungsbuch zu erstellen. Auch Chemnitz, Dresden, Gera, Hannover, Hildesheim, Nürnberg, Pforzheim und Zittau wollen den Titel.

September 2018: Stadt rechnet mit 60 Millionen Euro

Sollte Magdeburg den Zuschlag bekommen, rechnet die Stadt mit Kosten von 60 Millionen Euro. Das geht aus einem Beschlussvorschlag hervor. Demnach will die Stadt selbst 20 Millionen Euro in Vorbereitung und Umsetzung des Kulturhauptstadtjahres stecken, das Geld soll von 2021 bis 2026 fließen. Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) hofft außerdem auf 20 Millionen Euro vom Land. Weitere 20 Millionen Euro sollen über Bundes- und Drittmittel sowie Sponsoring zusammenkommen.

Februar 2018: Reihe "Kulturgespräche #MD2025" beginnt

Ein Mal pro Monat diskutieren Interessierte im Kubus über verschiedene Themen, etwa Natur, Sport oder Religion.

Januar 2018: Bewerbung wird konkreter

Magdeburg gibt den Leitgedanken für die Bewerbung bekannt, "Verantwortung". Verantwortung wahrzunehmen spiele nicht nur in Magdeburg, sondern europaweit eine Rolle, so Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). Es gehe um die Themen Migration, Umwelt und Technik. Magdeburger Geschichte und aktuelle Stadtentwicklung sollten demnach genauso einfließen wie Zukunftsvisionen.

Juni 2017: Halle nicht mehr im Rennen

Der Stadtrat in Halle lehnt die Bewerbung zur Kulturhauptstadt ab. 23 Stadträte stimmen dagegen, 20 dafür und 4 enthalten sich der Stimme. Somit bleibt Magdeburg Sachsen-Anhalts einziger Bewerber.

April 2017: Neuer Ort des Austauschs

Am Kloster Unser Lieben Frauen in der Magdeburger Innenstadt wird der Kubus eröffnet. Der Raum steht allen als Anlaufpunkt offen, die sich für die Bewerbung interessieren, auch Veranstaltungen und Kulturgespräche sind dort geplant.

November 2016: Szalay leitet Kampagne

Tamás Szalay wird Leiter des Magdeburger Kulturhauptstadtbüros. Unter seiner Leitung war 2010 Pécs in Ungarn Kulturhauptstadt geworden.

August 2016: Nun auch Wittenberg?

Auch in Wittenberg gibt es Bestrebungen, sich um den Titel zu bewerben. Die Idee wird später aber verworfen.

August 2016: Wiegand setzt weiter auf Bewerbung

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) kündigt an, die Bewerbung für das Kulturhauptstadt-Jahr 2025 aus eigener Kraft finanzieren zu wollen.

August 2016: Land gibt nur einer Stadt Geld

Kulturminister Rainer Robra (CDU) sagt, das Land werde nur Magdeburg bei der Bewerbung unterstützen. Er verweist dabei auf den Koalitionsvertrag. Das Land sei nicht in der Lage, eine weitere Bewerbung finanziell zu stemmen. Das Land habe der Stadt Halle schon bei einer früheren Kulturhauptstadt-Bewerbung geholfen. Halle hatte sich um den Titel für das Jahr 2010 beworben.

August 2016: Auch Halle will den Titel

Auch die Stadt Halle gibt bekannt, sich um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025" bewerben zu wollen. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) kündigt an, dem Stadtrat eine Beschlussvorlage dazu vorzulegen.

Juni 2016: Magdeburg holt sich Hilfe

Die Stadt will sich für ihre Bewerbung von mehr als 70 Bürgern, Experten und Künstlern beraten lassen. Dazu werden fünf Beiräte geschaffen, die den Leitgedanken der Bewerbung erarbeiten sollen.

Oktober 2015: Noch mehr Geld für Bewerbung

Der Stadtrat gibt für die Jahre 2016 bis 2020 weiteres Geld für die Bewerbung frei. Außerdem wird beschlossen, dass im Jahr 2016 ein Organisationsbüro eingerichtet wird – mit zunächst drei Stellen. Zwei weitere sollen 2018 folgen. Darüber hinaus wird die Stadtverwaltung aufgefordert, um Zuwendungs- und Drittmittel zu werben.

April 2015: Stadtgeschichte im Fokus

Die Organisatoren der Bewerbung stellen ihre Bewerbungsstrategie vor. Der Kulturbeigeordnete Matthias Puhle erklärt dabei, dass Magdeburg im Rennen um den Titel auf seinen Umgang mit historischen Umbrüchen setzt. Ein Schwerpunkt solle der Wiederaufbau nach 1945 und der Strukturwandel von einer Industrie- zu einer Wissenschaftsstadt sein.

Oktober 2014: Stadtrat gibt Geld frei

Der Stadtrat gibt zusätzliches Geld für die Bewerbung frei. Ab 2015 sollen pro Haushaltsjahr 110.000 Euro zur Verfügung gestellt werden, zunächst bis einschließlich 2017.

Februar 2013: Erste Ideen werden vorgestellt

Mit Blick auf die Kulturhauptstadt-Bewerbung startet eine neue Vortragsreihe. Unter dem Titel "Magdeburger reden über Kultur" soll das kulturelle und gesellschaftliche Profil der Landeshauptstadt geschärft werden. Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) stellt erste Ideen und Eckpunkte des Bewerbungskonzepts vor.

August 2011: Arbeitsgruppe soll sich kümmern

Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) beschließt, dass eine Arbeitsgruppe die Bewerbung um den Titel vorbereiten soll. Das Kulturbüro bekommt dafür 30.000 Euro zusätzlich für seinen Haushalt.

Januar 2011: Bewerbung kann starten

Es kann losgehen: Der Magdeburger Stadtrat gibt einstimmig grünes Licht. Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) wird beauftragt, zu prüfen, ob eine Bewerbung bei der EU um den Titel machbar ist.

August 2010: Linkspartei schlägt Bewerbung vor

Die Fraktion der Linken in Magdeburg bringt die Idee zur Kulturhauptstadt-Bewerbung ins Spiel. Damals wollte sich Magdeburg schon für das Jahr 2020 um den Titel bewerben. Später bekam Deutschland aber erst für 2025 erst wieder den Zuschlag, eine Kulturhauptstadt stellen zu dürfen.

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28. September 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. November 2018, 13:20 Uhr

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