Ein Mensch in Handschellen
Zwei männliche Verdächtige sitzen bereits in Untersuchungshaft. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Versuchte Tötung Haftbefehle nach Angriff in Magdeburger Straßenbahn

Nach dem brutalen Übergriff in einer Magdeburger Straßenbahn ist Haftbefehl erlassen worden. Wie die Polizei mitteilte, sitzen zwei der vier Tatverdächtigen bereits in Untersuchungshaft. Ihnen wird versuchte Tötung vorgeworfen.

Ein Mensch in Handschellen
Zwei männliche Verdächtige sitzen bereits in Untersuchungshaft. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Nach dem Angriff in einer Straßenbahn in Magdeburg ist Haftbefehl gegen zwei männliche Tatverdächtige erlassen worden. Laut Polizei sitzen die 16 und 18 Jahre alten Deutschen bereits in Untersuchungshaft. Gegen sie wird demnach wegen versuchter Tötung ermittelt.

Zu zwei weiblichen Tatverdächtigen, die am Montag ebenfalls vernommen wurden, gibt es bisher keine näheren Angaben. 

Opfer weiter in ärztlicher Behandlung

Haltestellenschild Damaschkeplatz/ZOB/Hauptbahnhof
An der Haltestelle Damschkeplatz verlagerte sich die Auseinandersetzung aus der Straßenbahn auf den Gehweg. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Am Samstagabend sollen die Vier in einer Straßenbahn randaliert haben. Als ein Fahrgast sie zur Rede stellen wollte, gingen sie auf den Mann mit Schlägen und Tritten los. Dabei erlitt der gebürtige Magdeburger, der jetzt in Hamburg lebt, schwerste Kopfverletzungen. Nach Angaben der Polizei befindet sich das Opfer in ärztlicher Behandlung. Nach dem Angriff schwebte der 22-jährige Mann zwischenzeitlich in Lebensgefahr.

MVB wollen in Sicherheit investieren

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) wollen auf den Vorfall mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen reagieren. Wie MVB-Sprecher Tim Stein MDR SACHSEN-ANHALT sagte, werden ab September alle Mitarbeiter der MVB mit einem speziellen Anti-Aggressionstraining geschult.

Außerdem würde die MVB sich Gedanken um die Aufstockung von Videotechnik machen. "Bei neuen Fahrzeugen achten wir darauf, dass sie ab Werk mit Kameras ausgestattet sind", so Stein. Diese hätten jedoch nicht, wie oft vermutet, eine präventive Wirkung. Der Fahrer habe nur einen Spiegel und keinen Monitor in der Kabine. Bei 30 Meter langen Bahnen habe der Fahrer dementsprechend nur eine eingeschränkte Sicht, so Stein. Aktuell sei rund die Hälfte der Busse und Bahnen mit Überwachungskameras ausgestattet, so auch die Straßenbahn, in der der Vorfall geschah.

Weiter will die MVB diskutieren, ob Sicherheitspersonal auf bestimmten Strecken eingesetzt werden soll, so der Sprecher. Das sei bereits in der Vergangenheit partiell zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls geschehen.

Kein Einzelfall

In Magdeburg hatte es in diesem Jahr bereits Prügelattacken an einer Haltestelle und in einer Straßenbahn gegeben, die für großes Aufsehen gesorgt haben. Im April soll ein aus Syrien stammender Mann erst einen anderen Mann mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Tage später soll derselbe Mann dann in einer Bahn auf eine 18-jährige Schülerin eingeschlagen haben. Ein Student, der zu Hilfe gekommen war, wurde dabei lebensbedrohlich verletzt.

Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 13. August 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. August 2019, 11:58 Uhr

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26 Kommentare

13.08.2019 22:29 Ossi 65 26

13.08.2019 20:57 Mediator an Ossi 65(24) 25,
Mediator, Eins muss man Ihnen lassen, Sie sind sehr Redegewandt. Aber ich Denke wir beenden hiermit dieses Thema, und in Teilen gebe ich Ihnen ja auch mal recht. Ich denke, das auch Sie Straftaten jeder Art Verurteilen, und das mache ich auch bloß. In diesem Sinne, bis zum nächsten Thema mit Kommentar Freigabe, aber wenn möglich ohne gegenseitige Beleidigungen.

13.08.2019 20:57 Mediator an Ossi 65(24) 25

Auch auf die gefahr hin, dass dieser Beitrag wegen "off topic" nicht freigegeben wird:

Was wollen sie denn mit ihrem Beitrag eigentlich sagen? Manchmal sollen ein paar Sätze mehr zur Verständlichkeit der eigenen Aussage beitragen.

Was den zitierten Artikel und die entsprechenden Kommentare angeht, so stehen in diesen doch tatsächlich die diskutierte Straftat relativierende Aussagen die fremdenfeindliche Stereotype bedienen. Darf man so etwas nicht benennen? Wir wollen doch über Fakten und nicht über Vorurteile diskutieren.

Schön wäre es übrigens wenn man über Straftaten und deren Ursachen neutral diskutieren könnte. Die Ursachen liegen zumeist im Alter, dem Geschlecht und der sozialen Situation und Perspektive und weniger in der Nationalität von Menschen. Berücksichtigt man diese Regeln, dann hat man u.a. eine Chance Lösungsansätze zu finden.

13.08.2019 18:30 Ossi 65 24

13.08.2019 18:03 MEdiator an Ossi 65(65) 22, Der Artikel Halberstadt Zitat unten.
09.08.2019 16:14 Mediator 11
Die Kommentare 1-6 bemühen sich wieder einmal eine Straftat zu relativieren. Dazu bemüht man die üblichen rassitischen Vorurteile gegen Ausländer.

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