Drogen- und Waffenbesitz Clan-Chef in Magdeburg zu langjähriger Haftstrafe verurteilt

Der libanesische Clan-Chef Abd M. ist vom Landgericht Magdeburg wegen Drogen- und Waffenbesitzes zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Einen Teil davon wird der 36-Jährige in einer Entziehungsanstalt verbringen.

Der 36-jährige Abd M. muss für sieben Jahre und zehn Monate in Haft. Neben dem Handel und Besitz von Drogen in nicht geringer Menge, sah das Magdeburger Landgericht bei dem libanesischen Clan-Chef auch den Besitz und das Führen von Schusswaffen und Munition als erwiesen an. Darüber hinaus zieht das Gericht Geld im Wert von 44.000 Euro, die Waffen und das Auto des Verurteilten ein. Zeugen hatten die Ermittler auf die Spur von Abd. M gelenkt, der danach von der Polizei überwacht wurde. Der Mann, der Kontakte zum Miri-Clan in Bremen und zum Abou-Chaker-Clan in Berlin pflegte, wird einen Teil seiner Strafe in einer Entziehungsanstalt absitzen.

Festnahme letztes Jahr

Gefasst wurde der Mann im vergangenen Sommer – gemeinsam mit einem Komplizen in einer Wohnung im Magdeburger Norden. Widerstandslos ließ er sich die Handschellen anlegen und abführen. Die Polizisten fanden in seiner Wohnung 200 Gramm Kokain und zwei Messer.

Zur gleichen Zeit durchsuchten weitere Spezialeinsatzkräfte noch zwei andere Objekte in Magdeburg und Schönebeck. Der Schlag gegen die Dealer lohnte sich: An diesem Freitagabend wurden Drogen mit einem Marktwert von 150.000 Euro gefunden – darunter Kokain und Crystal Meth. Die Beamten fanden eine Kalaschnikow mit vollem Magazin, einen Granatwerfer, schussbereite Pistolen, Macheten, Messer. Und jede Menge Bargeld und Funktelefone.

Quelle: dpa, MDR/pow

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 30. Juli 2020 | 11:00 Uhr

41 Kommentare

winfried vor 24 Wochen

Mediator ... aber eine Meinung, mag man sie für kompetent oder nicht kompetent halten, dürfen sie doch haben ?!
Sie beurteilen doch auch "unser" Rechtssystem, oder sollte es schon in Ihr Eigentum übergegangen sein ?!

part vor 24 Wochen

Da hat er ja noch Glück gehabt könnte man sagen, er hat wenigstens Straftaten begangen für die er verurteilt wurde. Eine ganze Gruppe von Beschuldigten erhielt in München Haftstrafen nur weil sie sich in ihrem Heimatland politisch betätigten und dafür dort sogar verfolgt wurden und jetzt hier wieder verfolgt werden, weil Despoten behaupten sie wären Terroristen. Nur Straftatbestände konnten ihnen kein konkreten nachgewiesen werden, so sieht Rechsstaatlichkeit aus.

Pumukl vor 24 Wochen

Wer diese Clan-Kultur Jahrzehnte ignorierte, darf sich nicht wundern, wenn irgendwann ein Clan bestimmt, wie der Laden hier läuft! Einfach Augen zumachen und denken, der andere sieht mich auch nicht, funktioniert nur im Kinderdenken. Erwachsene sollte die Augen offen halten!

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