Zwei Polizeibeamte führen einen Mann in einen Gerichtssaal.
Der 37-Jährige soll im September 2018 auf seine Ex-Freundin eingestochen haben. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Ex-Freundin niedergestochen Prozess nach Messerstichen in Magdeburger Supermarkt

Sie waren 18 Monate ein Paar, doch die Trennung hatte ein 37-Jähriger offensichtlich nicht verwunden. Er soll seine Ex-Freundin in einem Supermarkt niedergestochen haben. Sie überlebte nur durch eine Not-Operation.

Zwei Polizeibeamte führen einen Mann in einen Gerichtssaal.
Der 37-Jährige soll im September 2018 auf seine Ex-Freundin eingestochen haben. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Vor dem Landgericht in Magdeburg muss sich seit Donnerstag ein 37-Jähriger verantworten. Der Magdeburger soll am 18. September 2018 seine ehemalige Freundin in einem Supermarkt am Olvenstedter Platz niedergestochen haben. Gerichtssprecher Christian Löffler sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dem Angeklagten werde versuchter Mord vorgeworfen.

Das Opfer, eine 23-Jährige, wurde am Hals verletzt. Laut Löffler wurde eine Vene getroffen. Die junge Frau überlebte nur, weil eine Altenpflegerin, die sich zufällig in dem Supermarkt aufgehalten hatte, sofort einen Druckverband anlegte und das Opfer später notoperiert wurde. Die Altenpflegerin rettete der Frau somit das Leben.

Angeklagter will sich nicht selbst vor Gericht äußern

Der Täter war bei seiner Tat von mehreren Überwachungskameras gefilmt worden. Er war nach der Tat geflüchtet, konnte aber noch am selben Tag festgenommen werden.

Der Angeklagte will sich vor Gericht nicht äußern. Er ließ seinen Anwalt lediglich eine Stellungnahme vorlesen. Darin zeigte er Reue und ließ mitteilen, dass ihm leid tue, was geschehen ist. An die Tat selbst könne er sich allerdings gar nicht erinnern. Er wisse nur, dass er festgenommen wurde. Außerdem sei er öfter mit Alkohol und Drogen in Berührung gekommen.

Die Staatsanwaltschaft geht von einer klaren Tötungsabsicht aus. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Angeklagten 3 bis 15 Jahre Haft.

Quelle: MDR/jw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 07. Februar 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Februar 2019, 12:48 Uhr

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11 Kommentare

08.02.2019 21:25 Wie bestellt -so geliefert 11

Mediator@9 Da sie meinen Kommentar wunderbar in ihre geistige Richtung gedreht haben, noch einmal für sie. In den Bericht hier geht es um Gewaltverbrechen und genau auf solche Verbrechen habe ich meinen Kommentar bezogen. Sie wissen doch ganz genau, daß hier nicht der Ladendieb oder Kleinkriminelle gemeint ist. Sie sollten vielleicht selbst mal darüber nachdenken, es gibt keine Gewaltverbrechen die man schön reden kann egal von wem sie begangen wurden. Bei ihnen ist es sehr auffällig, wenn es um Straftaten von Deutschen geht sind sie sofort unter den ersten Kommentatoren. Bei Straftaten von Flüchtlingen brauchen sie immer etwas Bedenkzeit. Schon eigenartig, wo doch ein Mediator ein Gerechter oder Ausgleichender sein sollte.

08.02.2019 19:36 OTTO 10

@7 Naja, es ist schon ein gravierender Unterschied, wenn streitende junge Männer wegen einer Vaterschaftsfrage aneinander geraten und dies ein tragisches Ende nimmt, oder ob ein Erwachsener Mann in Tötungsabsicht seine völlig ahnungslose Ex-Freundin die Kehle in aller Öffentlichkeit durchschneidet! In beiden Fällen waren ürigens Drogen im Spiel und beide Fälle sollten rechtsstaatlich für sich beurteilt werden. Persönlich finde ich die Tat in Magdeburg, in Bezug zu ähnlichen Verbrechen, in ihrer medialen Berichterstattung nur recht dürftig.

08.02.2019 19:08 Mediator 9

@Wie bestellt(8): Überspitz formuliert plädieren sie dafür, dass man als Flüchtling eine beliebige Straftat in Deutschland ohne Angst vor Strafe begehen kann, weil man ja nicht in Haft genommen wird sondern nur irgendwohin abgeschoben wird. Weiterhin überspitzt formuliert würden sie also einen Ladendieb in den Tod abschieben? Denken sie einfach einmal darüber nach, ob das wirklich eine vernünftige Güterabwägung bzw. Gerechtigkeitsempfinden ist.

@albi(7): Die Tat von Köthen als bestialisch zu bezeichnen sagt mehr über sie aus als über den Täter. Was die Tötungsabsicht angeht, so hat wohl eher der Deutsche, um den es in diesem Artikel geht, bestialisch gehandelt. Ansonsten ist es eben tatsächlich so, dass Prügeleien manchmal tödlich enden und es eigentlich keiner so gewollt hat.

@kein Otto(6):Tun sie einfach einmal so, also ob genauso wie bei Deutschen der Größte Teil der Flüchtlinge keine Straftaten begeht und schon wird ihre Aussage sinnlos.