Aktion zum Valentinstag So soll der Hasselbachplatz in Magdeburg ein Ort der Begegnung werden

Zum Valentinstag ist am Hasselbachplatz in Magdeburg eine Aktion zum Thema Begegnung geplant. Viele lokale Akteure wollen sich beteiligen. Das Ziel: Gemeinschaft schaffen und das Image des Platzes verbessern.

Veranstalter der Valentintagsaktion stehen mit bunten Luftballons lächelnd auf dem Hasselbachplatz
Veranstalter der Valentinstagsaktion "Begegnungen machen" Bildrechte: MDR/Leonard Schubert

Alena Hertrich ist seit einem Monat die Hasselmanagerin von Magdeburg. Sie möchte das Image des Hasselbachplatzes verbessern. Hierzu sei es besonders wichtig, Vernetzung zwischen den verschiedenen Gruppen aufzubauen, die am Hasselbachplatz etwas Positives bewirken wollen, sagt Hertrich. Mit gemeinsamen Aktionen und Konzepten möchte sie für eine gute Grundstimmung sorgen, und den Platz wieder attraktiver gestalten. Schon vor ihrer Amtszeit hatte sie eine Adventsfeier am Hasselbachplatz organisiert. Diesen Freitag gibt es Programm zum Valentinstag.

Das Engagement scheint gut anzukommen. Viele lokale Akteure sind dem Aufruf, etwas zum Valentinstag beizutragen, gefolgt. Sie haben ihre Ideen am Mittwoch vorgestellt. Dass einer der Werbeluftballons vom Wind weggerissen wird, trübt die Stimmung nicht. "Allein diese Menschen zusammenzubringen, ist schon ein kleiner Erfolg", sagt Hertrich.

Hasselbachmanagerin Alena Hertrich im Gespräch mit einem Veranstalter
Die neue Hasselmanagerin Alena Hertrich im Gespräch Bildrechte: MDR/Leonard Schubert

Datingbus, Fotobox und Highheels in Männergrößen

Geplant sind am Freitag von 16 bis 21 Uhr verschiedene Aktionen rund ums Thema Begegnung. Beispielsweise werden die Magdeburger Verkehrsbetriebe mit einem Speeddatingbus vertreten sein, in dem man ins Gespräch kommen kann. "Damit sich die Leute auch wirklich unterhalten, wird im Bus Handyverbot herrschen, ganz altmodisch", verrät Hertrich. Bei eventuellen Sprachbarrieren wollen Lehrer der Sprachschule Berlitz helfen.

Wir wollen den Hassel wieder zu einem beliebten Ort des Austausches werden lassen. Friedliches Miteinander und offene Kommunikation wird für uns groß geschrieben. Deshalb beteiligen wir uns gerne an der Aktion.

Heike Ehle, Senior Center Director der Sprachschule Berlitz

Ergänzt wird der Bus unter anderem vom Verein Christopher Street Day Magdeburg, der mit Dragqueens und Highheels zum Ausprobieren vertreten sein wird. "Da kann man(n) mal sehen, wie schwer es ist, mit solchen Schuhen auf Kopfsteinpflaster zu laufen", sagt Andrea Jozwiak vom Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt 2025.

Veranstalter der Valentintagsaktion stehen mit bunten Luftballons lächelnd auf dem Hasselbachplatz
Die Vorfreude bei den Veranstaltern ist groß – trotz des Windes. Bildrechte: MDR/Leonard Schubert

Während die Gruppe "Connect – Kirchen am Hassel" die Möglichkeit bieten will, fremde Kulturen kennenzulernen, wird die Volkshochschule um 16:30, 17:30 und 18:30 Uhr Kiezführungen zur lokalen Kultur am Hasselbachplatz anbieten. Dazu gibt es eine Fotobox, Speisen und Getränke.

Auch das Ordnungsamt und die Polizei wollen mit einem Showtruck vor Ort sein, um ins Gespräch zu kommen und mit Vorurteilen aufzuräumen. Polizeisprecherin Heidi Winter freut sich auf den Austausch: "Wir sind da für alles offen an dem Tag. Wenn ein Kind vorbeikommt und sich zum Beispiel mal in ein Auto setzen möchte, dann wird sich das bestimmt machen lassen!"

"Ein guter erster Schritt"

Polizeisprecherin Heidi Winter und Leiter des Ordnungsamtes Gerd vom Baur stehen uniformiert am Hasselbachplatz und lächeln in die Kamera. In ihren Händen Schilder, auf denen "I love MD" und "#MD2025" steht.
Auch das Ordnungsamt und die Polizei werden vertreten sein. Bildrechte: MD2025/Felix Paulin

Ob der Plan, Begegnungen zu schaffen und das Image des Hassels zu verbessern aufgeht? Julia Mantwill, Sprecherin der Interessengemeinschaft Hassel und Betreiberin des Café Central, findet das noch schwer abzusehen: "Ob sich auch junge Menschen in den Plänen und Aktionen, die von der Hasselmanagerin so geplant sind, wiederfinden, das kann ich bisher noch nicht richtig einschätzen. Das Publikum im Café Central ist sehr vielfältig. Es wäre interessant, darüber mal ins Gespräch zu kommen." Grundsätzlich begrüßt Mantwill das Engagement der Hasselmanagerin aber als einen "sehr guten ersten Schritt".

Quelle: MDR/ls

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. Februar 2020 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2020, 13:59 Uhr

2 Kommentare

Denkschnecke vor 7 Wochen

Was ist jetzt Ihr Problem? Dass der Hassel ein Platz für alle sein soll und nicht nur für Ihresgleichen? Dass da weniger Straftaten auch heißt weniger von blau-weißen sogenannten Fans?

jackblack vor 7 Wochen

Träumt weiter.

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