Interview mit Amtsarzt Hennig Steigende Corona-Zahlen: Magdeburger Gesundheitsamt an der Belastungsgrenze

Die Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt steigen. Das stellt die Gesundheitsämter vor Herausforderungen. Laut Magdeburgs Amtsarzt Eike Hennig kommen die Mitarbeitenden kaum noch mit der Nachverfolgung der Infektionsketten hinterher.

Das Gesundheitsamt Magdeburg habe zur Zeit jeden Tag zwischen 20 und 30 neue Fälle, so Hennig. Jeder Infektionsfall beschäftige die Mitarbeitenden tagelang – wegen der Nachverfolgung der Kontaktpersonen und Rückfragen der Betroffenen. Deshalb werde das Gesundheitsamt mit weiter steigenden Zahlen nicht mehr jeden Einzelfall nachverfolgen können, kündigt Hennig an. Stattdessen soll differenzierter betrachtet werden, ob die Infektionen aus sensiblen Bereichen kommen. Dazu gehören beispielsweise Seniorenheime, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen. Man gehe aus der sogenannten Containment-Phase in die Protection-Phase (Schutzphase) des Pandemieplans, erklärte Hennig im Interview:

Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 23. Oktober 2020 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Grosser Klaus vor 5 Wochen

Man muss andere Meinungen aushalten können, ohne gleich mit gefühlsmäßigen Mutmaßungen niedergeschrien zu werden. Und als Verweigerer, Verschwörungstheoretiker in die Ecke der wirklichen Verfassungsfeinde in eine Ecke gestellt zu werden.
Ein Hoch auf die letzten 30 Jahre, indem bisher solcher Diskurs auch kontrovers möglich war. Die Älteren erinnern sich!
Kritisches liberales hinterfragen gegen Duckmäusertum, vorauseilenden Gehorsam & Denunziantentum, mit der zugehörigen Hygiene und den minimalen Regeln die ein Leben außerhalb der vier Wände und der Arbeit lebenswert erhalten. Damit Social Distancing bei der Bevölkerung nicht überschaubare psychische Störung hervorruft die am Ende einen größeren Schaden der allgemeinen Gesundheit hervorrufen.

Grosser Klaus vor 5 Wochen

Dass der Lockdown damals bundesweit beschlossen wurde, weil man nicht wusste, wie viele Menschen intensiv medizinisch hätten betreut werden müssen und man keine italienischen Verhältnisse hier haben wollte. Damals war einfach ein ganz anderer Kenntnisstand als heute.
Aber jetzt geht es doch darum, zu schauen, wie groß die Durchseuchung ist und wie viele Intensivbetten für die sogenannten Risikopatienten nötig sind plus der geringen Anzahl derer, die es auch hart trifft, obwohl sie ansonsten gesund erscheinen. Ansonsten überstehen ja die meisten Leute, Gott sei Dank, Covid-19 recht glimpflich. Um einen erneuten Lockdown abzuwenden, sind Zahlen, die den Krankheitsverlauf berücksichtigen, einfach notwendig. Alles andere ist verantwortungslos.

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