Zug im Landkreis Börde entgleist IC-Strecke zwischen Magdeburg und Hannover seit Montagmorgen wieder frei

Die IC-Strecke zwischen Magdeburg und Hannover ist nach einem Zugunfall seit dem frühen Montagmorgen wieder frei. Fahrgäste sollten sich trotzdem online über mögliche Verspätungen informieren. Am Freitag war dort ein Personenzug entgleist. Fahrgäste waren nicht an Bord.

Ein Wagon liegt in einem Feld.
Die Bergung des verunglückten Zuges lief seit Freitag. Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger

Die Zugstrecke Magdeburg-Hannover ist nach einem Bahnunfall bei Dreileben in der Börde wieder für den Fernverkehr freigegeben. Wie die Deutsche Bahn in der Nacht zu Montag mitteilte, steht seit Betriebsbeginn am Montag ein Gleis zur Verfügung. Alle IC-Züge zwischen Braunschweig und Magdeburg hielten auch wieder in Helmstedt. Trotzdem rät die Bahn Reisenden, sich vor der geplanten Zugfahrt im Internet zu informieren.

Auf der Bahnstrecke zwischen Magdeburg und Hannover gibt es auch am Sonntag Behinderungen. Wie die Bundespolizei MDR SACHSEN-ANHALT am Sonntag mitgeteilte, bleibt die IC-Strecke weiter gesperrt. Nach Informationen der Deutschen Bahn entfallen die Halte in Peine, Braunschweig und Helmstedt.

Ursache für Unfall noch nicht bekannt

Menschen arbeiten an einer Bahnstrecke, an der ein Zug entgleist ist
Der Zug entgleiste bei Dreileben, einer Ortschaft der Stadt Wanzleben-Börde. Bildrechte: MDR/Thomas Schulz

Am Freitag war bei Dreileben im Landkreis Börde ein leerer Personenzug für die niederländische Eisenbahngesellschaft "Nederlandse Spoorwegen" verunglückt. Die Bundespolizei sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Diesellok und mehrere Waggons seien entgleist, die Lok zur Seite gekippt. Der Lokführer habe sich leicht verletzt und werde im Krankenhaus behandelt. Laut Einsatzleitung vor Ort waren mehr als 60 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Für die Bergung sei ein Kran bestellt worden.

Streckensperrung Magdeburg-Helmstedt – Bahnfahrer brauchen Geduld

Auf der Strecke zwischen Magdeburg und Helmstedt hatte es wegen des Unglücks Behinderungen gegeben. Züge auf der Trasse Magdeburg-Hannover fielen aus. Zwischen Hannover und Braunschweig waren lediglich Züge des Nahverkehrs unterwegs. Wer nach Hannover wollte, musste in Braunschweig entsprechende Anschlusszüge nehmen.

In der Gegenrichtung Hannover-Magdeburg waren Ersatzbusse eingesetzt, allerdings ohne Zwischenhalt.

Quelle: MDR/mp,mg,sp,ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 16. Oktober 2020 | 19:00 Uhr

7 Kommentare

Rumpler vor 6 Tagen

"Lokführer" ist eine umgangssprachliche Bezeichnung!

Im Eisenbahnregelwerk/Dienstvorschriften wird ausschließlich nur von einem "Triebfahrzeugführer" = "Tf"
gesprochen, seit mindestens 10 Jahren nicht mehr von einem "Lokführer"!

Jedoch gibt es dort den Begriff "Zugführer".
Fährt ein "Triebfahrzeugführer" ohne ihm beigestelltes Zugpersonal, hat er die Aufgaben und Pflichten eines "Zugführers" zusätzlich zu erfüllen.


"Berufsehre" ist was völlig anderes und sollte sich nicht an einer namentlichen Auffassung festmachen, auch nicht im Verhalten zum zugbegleitenden Personal!

P.Uhlmann vor 7 Tagen

Fortsetzung: Die Regionalbahn Richtung Burg wurde so auch angesagt. Kein Hinweis, dass es in Eilsleben nicht weiter geht. Im Zug selber weit und breit kein Zugbegleitpersonal. Kurz vor Welsleben dann die lapidare Durchsage, dass der Zug in Eilsleben Endhalt hat und dass es mit SEV weitergeht. In Eilsleben kein Ansprechpartner vor Ort. Die Reisenden stehen völlig ohne Rat da. Sie wissen nicht, ob der Zug, der jetzt gekommen ist, ihr Richtiger in Richtung Braunschweig ist. Das der Busfahrer vom SEV sich auch auf der Fahrt nach Niederdodeleben sich verfährt, ab diesem Zeitpunkt kann man nur noch lachen. Bis Magdeburg geht das Trauerspiel weiter, denn auch im Zug dann ab Niederdodeleben hört man auch nichts. Was ich hier bei der Bahn kritisiere ist die Kommunikation und der Service. Von Konfliktmanagement an diesem Tag keine Spur. Die Reisenden wurden völlig sich selbst überlassen. Das ist für mich eine Sechs Minus. Deshalb hat sich Bahnfahren für mich erst einmal erledigt.

P.Uhlmann vor 7 Tagen

@LfCH: Natürlich haben Sie das Recht sich über eine unkorrekte Bezeichnung sich aufzuregen. Aber ich habe auch eine ganze Menge Kritik an der Bahn zum gestrigen Tag. Für das Unglück kann die Bahn nichts. Es ist halt passiert, aber die Kommunikation am gestrigen Tag war Katastrophal. Ich war leider ein Betroffener.
Meine Fahrt Gestern war von Wiesbaden bis Magdeburg. Über die DB Reiseinformation bekam ich den Hinweis, dass der Zug VIA25009 um 9:32 Uhr Verspätung hat und ich meinen Anschluss in Frankfurt/Main nicht erreiche. Da es rechtzeitig kam, konnte ich noch einen Zug eher nehmen, so dass ich in Frankfurt entspannt auf den ICE 692 warten konnte. Kurz vor Hildesheim kam die Ansage, dass der IC 2441 Richtung Dresden ausfällt. Für Reisende Richtung Dresden kam der Hinweis, dass sie im Zug bleiben können bis Berlin und sie dort einen Anschlusszug nehmen können. Für alle anderen Reisenden Richtung Magdeburg, Halle Leipzig kam nichts. In Braunschweig wurde nichts.

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