Von Autofahrern überwältigt Mann verletzt Frau in Magdeburg mit Messer – und bedroht Passanten

Donnerstagnachmittag im Norden von Magdeburg: Ein Mann greift an einer Straßenbahnhaltestelle eine Frau mit einem Messer an. Später bedroht er in einer Bahn mehrere Fahrgäste mit weiteren Messern. Autofahrer überwältigen den 21-Jährigen – und übergeben ihn der Polizei. Der Syrer wurde festgenommen.

Ein Fahrzeug des Landeskriminalamtes steht nach einer Gewalttat an einer Straßenbahnhaltestelle in Magdeburg.
Am Donnerstagabend waren noch Beamte des LKA an der Straßenbahnhaltestelle vor Ort. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel

In Magdeburg hat ein Mann am Donnerstagnachmittag mehrere Menschen mit Messern angegriffen und zum Teil offenbar verletzt. Das teilte die Polizei am Abend mit. Der 21 Jahre alte Mann aus Syrien hatte demnach an der Straßenbahnhaltestelle "Milchweg" im Norden der Stadt einen Streit mit einer Frau. Wie Zeugen berichteten, wurde die Unbekannte dabei von dem Mann verletzt.

Der mutmäßliche Täter sei dann in eine Straßenbahn eingestiegen und habe mehrere Fahrgäste mit Küchenmessern bedroht. Später war er laut Polizei wieder aus der Bahn ausgestiegen und hatte mit Messern in beiden Händen auf einer Kreuzung gestanden. Zwei Autofahrer hätten den Mann überwältigt und festgehalten, bis die Polizei eingetroffen sei. Einer der Autofahrer sei verletzt worden.

Ein Fahrzeug des Landeskriminalamtes steht nach einer Gewalttat an einer Straßenbahnhaltestelle in Magdeburg.
Die Haltestelle "Milchweg" liegt an der Grenze der Stadtteile Neustädter Feld und Kannenstieg. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel

Mann von Autofahrern überwältigt – Festnahme

Zu den Hintergründen der Tat machte die Polizei bislang keine Angaben. Eine politisch motiverte Tat sei aber aktuell nicht auszuschließen, hieß es. Der 21 Jahre alte Syrer wurde den Beamten zufolge festgenommen.

Quelle: MDR/ld,ff

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. August 2020 | 21:00 Uhr

49 Kommentare

der_Silvio vor 5 Wochen

Alle Achtung; einen Rentner, der auf Grund eines Schwächeanfalls in eine Menschenmenge fährt, mit einem Menschen zu vergleichen, der mit Messern auf seine Mitmenschen losgeht und diese verletzt, ist schon eine Leistung. Das spricht für Ignoranz und Hohn den Opfern gegenüber, wohl kaum für ein gesundes Rechts– bzw. Gerechtigkeitsverständnis.
Einzig den Männern, die beherzt eingegriffen haben, ist zu verdanken, daß es (mit aller Wahrscheinlichkeit) nicht mehr Verletzte oder gar Todesopfer gab.
Sie hingegen sollten die Weise ihrer Argumentation überdenken.

MDR-Team vor 5 Wochen

Liebes faultier,
unserem Empfinden herrscht hier kein aggressiver Ton. Die Nutzerin hat zum Thema nachgefragt und Ihre Auffassung geschildert. Wir können hier jedoch eine Meinungsverschiedenheit feststellen. Wir haben die vorherigen Kommentare noch einmal geprüft und können keinen Verstoß gegen die Kommentarrichtlinien erkennen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr MDR.de-Team

ralf meier vor 5 Wochen

Hallo Team, Sie haben Recht, was die Plazierung dieses Artikels im MDR angeht. Entschuldigen Sie, das ich daran nicht mehr dachte, als ich meinen Kommentar schrieb.
mit freundlichen Grüßen ralf meier

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