Freizeit-Tourismus Badestart am Concordia-See

Nach dem Erdrutsch vor zehn Jahren sind Teile des Concordia-Sees wieder freigegeben worden. Nachdem die nötigen Sicherungsarbeiten abgeschlossen sind, kann an einigen Abschnitten nun wieder gebadet werden.

Zehn Jahre nach dem Erdrutsch am Concordia-See in Sachsen-Anhalt ist eine touristische Nutzung wieder möglich. Einheimische und Gäste können seit Samstag wieder in dem See baden. Auch Segelboote und Surfer dürfen wieder auf den See.

Sebastian Kruse von der Seeland-Gesellschaft sagte, man rechne am Wochenende mit zahlreichen Besuchern. Das kommunale Unternehmen ist als Betreiber für die touristische Nutzung des Gebietes verantwortlich. Gebadet werden darf zunächst nur am nördlichen Strand, dem sogenannten Schadelebener Ufer. Dort wurde ein Sand-Kies-Strand neu angelegt und ein Bootssteg instand gesetzt.

Tourismus am See kann sich entwickeln

Seeland-Bürgermeisterin Heidrun Meyer
Der Bürgermeisterin der Stadt Seeland, Heidrun Meyer, lag eine touristische Nutzung am Herzen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mit der Teilöffnung stehen Kruse zufolge rund 220 Hektar Seefläche für Badegäste und Wassersportler zur Verfügung. Die Möglichkeit, Boote oder Surfbretter zu mieten, gibt es zum Start noch nicht. Ideen für eine weitere touristische Entwicklung gebe es aber bereits, so Kruse. Einen mobilen Imbisswagen für die Gäste des Concordia-Sees soll es laut Kruse bereits am Wochenende geben.

Das Wirtschaftsministerium will den Freizeittourismus am Concordia See unterstützen und finanziert den Aufbau eines kostenlosen WLAN-Netzes. Besucher sollen sowohl auf Teilen des Radrundwegs als auch am Abenteuerspielplatz und bei den gastronomischen Angeboten den freien Internet-Zugang nutzen können, hieß es. Dazu wird am Samstag eine entsprechende Förderzusage an die Freifunkinitiative Harz übergeben.

Südliches Ufer bleibt gesperrt

Der Bereich am südlichen Ufer, wo sich 2009 der dramatische Erdrutschdas ereignete, bleibt weiter gesperrt. Denn die Folgen des Unglücks sind dort noch nicht beseitigt. Vor allem die Sicherung des Ufers wird noch Jahre dauern, wie die Verantwortlichen mitteilten.

Der Concordiasee von oben
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Am 18. Juli 2009 waren in Nachterstedt große Teile des Ufers am Concordia-See abgerutscht. Mehrere Häuser wurden in die Tiefe gerissen, drei Bewohner starben.

Die Sperrung des Sees war für die umfangreichen Sicherungsarbeiten des Bergbausanierers LMBV nötig gewesen. Während dieser Arbeiten kam es vor drei Jahren erneut zu einem Erdrutsch, bei dem zwei Baufahrzeuge abstürzten. Ein Bauarbeiter konnte sich gerade noch rechtzeitig retten. Landes- und Kommunalpolitiker taten sich lange schwer, konkrete Zusagen zur Freigabe des Sees zu machen.

Quelle: MDR/ahr,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 13. Juli 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2019, 09:35 Uhr

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