Schleusen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg Millionenprojekt in Magdeburg Rothensee

In Magdeburg Rothensee wird schon bald ein Millionenprojekt umgesetzt. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes will dort eine Großleitzentrale bauen. In diese Zentrale soll auch ein Besucherzentrum einziehen, in dem anschaulich über das Wasserstraßenkreuz mit seiner Trogbrücke bei Hohenwarthe und das Schiffshebewerk informiert werden soll.

Blick auf das grüne Schleusenbecken des Schifsshebewerks Rothensee
Bildrechte: MDR/Stephan Schulz

An der Schleuse in Magdeburg Rothensee weht ein eisiger Wind. Ein Tankschiff steht im Schleusenbecken und wartet darauf, dass es weiter fahren kann. Und ganz oben auf dem Aussichtsturm zeigt Burkhard Knuth auf eine Wiese mit Laubbäumen. Knuth ist der Chef des Wasserstraßen-Neubauamtes in Magdeburg, und die Wiese mit den Laubbäumen ist der Platz, auf dem eine Großleitzentrale für Schleusen gebaut werden soll: "Wir planen hier eine große Revier- und Leitzentrale für sämtliche Schleusen der Saale, für die Schleusen des Wasserstraßenkreuzes, des Elbe-Havel-Kanals und der Untere-Havel-Wasserstraße.", sagt Knuth.

Insgesamt sollen 30 Schleusen von der Großleitzentrale in Magdeburg Rothensee aus bedient und überwacht werden, einschließlich 16 beweglicher Wehre, vier Pumpwerke und einer Hochwasserentlastung.

Baubeginn noch offen

Das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg ist als Bundesbehörde derzeit dabei, sich die finanziellen Mittel für das Bauprojekt zu sichern. Die genauen Kosten stünden noch nicht fest, aber ein Wunschtermin für den Baubeginn, so Knuth: "Wenn alles gut geht, könnte 2021 mit dem Bau begonnen werden."

Von der Großleitzentrale in Magdeburg Rothensee werde auch das Nachbarbundesland Brandenburg mit seinen Schleusen profitieren, sagt der Chef des Wasserstraßen-Neubauamtes: "Sowohl die Schleusen in Wusterwitz, in Zerben und Brandenburg, als auch die Schleusen an der Unteren Havel-Wasserstraße werden damit angeschlossen."

Burkhard Knuth, der Leiter des Wasserstraßen-Neubauamts Magdeburg, steht in blauem Anorak oberhalb des Schiffshebewerks Rothensee
Burkhard Knuth ist der Chef des Wasserstraßen-Neubauamtes in Magdeburg. Bildrechte: MDR/Stephan Schulz

Schleusen sollen gemeinsam gesteuert werden

Mit dem Bau der Großleitzentrale zwischen Mittellandkanal und dem Abstiegskanal Magdeburg Rothensee sollen vor allem Synergien erzielt werden. Ziel ist es, die Schleusen mit weniger Aufwand zu betreiben.

"Wir haben derzeit drei Leitzentralen, eine in Bernburg an der Saale, eine hier am Wasserstraßenkreuz und eine in Rathenow für die Untere Havel-Wasserstraße", erklärt Burkhard Knuth. "Die sollen zuzüglich anderer Schleusen vereinigt werden." Bis zu 15 Mitarbeiter sollen dann auf der Großleitzentrale für Schleusen arbeiten.

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 18. Januar 2020 | 18:00 Uhr

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