Blaulicht
Bildrechte: imago/Jochen Tack

Bonnie und Clyde aus Magdeburg Diebstahl und Betrug: Paar für 640 Straftaten verantwortlich

Ermittlungs-Erfolg für die Polizei Magdeburg: Einem Duo aus Magdeburg wurden hunderte Straftaten nachgewiesen. Das Paar finanzierte dadurch seinen Drogenkonsum.

Blaulicht
Bildrechte: imago/Jochen Tack

Das erinnert an Bonnie und Clyde: In Magdeburg hat die Polizei einem Paar 640 Straftaten nachgewiesen. Der 41 Jahre alte Mann und die 39 Jahre alte Frau seien für eine Reihe von Diebstählen und Betrugshandlungen verantwortlich, hieß es.

Mietbetrug und mehr

"Uns war schnell klar, dass wir es hier mit Intensivtätern zu tun hatten", sagt Uwe Leistner vom Polizeirevier Magdeburg. "Durch die zeitnahe Einrichtung der Ermittlungsgruppe konnten wir bereits nach kurzer Zeit erste Aufklärungsergebnisse erzielen."

Erstmals wurden die Ermittler im Juni 2017 auf das Duo aufmerksam. Damals wurden der Polizei ein Wohnungseinbruch und ein Einmietbetrug gemeldet. Bei der folgenden Wohnungsdurchsuchung wurden Briefe, persönliche Dokumente und EC-Karten gefunden – offensichtlich aus anderen Straftaten. In der Folge häuften sich die Anzeigen wegen Einmietbetrügereien in Hotels sowie zu ausbleibenden Mietzahlungen in einer weiteren Wohnung.

Paar finanziert Drogenkonsum durch Straftaten

Die Polizei richtete im März 2018 die Ermittlungsgruppe "Brieftasche" ein. Zeitweise arbeiteten bis zu fünf Kriminalbeamte an dem Fall.

Vier Wohnungen wurden während der Ermittlungen durchsucht. Diverses Diebesgut – aus Schulen, Fahrzeugen, Turnhallen, Büros und Briefkästen – wurde sichergestellt. Bei den Straftaten handelte es sich um Fälle der Beschaffungskriminalität. Die Beschuldigten hätten dadurch ihren Drogenkonsum finanziert, eklärte die Polizei.

Quelle: MDR/dg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 18. Januar 2019 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2019, 18:07 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

8 Kommentare

20.01.2019 12:37 Nerium 8

Da soll mir nochmal jemand erklären,es gäbe den geborenen Verbrecher nicht !
640 Delikte, es ist nicht zu fassen.
Einsperren und den Schlüssel wegwerfen,etwas anderes fällt mir dazu nicht ein !

20.01.2019 00:24 Ekki 7

gaynau 19.01.2019 14:51 VERÄNGSTIGTE 5 besser kann's keiner Schreiben. Solch Kriminelle wegsperren und "kalt" Entzug bei möglichst körperlich schwerer Arbeit wie Steinbruch. Kriminelle sollen sich ihre Unterkunft und Ernährung selbst verdienen, damit sie lernen das Leben ohne Kriminalität geht.

19.01.2019 18:33 Mediator an VERÄNGSTIGTE (5) 6

Was fordern Sie den für einen Unsinn! Alleine rein Volkswirtschaftlich ist es völliger Unsinn einen Menschen als Gesellschaft nicht aus der Drogenabhängigkeit heraus zu helfen.

Ihr Vergleich zwischen Nikotinabhängigkeit und Drogenabhängigkeit ist ja an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Jemand der Kette raucht hat sein Leben im Griff und er kann sich selbst aus der Sucht befreien. Versuchen sie das mal mit einer Heroinabhängigkeit. Die dafür täglich benötigten Gelder kriegen sie nur durch Kriminalität oder Prostitution zusammen. Ein normaler Arbeitsalltag ist bei den meisten wohl kaum mehr möglich.

Wo endet denn für Sie die Solidarität? Bei dem Dicken der sich seinen Speck selbst angefuttert hat oder schon beim Sportunfall beim Fußball?

Nur weil sie sich nicht vorstellen können, dass Alkoholabhängigkeit eine Krankheit ist müssen die Experten das nicht so sehen. Also hören sie bitte auf Kranke auszugrenzen!