Privatparty Polizei löst Rechtsrock-Party in Magdeburg auf

Im Süden Magdeburgs hat die Polizei am Samstagabend eine Rechtsrock-Party gestürmt. An der privaten Veranstaltung haben rund 40 Personen teilgenommen. Ein Mann war so aggressiv, dass er sogar gefesselt werden musste.

Polizisten halten eine Person fest an einer Wand
Einige Personen verhielten sich aggressiv gegenüber der Polizei und mussten festgehalten werden. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

In Magdeburg-Ottersleben hat die Polizei am späten Samstagabend eine Rechtsrock-Party aufgelöst. Wie eine Polizeisprecherin MDR SACHSEN-ANHALT bestätigte, waren an dem Großeinsatz rund 50 Kräfte der Bereitschaftspolizei und des regulären Streifendienstes im Einsatz.

Nach Angaben der Polizei haben an der Veranstaltung rund 40 Personen teilgenommen. Einige von ihnen verhielten sich der Polizei gegenüber aggressiv. Ein 45-Jähriger behinderte den Einsatz so sehr, dass er kurzzeitig gefesselt werden musste. Verletzt wurde aber niemand, so die Polizei. Die Privatparty hat in Zelten auf einem Privatgelände stattgefunden. Der Mann, dem das Gelände gehört, sei polizeibekannt.

Die Polizei beschlagnahmte einen Laptop und mehrere Tonträger. Es werden nun Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 24. März 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. März 2019, 11:29 Uhr

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103 Kommentare

26.03.2019 18:37 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 103

Wer Straftaten nach §130 StGB als Kavaliersdelikte oder ähnlich relativierende Bezeichnungen bagatellisiert, der fördert das Verleugnen des schlimmsten Massenmordes der Geschichte.

Wer Hitler und seine Meuchelmörder "feiert", der hat sich aus der zivilisierten Gesellschaft verabschiedet und lebt in einer Parallelwelt, in der Gewalt gegenüber anderen Menschen zumindest akzeptiert, wenn nicht sogar gefordert bzw. gefördert wird.

26.03.2019 11:05 Mediator an albi (101) 102

Entschuldigung, aber was eiern sie hier herum? Egal ob diese Neonazis auf einer Tupper- oder Rechtsrockparty waren gilt das Strafgesetzbuch.

Wenn also durch das Abspielen von indizierten Liedern mit volksverhetzenden Texten Straftaten begangen wurden, dann hat die Polizei einzugreifen.

Wenn die anwesenden Neonazis sich dann den Anweisungen der Polizei widersetzen und somit weitere Straftaten begehen, dann rechtfertigt dies weitere Ermittlungen.

Ansonsten ist es sinnlos darüber zu diskutieren ob man nun Flüchtlingsheime anzünden oder volksverhetzende und auf de Index stehende Musik abspielen darf. So etwas regeln unsere Gesetze für alle Menschen in unserem Land verbindlich und die Polizei setzt diese Gesetze um.

26.03.2019 10:01 albi 101

Zu 98
Die Überschrift zu diesem Thema haben Sie schon gelesen, oder? Hab da so meine Zweifel. Es war eben nicht eine machtübernahme durch Rechte oder sonstwas was sie hier uns Weißmachen wollen. Mit ihren Theorien können Sie vielleicht im Häkelkurs von 60 jährigen Angst hervorrufen. Es war eine Rechtsrockparty , so wie es in der Übersicht steht. Wäre es was schlimmeres, hätte das garantiert auch so in der Überschrift gestanden. Was dort gesungen wurde, usw , heiße ich auch nicht für gut , und darum werden die entsprechend verantwortlichen Leute hoffentlich auch bestraft.

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