Corona-Impfungen Eigene Terminvergabe: Magdeburg startet mit Impfungen für über 80-Jährige

Die Stadt Magdeburg startet ein eigenes Terminportal für die Anmeldung zur Corona-Schutzimpfung und weicht damit vom Weg des Landes Sachsen-Anhalt ab. Berechtigt sind in der ersten Phase über-80-Jährige. Termine können für die erste Februarwoche gebucht werden.

Impfspritzen
256 Impftermine können erst einmal vergeben werden. Magdeburg setzt dabei auf ein eigenes Buchungsportal. Bildrechte: MDR / Mark Michel

In Magdeburg können ab Donnerstag, den 28. Januar 13 Uhr, auf der Internetseite der Stadt die ersten Termine für eine Corona-Impfung gebucht werden. Das teilten Oberbürgermeister Lutz Trümper und die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, Simone Borris, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz mit.

Impfberechtigt sind in der ersten Phase Menschen über 80 Jahre. Insgesamt können 256 Termine für die Woche vom 1. bis zum 5. Februar, außer für den Mittwoch, gebucht werden.

Zur Impfung in Magdeburg

  • Wo? Auf dem Impfportal der Stadt unter magdeburg.de/Impfen.
  • Ab wann? Ab Donnerstag 28. Januar 13 Uhr wird das Portal freigeschaltet.
  • Welcher Impfstoff? Verimpft wird der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer.
  • Impftermine? In der Woche werden für die Woche vom 1. bis zum 5. Februar, jeweils 8 Uhr bis 12 Uhr vergeben.
  • Wer darf sich anmelden? Berechtigt für eine Impfung sind über-80-Jährige.
  • Wo ist das Impfzentrum? Im Impfzentrum Messehalle 3 im Elbauenpark. Ein Shuttleservice vom Parkplatz wird angeboten.

Borris sagte: "Wir starten mit dem Impfzentrum am Montag um 8 Uhr. Für den Zeitraum von 8 bis 12 Uhr könnten Termine vergeben werden." Auch andere Menschen dürften den Termin für ihre Angehörige buchen. Es sei möglich, für zwei Personen zu buchen, beispielsweise, damit Ehepaare gemeinsam an der Impfung teilnehmen könnten, so Borris.

Zweitimpfung nach 21 Tagen

Als Begründung für das eigene Terminportal sagte Borris: "Wir wollen eine eigene Lösung für die Vergabe der Impftermine nutzen. Das dürfen wir auch."

Hauptsächlicher Grund sei, dass man mit der eigenen Lösung zugleich auch den zweiten Impftermin ausmachen könne. Dieser Termin werde im Anschluss an die erfolgte Impfung vor Ort im Impfzentrum vergeben. Dabei werde versucht, den Zweitimpfungstermin nach 21 Tagen möglichst auf den gleichen Tag und die gleiche Uhrzeit zu legen.

Oberbürgermeister Lutz Trümper sagte: "Wir hoffen, ab dem 2. Februar dann sagen zu können, wie es mit den Impfungen weitergeht." Das sei auch abhängig von den Lieferungen.

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Recherche/Redaktion: MDR/Martin Paul

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 27. Januar 2021 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

SusiB. vor 5 Wochen

Da muss ich Ihnen leider Recht geben. Auch finde ich es unzumutbar für über 80 jährige die Anmeldung. Es hat nicht jeder einen PC , geschweige denn er kann damit umgehen. Auch viel ältere Menschen sind meistens doch schwerhöriger als Junge und hören am Telefon schlecht. Es gibt auch viele die keine Angehörigen mehr oder in der Nähe haben die Ihnen helfen können. Das ist nicht gut durchdacht. Wäre doch bestimmt ein leichtes für die Stadt im Einwohnermeldeamt die Adressen herauszufinden und diese Personen anzuschreiben.

Steffen 1978 vor 5 Wochen

Wenn es mit dem Tempo so weitergeht wie seit der ersten Impfung vor 6 Wochen dann brauchen wir noch Jahre bis alle durch sind lobenswert ist die dafür verantwortliche Organisation des Herrn Spahn

Wenzel vor 5 Wochen

10 Stunden später: Die 256 Termine sind vergeben.
Dafür hat aber die Oma im Seniorenheim schon ihre zweite Impfung bekommen.

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