Zwei Polizisten führen einen Verdächtigen in Handschellen ab.
Bei dem Einsatz sind vier Personen festgenommen worden. Ein Mann wurde am Samstag jedoch wieder freigelassen. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Waffen- und Drogenfunde Drei Verdächtige nach Drogenrazzia in Magdeburg in U-Haft

Nach der Drogenrazzia in Magdeburg sitzen drei Verdächtige in Untersuchungshaft. Bei dem Einsatz stellte die Polizei Drogen im Wert von 150.000 Euro und mehrere scharfe Waffen sicher – darunter auch ein ein vollautomatisches Sturmgewehr.

Zwei Polizisten führen einen Verdächtigen in Handschellen ab.
Bei dem Einsatz sind vier Personen festgenommen worden. Ein Mann wurde am Samstag jedoch wieder freigelassen. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Nach der Drogenrazzia am Freitagabend in Magdeburg sitzen drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Wie die Polizei mitteilte, beantragte die Staatsanwaltschaft gegen einen 27-Jährigen, einen 35-Jährigen und einen 19-Jährigen Haftbefehle. Ein vierter Mann wurde wieder freigelassen, da gegen ihn kein dringender Tatverdacht vorlag.

Drogen im Wert von 150.000 Euro

Nach Aussagen der Polizei gelang ihr mit dem Einsatz ein Schlag gegen den Drogenhandel am Hasselbachplatz. Im Zuge der Razzia seien mehrere Kilogramm Drogen im Wert von rund 150.000 Euro und mehrere zehntausend Euro Bargeld sichergestellt worden.

Außerdem fand die Polizei mehrere scharfe Waffen – darunter auch ein vollautomatisches Sturmgewehr mit Munition und ein Abschussgerät für Sprenggranaten.

Drogen- und Waffenfunde bei Razzia

Ein schwarzer Granatwerfer
Bei dem Einsatz fand die Polizei auch einen Granatwerfer. Bildrechte: Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt
Ein schwarzer Granatwerfer
Bei dem Einsatz fand die Polizei auch einen Granatwerfer. Bildrechte: Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt
Sechs Päkchen, in denen weißes Pulver ist, liegen auf einem Tisch.
Außerdem mehrere Päckchen mit Methamphetamin. Insgesamt waren die Drogen rund 150.000 Euro wert. Bildrechte: Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt
Ein auseinandergebautes, vollautomatisches Sturmgewehr.
Darüber hinaus fanden die Beamten ein vollautomatisches Sturmgewehr. Bildrechte: Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt
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Wohnungstür gesprengt

Der Einsatz fand am Freitagabend an zwei Orten in Magdeburg gleichzeitig statt. Nach Angaben der Polizei wurde der Zugriff langfristig durch die Ermittlungsabteilung des Landeskriminalamtes geplant und vorbereitet. Insgesamt seien mehr als 60 Beamte beteiligt gewesen.

Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Verdächtigen bewaffnet sind, war auch ein Spezialeinsatzkommando vor Ort. In einem der Gebäude mussten die Beamten eine Wohnungstür aufsprengen – verletzt wurde dabei niemand.

Quelle: MDR/fl

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 23. Juni 2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Juli 2019, 11:57 Uhr

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19 Kommentare

04.07.2019 21:19 K. 19

Der Sachverhalt spricht für sich. Er braucht auch nicht weiter kommentiert zu werden. Eigentlich müsste jeder Mensch, mit etwas gesundem Menschenverstand begreifen, wer die wirkliche Gefahr in diesem Land ist. Wie viel scharfe Waffen werden sich noch in Besitz dieser kriminellen Banden befinden und gegen wen sollen diese eingesetzt werden? Das was hier abläuft ist völliges Staatsversagen und ein Ergebnis verfehlter Sicherheitspolitik. Mir will man am liebsten ein Taschenmesser verbieten und die kriminellen Clans sind schwer bewaffnet. Aber vermutlich sind 90 % der Wähler mit solchen Zuständen voll zu Frieden. Die täglichen Meinungsumfragen lassen solches vermuten. Das Erwachen könnte mal plötzlich und hart sein. Dann wird es aber zu spät sein. Rechten bei ihren Konzerten das Bier und die Musik zu verbieten. Ganz großes Kino! Und hier schwer bewaffnete Clans, welche Unsummen von Geld mit Rauschgift verdienen. Merkel & Co. Danke für nichts!

25.06.2019 10:53 Alex 18

Bei Deutschen werden ein Luftgewehr und Pfefferspray gefunden = Umsturz in Deutschland geplant. Bei Libanesen werden mehrere Pistolen, Kalaschnikow und Granatwerfer gefunden = Drogendealer.

25.06.2019 09:11 Dieter 17

"Anmerkung von MDR SACHSEN-ANHALT:
Deutsch oder ausländisch – so lange wir nicht wissen, ob die Herkunft etwas mit der Tat zu tun hat, ist es für uns journalistisch irrelevant. "
Nein, ist es nicht! Diese Formulierung im Pressekodex halte ich für einen Skandal. Öffentliche Medien sollen wahrheitsgemäß und ausgewogen berichten, ohne Zensur. Die Herkunft gehört selbstverständlich dazu. Außerdem ist hier sehr wohl relevant, wenn man an die Herkunft der Clanmitglieder in Berlin und anderswo denkt.--
Zum Thema: Mir ist nicht klar, warum diese Personen bei uns im Land sind- der Krieg im Libanon ist längst vorbei.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT:

Diese Formulierung ist alles andere als ein Skandal. Es gibt Persönlichkeitsrechte, die wir respektieren. Und nicht bei jedem Fall spielt die Herkunft eine Rolle. Sobald sie etwas damit zu tun hat, berichten wir auch darüber.

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