Ein Arzt zeigt einen Tuberkulose-Fall anhand eines Röntgenbildes
Am häufigsten setzen sich die Tuberkulose-Bakterien in den Lungen der erkrankten Menschen fest. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Untersuchungen für 500 Personen Massentests nach Tuberkulosefall in Magdeburg

In und um Magdeburg sollen sich rund 500 Personen auf Tuberkulose untersuchen lassen. Grund ist die Erkrankung eines Magdeburgers. Der Mann arbeitet in einem Versandzentrum in Haldensleben. Die für die Untersuchung angeschriebenen Personen kämen überwiegend aus Magdeburg und dem Landkreis Börde.

Ein Arzt zeigt einen Tuberkulose-Fall anhand eines Röntgenbildes
Am häufigsten setzen sich die Tuberkulose-Bakterien in den Lungen der erkrankten Menschen fest. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Wegen eines Falls von Tuberkulose (TBC) in Magdeburg müssen sich rund 500 Menschen untersuchen lassen. Wie eine Magdeburger Stadtsprecherin bestätigte, reagieren die Behörden damit auf die Erkrankung eines Magdeburgers. Der Mann arbeite in einem Versandzentrum in Haldensleben.

Wie die "Magdeburger Volksstimme" schreibt, habe der Erkrankte in unterschiedlichen Schichtdiensten gearbeitet. Deshalb sollen nun auch zahlreiche Kollegen untersucht werden. Der Massentest solle kommende Woche beginnen. Die für die Untersuchung angeschriebenen Personen kämen überwiegend aus Magdeburg und dem Landkreis Börde.

Bakterien durch Blutuntersuchungen nachweisen

Die TBC-Erkrankung des Mannes sei zwar bereits Ende Juli festgestellt worden, hieß es von der Stadt. Die Bakterien könnten jedoch erst acht Wochen danach im Blut nachgewiesen werden. Das Gesundheitsamt gehe davon aus, dass die meisten Untersuchungen negativ ausfallen. Tuberkulose gilt im Gegensatz zu Windpocken und Masern nicht als hochansteckend.

Durch Zuwanderung erkrankter Menschen aus dem Ausland haben die Fälle in Deutschland in den vergangenen Jahren leicht zugenommen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt Tuberkulose am häufigsten in ärmeren Ländern vor. Die Krankheit kann tödlich verlaufen. Sie ist durch den Einsatz von Antibiotika aber gut zu bekämpfen. Bei Patienten ohne sonstige Erkrankungen bestehen gute Heilungschancen, wenn die Krankheit früh erkannt wird. Die Tuberkulose unterliegt der ärztlichen Meldepflicht.

Quelle: MDR/ahr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. Oktober 2018 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Oktober 2018, 16:53 Uhr

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6 Kommentare

08.10.2018 16:29 Toni 6

"Ahh, TBC, da kann man gleich wieder schön hetzen."

Traurig, wie hier im Forum jedes Thema zur Ausgrenzung und Panikmache genutzt wird. Und die gleichen Leute sind vermutlich gegen eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge...

Noch trauriger ist nur, dass der MDR dieser Hetze eine Plattform bietet, weil es zu feige ist sein digitales Hausrecht zu nutzen. Und trotzdem werden die Hetzer euch weiter Lügenpresse schimpfen...


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07.10.2018 17:54 bitte keine unnötige Panik 5

@besorgter Bürger
Amazon-Artikel werden nicht in dem betroffenen Hermesstandort gelagert bzw gepackt.
Selbst wenn - Das Risiko für den Endkunden und Fahrer ist gleich null. Nur Personen in unmittelbarer Umgebung des Kranken könnten sich evtl. angesteckt haben.

07.10.2018 09:10 besorgter Bürger 4

Mist gestern Päckchen von dort bekommen. Muß ich und der Hermes Auslieferungsfahrer jetzt zum Test? Ist der Bazillenträger in Quarantäne oder gefährdet er alle die was bei Amazon bestellen?