Werkzeugmaschinenbauer Nach Insolvenz: Chinesen investieren bei Schiess in Aschersleben

Für das insolvente Traditionsunternehmen Schiess in Aschersleben gibt es neue Hoffnung. Laut Insolvenzverwalter Lucas Flöther investiert dort eines der größten Gießereiunternehmen Chinas. Die Mitarbeiter sollen übernommen und wieder aufgestockt werden. Schiess hatte im Januar Insolvenz angemeldet.

Der insolvente Werkzeugmaschinenbauer Schiess in Aschersleben ist möglicherweise gerettet. Insolvenzverwalter Lucas Flöther teilte am Dienstag mit, dass Anfang der Woche ein Kaufvertrag mit einem weiteren chinesischen Investor unterschrieben worden sei. Dabei soll es sich um eines der größten Gießereiunternehmen Chinas handeln.

Weiterhin Produktion in Aschersleben geplant

Wie es weiter hieß, soll die Produktion am Standort Aschersleben erhalten werden. Die 35 Mitarbeiter, die die Produktion derzeit abwickeln, werden voraussichtlich übernommen. Später soll die Mitarbeiterzahl auf 100 erhöht werden.

Mit der Übernahme durch den Investor bleiben das Know-how der Schiess GmbH und die Produktion am Standort Aschersleben erhalten ... Eine sehr gute Nachricht ist auch, dass der Investor einen bedeutenden Teil der Mitarbeiter wieder einstellen will.

Insolvenzverwalter Lucas Flöther

Das Traditionsunternehmen im Salzlandkreis hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Einem Großteil der Angestellten wurde zur Insolvenzeröffnung im April gekündigt, weil kein Investor gefunden worden war.

Der neue Investor fertigt laut Mitteilung unter anderem Gussteile für Windkraftanlagen und plant, seine Kapazitäten in diesem Markt deutlich auszubauen. Zur Bearbeitung dieser Gussteile sind große Dreh-, Bohr- und Fräsmaschinen nötig, welche Werkzeugmaschinenbauer Schiess künftig fertigen und liefern soll.

Traditionsunternehmen aus Aschersleben Schiess blickt auf eine Tradition bis 1857 zurück, hat aber immer wieder mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Der Maschinenbauer fertigt etwa Dreh-, Bohr- und Fräsmaschinen als Werkzeuge für Produzenten, die damit zum Beispiel Windkrafträder, und Turbinen bearbeiten. Seit dem Jahr 2004 gehört der Betrieb zum chinesischen Konzern Shenyan Maschine Tool Group.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25. September 2019 | 06:00 Uhr

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