Der Elbpegel Magdeburg an der Strombrücke zeigt am 16.08.2018 einen Pegelstand von 50 Zentimetern, obwohl der tatsächliche Pegel 48 Zentimeter beträgt.
48 oder 50 Zentimeter? Die Anzeige am Elbufer springe nicht für jeden Zentimeter hin und her, sagte ein Sprecher des WSA. Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Niedrigwasser Elb-Pegel Magdeburg erreicht historischen Tiefststand

Nur noch 48 Zentimeter beträgt der Pegelstand in der Elbe in Magdeburg an der Strombrücke. So niedrig stand dort das Wasser seit mehr als 80 Jahren nicht mehr.

Der Elbpegel Magdeburg an der Strombrücke zeigt am 16.08.2018 einen Pegelstand von 50 Zentimetern, obwohl der tatsächliche Pegel 48 Zentimeter beträgt.
48 oder 50 Zentimeter? Die Anzeige am Elbufer springe nicht für jeden Zentimeter hin und her, sagte ein Sprecher des WSA. Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Die Elbe hat in Magdeburg ihren historischen Tiefststand erreicht. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) beträgt der Pegelstand an der Strombrücke am späten Donnerstagvormittag 48 Zentimeter. Damit steht das Elbewasser genau so tief wie 1934.

Auch in den kommenden Tagen verharrt der Elbpegel auf niedrigem Niveau. Der niedrige Wasserstand beeinträchtigt seit Wochen die Schifffahrt in Sachsen-Anhalt. Frachtschiffe weichen auf andere Routen aus. Die Weiße Flotte hat den Betrieb ihrer Ausflugsschiffe zumindest im Stadtgebiet Magdeburg eingestellt. Ab Freitag fährt auch die Elbfähre Arneburg nicht mehr.

Anzeige am Elbufer träge

Die Elbe in Magdeburg von oben
Die Elbe in Magdeburg führt immer weniger Wasser. Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger

Schaulustige sollten sich nicht von der elektronischen Anzeige am Elbufer irritieren lassen, die zuletzt noch mehr angezeigt hatte, sagte ein Sprecher des WSA MDR SACHSEN-ANHALT. Sie sei träge programmiert und springe nicht für jeden Zentimeter hin und her.

Für das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt bedeutet der Stand erstmal nicht viel, denn das Amt misst rund um die Uhr alle 15 Minuten den Wasserstand. Aus allen Daten wird der Mittelwert gebildet. Die Messsysteme müssen kontrolliert, die Daten auf ihre Plausibilität geprüft werden. Nur wenn danach ein Wert von 48 Zentimetern steht, wäre für die Behörden das Allzeittief von 1934 wieder erreicht.

Pegel an der Strombrücke online einsehen

Quelle: MDR,dpa/ff

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 16. August 2018 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2018, 18:55 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

4 Kommentare

18.08.2018 12:38 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 4

@ 3:
Zitat "Schon sehr traurig mit anzusehen was in diesem Jahr passiert. Die Flüsse trocknen aus, in Seen sterben die Fische, Landwirte stehen vor dem Ruin, Wälder brennen. Wenn die Dürre so weiter geht, wird bestimmt auch noch das Trinkwasser irgendwann knapp.

Dann haben die Menschen ein riesen Problem [...]"

Soweit kann ich Dir voll zustimmen!

Zitat "[...] und niemand kann uns Helfen."

Doch! 'Wir selbst' könnten etwas tun... aber das ist leider nicht sehr 'bequem' und daher lassen 'wir' es mehrheitlich offensichtlich lieber...

17.08.2018 18:52 Tim 3

Schon sehr traurig mit anzusehen was in diesem Jahr passiert. Die Flüsse trocknen aus, in Seen sterben die Fische, Landwirte stehen vor dem Ruin, Wälder brennen. Wenn die Dürre so weiter geht, wird bestimmt auch noch das Trinkwasser irgendwann knapp.

Dann haben die Menschen ein riesen Problem und niemand kann uns Helfen.

17.08.2018 07:41 Carolus Nappus 2

Was war denn 1934, bei einem noch deutlich natürlicherem Flusslauf und viel weniger Industrie für diesen Tiefstand verantwortlich?