Nach Jahren der Planung Neue Stadtwache soll für Frieden auf dem Hasselbachplatz sorgen

Nach zwei Jahren Planung kommt sie: Die Magdeburger Stadtwache aus Polizei und Ordnungsamt soll auf dem Hasselbachplatz für Ruhe sorgen. Aber nicht nur dort. Deshalb wird sie nicht direkt vor Ort am Hassel sein.

Der Hasselbachplatz in Magdeburg.
Nicht immer friedlich: der Hasselbachplatz. Bildrechte: MDR/Wenzel Oschington

Mehr als zwei Jahre hat es gedauert. Im Juni 2017 kam es zu Tumulten zwischen 150 teils stark alkoholisierten Menschen und der Polizei, ein Beamter wurde schwer verletzt, 14 seiner Kollegen leicht. Weil das nicht der einzige Vorfall auf dem "Hassel" war, wurde seitdem die Einführung einer Stadtwache geplant. Jetzt ist sie da – vorläufig. Denn das Pilotprojekt, das am ersten April offiziell startet, ist zunächst bis 2023 befristet.

Bis dahin laufen uniformierte Streifen aus Ordnungsamt und Polizei gemeinsam. So solle das Sicherheitsgefühl der Magdeburger und ihrer Gäste gestärkt werden, sagt Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). Speziell für dieses Projekt habe die Stadt zusätzlich 24 neue Posten geschaffen.

Streifen nicht nur am Hassel

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper bei einer Veranstaltung in der Staatskanzlei in Magdeburg, 2016.
Lutz Trümper will das Sicherheitsgefühl stärken. Bildrechte: IMAGO

Die Streifen werden zukünftig bis 2:00 Uhr an Freitagen und Samstagen durchgeführt. Bereits im vergangenen Sommer wurden gemischte Streifen aus Polizisten und Mitarbeitern des Ordnungsamts ausprobiert. "Diese fanden vor allem rund um den Hasselbachplatz statt. Mit der Stadtwache sollen die Streifen auch außerhalb des Stadtzentrums unterwegs sein, zum Beispiel um Wohnungseinbrüche durch stärkere Präsenz in den Wohngebieten zu verhindern", sagt Polizeidirektor Marco Weigelt.

Vorläufig wird die Stadtwache in der Halberstädter Straße 39 untergebracht. Ab kommendem Jahr soll es am Rathaus auch gemeinsame Räumlichkeiten unter dem Namen Stadtwache geben, kündigte Trümper an.

Stadtwache sorgt für Sicherheit, Hasselmanagerin für das Image

Laut Polizei gehört der Hasselbachplatz zu den gefährlichen Orten in Sachsen-Anhalt. Die Zahl der Straftaten ist dort zwischen 2007 und 2017 zwar nicht gestiegen – aber eben auch nicht gefallen.

Die neue Stadtwache ist nur ein Teil des Konzepts der Stadt, das Kneipenviertel am Hasselbachplatz wieder attraktiver zu machen. So ist seit Januar "Hasselmanagerin" Alena Hertrich unterwegs, um das Image des Hasselbachplatzes zu verbessern, Veranstaltungsreihen zu entwickeln und Aktivitäten der Gastronomieszene organisieren.

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Quelle: MDR/mx

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 24. Januar 2020 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2020, 14:26 Uhr

1 Kommentar

Wenzel vor 4 Wochen

Das Pilotprojekt kann man gleich bis zum Nicolaiplatz ausdehnen. Laut einer Anwohnerin mutiert der Platz zur "No go Area", seit legal Alkohol jetzt dort auch in Spätshops zu haben ist.
oder hinter dem Allee-Center ... illegaler Drogenmarkt am hellerlichten Tage
ganz, ganz schlecht, die zahlen ja nicht mal Steuern...
Die Mitarbeiter des Pilotprojektes werden keine Langeweile haben.

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