Person vor Laptop mit Software zur Steuererklärung.
In Sachsen-Anhalt werden gerade keine Steuererklärungen bearbeitet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Störung im Rechenzentrum Technische Panne legt Finanzämter lahm

Die Finanzämter in Sachsen-Anhalt sind wegen einer technischen Panne lahmgelegt worden. Nach Angaben der Behörden haben die Mitarbeiter keinen Zugriff mehr auf Daten. Bis Freitag soll der Betrieb wieder laufen, hoffen die Ämter.

Person vor Laptop mit Software zur Steuererklärung.
In Sachsen-Anhalt werden gerade keine Steuererklärungen bearbeitet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Finanzämter in Sachsen-Anhalt können gerade nicht arbeiten. Wegen einer technischen Panne bei einem Dienstleister sind zentrale Systeme lahmgelegt. Deshalb können Mitarbeiter nicht auf Datenbanken zurückgreifen, die sie für die tägliche Arbeit benötigen.

Verantwortlich für die Panne ist das Unternehmen Dataport, das IT-Systeme für Verwaltungen betreibt. Dataport arbeitet neben Sachsen-Anhalt auch mit Finanzämtern in Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen zusammen. In allen diesen Bundesländern können die Finanzämter keine Steuererklärungen bearbeiten.

Lösung bis Freitag

Dataport zufolge wurde der Fehler bereits gefunden und behoben. Die Systeme bleiben jedoch zunächst aus Sicherheitsgründen abgeschaltet, bis ein stabiler Betrieb sichergestellt ist, so der Dienstleister. In Sachsen-Anhalt soll am Freitag die Arbeit wieder möglich sein.

Die Störung bei Dataport war nach einem routinemäßigen Lasttest im zentralen Rechenzentrum im schleswig-holsteinischen Altenholz losgegangen. Erst fiel das Kühlsystem aus, dann schalteten sich aus Sicherheitsgründen alle Systeme ab.

An der Zusammenarbeit mit Dataport hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik gegeben, auch in Sachsen-Anhalt. So wurde bemängelt, dass sich Landesverwaltungen zu sehr von IT-Dienstleistern abhängig machen.

Quelle: MDR,dpa/ru

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 29. Mai 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2019, 09:20 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

12 Kommentare

30.05.2019 12:36 Fakt 12

>>stoepselmieze, #11:
"Wenn das Land die eigene IT zerschlägt.."<<
--------
Dass Sachsen-Anhalt neben den Ländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen sowie einem IT-Verbund schleswig-holsteinischer Kommunen auch Anteilseigner an Dataport ist, ist unbekannt?
Man könnte es ergo durchaus, wenn auch nur zu einem Teil, landeseigene IT nennen.

29.05.2019 21:48 stoepselmieze 11

zu 10

Mir ist es egal ob Aufsichtsrat oder Verwaltungsrat.
Wenn das Land die eigene IT zerschlägt egal ob in Landesverwaltung oder Polizei wäre zu vermuten das es doch ein lukratives Angebot für diesen Schritt gibt.

29.05.2019 19:42 kt 10

>>Stoepselmieze, #6:
"..dass Verantwortliche vielleicht schon im Aufsichtsrat von Dataport sitzen."<<
--------
Als Anstalt öffentlichen Rechts - Dataport ist hervorgegangen aus der früheren, in den 1960er Jahren gegründeten Datenzentrale Schleswig-Holstein - gibt es keinen Aufsichtsrat, sondern einen Verwaltungsrat. Und wer dort sitzt, können Sie auf der Seite von Dataport nachlesen.

Mehr aus Magdeburg, Börde, Salzland und Harz

Mehr aus Sachsen-Anhalt