Grabkerzen und Blumen sind vor einem Eingang zum FCM-Stadion niedergelegt. Am Eingangstor hängt ein Schwarz-Weiß-Foto des verstorbenen Hannes
Vor der MDCC-Arena in Magdeburg versammelten sich rund 500 Menschen, um der Familie des verstorbenen FCM-Fans ihre Anteilnahme auszusprechen. Bildrechte: MDR/Sören Thümler

Hunderte gedenken in Magdeburg und Haldensleben Mahnwachen für verstorbenen Fan

Grabkerzen und Blumen sind vor einem Eingang zum FCM-Stadion niedergelegt. Am Eingangstor hängt ein Schwarz-Weiß-Foto des verstorbenen Hannes
Vor der MDCC-Arena in Magdeburg versammelten sich rund 500 Menschen, um der Familie des verstorbenen FCM-Fans ihre Anteilnahme auszusprechen. Bildrechte: MDR/Sören Thümler

Rund 1.000 Menschen haben am Mittwochabend dem verstorbenen FCM-Fan Hannes gedacht. Der 25-Jährige war am Mittag seinen schweren Verletzungen erlegen. Vor der MDCC-Arena in Magdeburg und am Bahnhof von Haldensleben versammelten sich jeweils Hunderte Fans, um ihre Anteilnahme auszusprechen.

Sie zündeten Kerzen an und legten Blumen nieder. Vor dem Stadion des FCM herrschte dabei andächtiges Schweigen.

Hannes war in der Nacht zum 2. Oktober bei Haldensleben aus einer fahrenden Regionalbahn gestürzt. Aktuellen Ermittlungen zufolge war er vorher von Fans des Halleschen FC bedroht worden. Der junge Mann hatte sich bei dem Sturz schwer am Kopf verletzt und lag seitdem im Koma. Schon am Tag nach dem Unglück hatten sich zahlreiche Anhänger des 1. FC Magdeburg vor dem Krankenhaus versammelt, um Hannes Mut zuzusprechen.

Die Polizei ermittelt nun wegen Totschlags. Das sagte ein Sprecher MDR SACHSEN-ANHALT. Außerdem gehe es um den Tatbestand des Landfriedensbruchs. Des Weiteren suchen die Ermittler Zeugen, die Aussagen zum Hergang der Tat machen können.

Nach dem Tod des FCM-Fans Trauer in Magdeburg und Haldensleben

Vor dem Magdeburger Fußballstadion und am Bahnhof von Haldensleben haben am Mittwoch rund 1.000 Menschen dem verstorbenen FCM-Fan Hannes gedacht.

Eine Frau und ein Mann zünden Teelichter vor dem Stadion des 1. FC Magdeburg an
Gedenken in Magdeburg: An den Nordeingang der MDCC-Arena waren rund 500 Menschen gekommen, um Hannes zu gedenken. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Eine Frau und ein Mann zünden Teelichter vor dem Stadion des 1. FC Magdeburg an
Gedenken in Magdeburg: An den Nordeingang der MDCC-Arena waren rund 500 Menschen gekommen, um Hannes zu gedenken. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Zahlreiche Grabkerzen sind vor einem Eingang zum FCM-Stadion niedergelegt. Am Eingangstor hängt ein Schwarz-Weiß-Foto des verstorbenen Hannes
Der 25-Jährige war am Mittwoch seinen schweren Verletzungen am Kopf erlegen. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Mehrere Menschen stehen stillschweigend zusammen und halten Grabkerzen in der Hand.
Er war in der Nacht zum 2. Oktober aus einer fahrenden Regionalbahn nahe des Bahnhofs von Haldensleben gestürzt. Bildrechte: MDR/Christian Bunsen
Mehrere Menschen, zum Großteil dunkel gekleidet, haben sich versammelt.
Auch dort versammelten sich am Mittwoch rund 400 Fans, um Hannes' Familie und seinen Freunden ihre Anteilnahme auszusprechen. Bildrechte: MDR/Christian Bunsen
Eine Menschensammlung bei Nacht vor dem Bahnhofsgebäude in Haldensleben.
Sie zündeten Kerzen an und legten Blumen nieder. Bildrechte: MDR/Christian Bunsen
Ein leeres Bahngleis am Bahnhof von Haldensleben.
Die Polizei ermittelt derweil wegen Totschlags. Sie ist außerdem auf der Suche nach weiteren Zeugen, die Hinweise zur Tat machen können. Bildrechte: MDR/Christian Bunsen
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Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2019, 17:55 Uhr

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9 Kommentare

14.10.2016 19:45 Chris 9

@der Ehre Brockhaus und halberstädter... ihr ernst? Sie zählen im Vordergrund nur Details von blau Eisen auf. Nachdem Motto "selber schuld" Übergriffe gab und gibt es von beiden Seiten. Mal drüber nachgedacht, wenn es das eigene Familienmitglied wäre. Es wurde eine Grenze überschritten.!fakt! Der eine spricht von 70 gegen 30! Hallo? 80 gegen einen!!!!!!! Geschubst oder freiwillig! Was muss dieser Mensch für Ängste durch gestanden haben... unglaublich... des weiteren, wenn ich mit 80 Krawallos im Hbf der Erzrivalen bin, mach ich mich bemerkbar. Vorallem, wenn ich mich in Gifhorn schon mit der Polizei am Kragen hatte.... warum , legt man seine Fan Utensilien dann ab und macht sich seelenruhig aus dem Staub Richtung hasselbschplatz und verschwindet im Auto?!? Diese gewissenlosen Menschen, wussten was passiert ist und haben noch nicht einmal einen anonymen Notruf gestartet. In meinen Augen einfach nur abartig. Den angehörigen mein aufrichtiges Beileid... "schämt euch"

14.10.2016 02:17 Der wahre Brockhaus 8

Also seit ich als kleiner Knirps zum 1. Mal zum KWS ging, kenne ich die Abzocke von Fanutensilien. Später dann eben Randale und MDer immer dabei. Die meisten waren sogar stolz darauf "beruechtigt" zu sein. In Dessau fragten sie auch nicht danach wer friedlich oder nicht ist, ein Jugendlicher musste richtig herhalten. Nun ist tatsächlich einer dabei draufgegangen und das ist schlimm, keine Frage.
Jetzt aber hier "Friedensgespräche" zu proklamieren, vielleicht noch Hand in Hand zum Stadion laufen, das geht meilenweit an der Realität vorbei. Man mag sich nicht und das wird sich auch nicht mehr aendern. Anstatt alle möglichen Scenarien zu mutmaessen, muss man überhaupt erst die Ermittlungen abwarten. Wo steht Block U eigentlich wenn der Teilausschluss gegen uns stattfindet? In die Gaestekurve ausweichen funktioniert ja dieses mal nicht und wäre auch keine gute Idee.

13.10.2016 12:28 Bernd 7

@Kommentar 6 - egal ob Ost, West, Süd oder Nord, das ist eine Schande für unseren Sport.

Denken Sie bei Gladbach gegen Köln, Dortmund gegen Schalke, Hamburg gegen Bremen usw. gibt es keine Möglichkeit für Konflikte? Sie haben von diesem Sport und Rechtschreibung keine Ahnung.

Das Problem ist nicht der Standort, sondern fehlende Werte, Respekt und Vernunft.