Rotorblattfertigung Rothensee Abfindungen und Hilfe: Sozialplan für Mitarbeiter von Enercon-Zulieferer

Die Enercon-Krise hat in Magdeburg dramatische Folgen. So muss die Rotorblattfertigung Rothensee ihren Betrieb einstellen. Für die rund 400 Mitarbeiter wurde nun ein Sozialplan vorgelegt.

Blick auf Enerconbetriebsgelände.
Die Enercon-Krise betrifft auch die Zulieferer. In der Rotorblattfertigung in Rothensee werden 400 Mitarbeiter ihren Job verlieren. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bei der vor dem Aus stehenden Rothenseer Rotorblattfertigung haben sich Geschäftsführung und Betriebsrat nach Angaben der Geschäftsleitung auf einen Sozialplan geeinigt. "Das verhandelte Paket hat ein Volumen von mehreren Millionen Euro", teilte das Unternehmen mit. Der Sozialplan sehe Abfindungen und die Möglichkeit des Wechsels in eine Transfergesellschaft vor.

Individuelle Abfindungen geplant

Die 402 Mitarbeiter des Unternehmens erhalten den Angaben zufolge Abfindungen in individueller Höhe. Der zusätzlich angebotene Wechsel in eine Transfergesellschaft soll die Mitarbeiter vor Arbeitslosigkeit schützen und bei der Vermittlung in ein neues Beschäftigungsverhältnis helfen. Die Laufzeit der Gesellschaft werde individuell ermittelt und betrage bis zu zwölf Monate. In der Transfergesellschaft bekämen die Beschäftigten Transferkurzarbeitergeld, das von der Enercon aufgestockt werde.

Krise bei Enercon bedeutet Aus für Zulieferer

Die Firma war Zulieferer für den Windanlagenbauer Enercon, der im November die Verlagerung der Fertigung ins Ausland angekündigt hatte. Am Standort in Magdeburg sollen 1.600 Stellen gestrichen werden. Mangels Geschäftsgrundlage muss das Unternehmen bis Ende September 2020 den Betrieb einstellen und jede weitere unternehmerische Tätigkeit beenden.

Quelle: MDR,dpa/ff

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 20. Dezember 2019 | 05:00 Uhr

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