Maskierte Männer besprühen einen Zug mit Graffitis.
Fahrgäste konnten damals die Angreifer filmen. Bildrechte: Privat

Bewährungsstrafe Erstes Urteil nach Überfall auf Magdeburger S-Bahn

Sie vermummten sich mit FCM-Schals, stoppten eine S-Bahn, versprühten Reizgas und beschmierten Waggons: Jetzt wurde der erste Täter verurteilt – zu einer Bewährungsstrafe.

Maskierte Männer besprühen einen Zug mit Graffitis.
Fahrgäste konnten damals die Angreifer filmen. Bildrechte: Privat

Nach dem Überfall auf eine S-Bahn bei Magdeburg im August 2018 hat es ein erstes Gerichtsurteil gegeben. Der Sprecher des Amtsgerichtes Magdeburg, Christian Hoppe, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, ein 33-Jähriger sei wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden.

Die Gesamtfreiheitsstrafe betrage ein Jahr und sieben Monate. Weil der Mann Erst-Täter sei, werde die Strafe für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Der Täter habe bis zur Urteilsverkündung in Untersuchungshaft gesessen. Diese Zeit werde angerechnet. Zunächst hatte die "Volksstimme" über das Urteil berichtet.

Fahrgäste filmten die Täter

Der 33-Jährige soll mit weiteren Verdächtigen vergangenen Sommer eine S-Bahn am Haltepunkt "Barleber See" gestoppt und überfallen haben. Die Angreifer hatten Reifen auf die Gleise gelegt und im Zug Reizgas versprüht.

Ein Graffito auf einem Zug.
Die Schriftzüge sind deutlich zu erkennen. Bildrechte: Bundespolizeiinspektion Magdeburg

Die Bahn war mit den Buchstaben "FCM" und "APK" besprüht worden. Insassen hatten die Tat gefilmt. Der Polizei gelang es so, die Verdächtigen zu ermitteln.

Die weiteren Verdächtigen warten nach Angaben der "Volksstimme" noch auf ihre Anklagen. Der genaue Zeitpunkt dafür ist laut der Zeitung noch nicht bekannt. Die Ermittlungen seien hier noch nicht abgeschlossen.

Quelle: MDR/ff

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 12. Februar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2019, 19:00 Uhr

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25 Kommentare

14.02.2019 19:05 Weißenrau 25

@20, Max W. "Das hier ist buchstäblich ein Einzelfall, der mich in diesem Bundesland nicht einmal wundert".

Es ist kein Einzelfall. Im Umfeld von Fußballclubs wie FCM sind regelmäßig gewaltbereite Hooligans und Ultras unterwegs, die sich wie die letzten Vandalen benehmen.

Nicht nur einmal war ich mit solchen Leuten in der Bahn gefangen: Es wird geraucht, Wände mit Stift bekritzelt, alles vollgesaut, Fahrgäste belästigt und beleidigt, menschenverachtende Parolen gebrüllt, usw. Beim Aussteigen leere Bierflaschen sinnlos im Zug zerschmissen. Die pure Freude am Randalieren.

Alte Menschen und ein Rollstuhlfahrer im Zug hatten sichtlich Angst. Zudem schmiert dieses Klientel auch noch Bahnhofgsgebäude mit "FCM"-Graffitis voll - oder auch gleich ganze Züge.

Also ein "Einzelfall" ist das sicherlich nicht. Das sind deutsche Gewalttäter aus der Region - und keine "Clans" aus Berlin. Auch wenn Sie das nicht gerne hören möchten.

14.02.2019 16:34 paul 24

Mediator, wie naiv sind sie eigentlich?
Was sie von sich geben ist sehr bedauerlich und nicht zutreffend.

14.02.2019 14:45 Sr.Raul 23

Wir Fahren damit so gut, dass gewisse Kreise es nicht für voll nehmen. Siehe den Bahnüberfall. Weiteres der letzten Tage berichtet: 1) Clan zu NBG mit allen Nebengeräuschen. 2) Selbsternannter "König" mit allen Nebengeräuschen. "Sehr, sehr gut" fährt da sicher sonst Wer, der Staat, die Opfer und die Mehrheit der Bevölkerung sicher nicht. Wunder, dass man den jugendlichen 33 Jährigen Delinquenten nicht noch für 3 Monate zur Selbstfindung in die Peruanischen Anden schickt. Auf Steuerzahlers Kosten versteht sich. Wir brauchen noch viel mehr Schutz für die armen Gestrandeten. Aber so hat jeder seine Meinung, @19 (Mediator)