Coronavirus Feuerwehrmann aus Magdeburg positiv getestet – 16 Kollegen in Quarantäne

Sie müssen helfen, wenn es brennt – die Kameraden der Feuerwehr. Jetzt ist die Magdeburger Berufsfeuerwehr geschwächt. Denn einer der Kameraden wurde positiv auf das Coronavirus getstest und gleich 16 Kameraden mussten in Quarantäne.

Spinde der Feuerwehr mit Feuerwehrkleidung.
Bei der Feuerwehr in Magdeburg bleiben mehrere Spinde derzeit unberührt – die Kollegen sind in Quarantäne. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla

In Magdeburg ist ein Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat der leitende Branddirektor Helge Langenhan MDR SACHSEN-ANHALT bestätigt. Demnach befinden sich nun 16  Kollegen in Quarantäne. Langenhan ist dennoch zuversichtlich, den Ausfall kompensieren zu können. Er sagte MDR SACHSEN-A NHALT am Telefon, ein Ausfall von bis 30 Prozent des Personals könne abgefedert werden. Bei der Berufsfeuerwehr sind nach Informationen auf magdeburg.de rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Sollten in den kommenden Wochen doch noch mehr Kollegen ausfallen, könne Langenhan auf die freiwilligen Feuerwehren zurückgreifen. Das sei derzeit aber nicht nötig. Im Stadtgebiet von Magdeburg gibt es rund 250 freiwillige Feuerwerleute, unter anderem in Olvenstedt, Ottersleben, Randau oder Beyendorf-Sohlen.

Corona-Patient und Kameraden geht es gut

Nach Angaben des leitenden Branddirektors geht es allen seinen betroffenen Mitarbeitern gut, sowohl denen in Quarantäne, als auch dem Feuerwehrmann, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Bei der Berufsfeuerwehr würden besondere Hygienemaßnahmen gelten, um das Personal zu schützen. Das größte Problem, so Langenhan, sei, dass es in ganz Deutschland derzeit keinen Mundschutz gebe. Damit könnten sich seine Mitarbeiter noch besser schützen. Seine Hauptsorge sei derzeit, dass alle gesund blieben.

Anordnung des Oberbürgermeisters

Zuvor hatte die "Volksstimme" berichtet. Demnach gilt für die Feuerwehr Magdeburg zunächst ein abgeschmolzener Einsatzplan bis 19. April 2020. Ob er sich überhaupt bis zu dem Datum bewährt, hängt vom Gesundheitszustand des Restes der Kollegenschaft ab. Oberbürgermeister Lutz Trümper habe verfügt, dass sich im Wachdienst bei der Feuerwehr vorübergehend nicht mehr 54, sondern nur 39 Feuerwehrleute einsatzbereit halten müssten.

Bereits vor einer Woche war ein Corona-Fall bei der Berufsfeuerwehr in Halle bekannt geworden.

Quelle: MDR/jw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 26. März 2020 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. März 2020, 14:03 Uhr

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